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Die entsozialdemokratisierte Gesellschaft

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Wir haben es mit einer entsozialdemokratisierten Gesellschaft zu tun und das nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland sondern auch in Österreich.

Unsere Gesellschaft setzt sich aus einer Vielzahl von Pionieren zusammen, die ein Hier und Heute Leben führen möchten, was einerseits fern einer Solidarität liegt und andererseits keine Bindungen hin zum Neoliberalismus aufweist.

Man hat sich mit einem informativen Geist gekoppelt, der andererseits auf eine Staatsbedürftigkeit sich bezieht andererseits aber weit von den Werten jener Konservativen liegt.

Diese Vielzahl von gesellschaftlichen Pionieren ist eigentlich politikmüde und wählt nicht sondern entscheidet sich für ihren Status.

Die Wahl vom 22.09.2013 war demzufolge keine Abstimmung über Parteien und ihre Programme sondern eine Wahl des eigenen Status.

Diese Generation welche in der Überzahl weder solidarisch noch links denkt, denkt zunächst nur an sich.

Das besagt nicht nur das Wahlergebnis sondern mehr das Verhalten dieser Zeitgenossen, denen ist mitunter ihre Bildung wichtig und noch wichtiger sind ihre Kreise, in denen man den Status genießt.

Es sind keine Vordenker, es sind die Pioniere der Jetztzeit, sie wollen sicherlich anders sein und sind trotzdem unübersehbar.

Diese Art von Pionieren benötigen ihren Status zum Leben, denn es ist mittlerweile ihre Lebensart geworden auf andere mit dem Zeigefinger zeigen.

Sie zeigen gerne mit dem Zeigefinger auf Andere, denn sie sind nichts anderes als die Ingenieure ihres Wissens und haben das wiederum erkannt, ob sie nun Juristen oder BWL er sind, ihnen ist ihre Lohnabhängigkeit noch nicht zum Problem geworden.

Deshalb nicht, weil ihnen die Solidarität und die Vorsorge ein Fremdwort ist, sie nennen sich Freiberufler und Freischaffende, werden allerdings bezahlt wie jene Prekäre.

Sie glauben es allerdings nicht, denn rechnen mussten sie noch nie, es sind nämlich noch die Kinder jener Wohlstandsgeneration.

Die Kinder jener noch vorhandenen Wohlstandsgeneration fühlen sich angezogen von dem Spruch „ Deutschland geht es gut“, zwar werden sie nicht mehr die Masse erben, wie die Zeitgenossen um die Jahre 1970 und 75, doch mittels eines Transfers können sie teilnehmen an einem Leben, was sie sich sonst kaum finanzieren könnten.

Sie reagieren oft hart, sie führen ihr Leben in einer flat rat, ein Leben was kaum Gerechtigkeit kennt und wenn sie etwas über Steuererhöhungen erfahren sprechen sie vom Sozialismus.

Ihnen ist bereits die Demokratie fern, ihnen ist es zu anstrengend zu zuhören –denn sie wollen Leben, dazu fordern sie Rechte und Teilnahme.

Sie können fordern, denn sie haben eigentlich ganz und gar nichts zu verlieren, Pioniere sind im Umbruch und auf der Durchreise.

Für sie ist das augenblickliche Leben zu einer Durchreise geworden und da wählt man die Fahrkarte zum Glück.

Allerdings gesellen sich stets etliche dazu, der sog. Mitnahmeeffekt brachte der CDU/CSU den Wahlerfolg.

Einerseits möchten sie sich positiv verändern aber ohne ihre Ansprüche zu ändern, das genau ist der Widerspruch innerhalb dieser Generation der Pioniere.

Sie sind mittlerweile das Rückgrat der Konservativen in der Politik geworden, denn der eigentliche CDU/CSU Wähler ist der unpolitische Zeitgenosse.

Dieser hat die eigentlichen Werte der Konservativen justiert, man lässt sich vom Kapital hinhalten und weicht konkreten Vorstellungen aus.

Man bezeichnet das wiederum als das eigentliche „weiche Dilemma“ nur übertüncht man das mit Frechheit und Eigensinn.

Diese Art bemerkt man erst in Detaildiskussionen, wenn es um etwas Konkretes geht, dann wird nicht zerredet sondern bewusst flach diskutiert.

Man kann sich nicht in die Situation des Anderen versetzen, das ist das Markenzeichen dieser Pioniere in einer Epoche der Entsozialdemokratisierung.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 02. Oktober 2013 um 03:13 Uhr  

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