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Die Wiederentdeckung des Bürgers

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Die Wiederentdeckung des Wählers war eigentlich das Positive am letzten Bundestagswahlkampf, vielleicht war es auch der Erfolg von sozialen Netzwerken.

Denn bisher fand zwischen den Wahlen aus Sicht des Wählers eine politische Verzwergung seiner Stellung dar, man umwarb ihn nicht.

Im Zeitalter des Internets und einer beginnenden stetigen Präsenz könnte sich ein durchaus demokratischer Dialog entwickeln, etwas was es in dieser Form noch nicht ab und das wiederum könnte den persönlichen Kontakt fördern.

Damit weicht man andererseits hergebrachte und mitunter feste Strukturen auf, man geht in die demokratische Horizontale und kommt von der vertikalen Verankerung in den Gremien vielleicht schneller weg als manchem recht ist.

Denn laut dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, wirken die Parteien bei der Willensbildung des Volkes mit.

Der Wille des Volkes ist es nun einmal den gewählten Volksvertreter zu begegnen, etwas was vor einigen Jahren nur den Ausgewählten in den Parteien möglich war.

Damit beginnt ein Prozess, der sich entwickeln wird vom gewählten Volksvertreter zum Wähler, denn ihm bleibt nichts anderes übrig.

Könnte also der Volksvertreter von Morgen derjenige sein, der täglich sich stellt in den sozialen Netzwerken und der sich immer bemühen muss Antworten zu finden auf die Fragen seiner Wähler?

Das zeichnet sicherlich einige aus und wird den Reiz finden persönlich ins Gespräch zu finden.

Da werden sich über die sog. Netzwerke mitunter überregionale Gruppen finden, was mitunter ein Umdenken erfordert und die bisherige regionale Trennung fast wegwischt.

Der Dialog zum Bürger wird zu einer Ideenbörse, dem gegenüber steht mitunter der flügellahme Ortsverein.

Das allerdings ist nicht neu und mancher Ortsverein hat die Anpassung zu einer gegenseitigen Vernetzung verschlafen und zieht es vor die Gremien innerhalb der Partei als Pfad der Tugend in Anspruch zu nehmen, damit quittiert man seinen eigentlichen Auftrag.

Der wiederum ist mittlerweile ein anderer geworden, denn nichts ist unattraktiver als perfekte Vereinsmeierei, weniger Verein und mehr Ideen könnten eine Wiederbelebung sein.

Wenn aber Teile der Zivilgesellschaft den demokratischen Pluralismus über die sozialen Netzwerke benutzen, kommt dazu ein neuer Begriff eines Wir- Gefühls, denn der Bürger verankert nicht nur direkt sein Anliegen sondern fordert mitunter heraus.

Etwas mehr Herausforderung wagen, war allerdings nie ein Thema in den Gremien der Partei, mittlerweile laufen aber freie Netzwerke den Gremien dabei davon.

Es könnten sich dabei Strukturen einer ganz anderen Art entwickeln, innerhalb dieser wiederum kommt der persönliche Kontakt als der Wunsch aller irgendwann.

Daraus kann man ableiten, Versammlungen werden also anders verlaufen, wo das Wir- Gefühl vor dem Parteibuch stehen kann und wobei die spontane Debatte eine langfristig angelegte Tagesordnung zu Nichte machen könnte.

Der Bürger entdeckt das eigentliche Stück der politischen Freiheit, vor der Einbindung des Bürgers kommt die Einladung, dazu könnten die Hausbesuche der Schritt gewesen sein.

Sind also Hausbesuche die Weiterentwicklung eines Dialoges der von den sozialen Netzwerken angetrieben wurde oder sind sie die Wiederentdeckung einer alten Tradition?

Das eigentliche "Wir- Gefühl" hatte eine lange Tradition in der linken Familie, nur beachtete man das über fast 1 Jahrzehnt zu wenig, was auch immer dazu den Anlass gab damit begann die sog. Entfremdung.

Die Entfremdung nicht nur zum Wähler, den man mitunter überforderte sondern gleichzeitig entfremdeten sich nicht wenige von der alten und erfolgreichen linken Familie.

Wir stehen also mit beiden Beinen vor einer neuen Zeit, in der der Bürger beachtet und ernst genommen werden möchte, vielleicht folgt die Bewährung der linken Familie und damit kommt Sinn in das „Wir- Gefühl“.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 13. Oktober 2013 um 03:24 Uhr  

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