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Die Wettbewerbskrise

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Die Krise im Euro- Raum ist auch eine Wettbewerbskrise und dazu trug die Bundesrepublik Deutschland bei.

Nur die Kapitalismuskritiker wählten für ihre Demonstrationen die falsche Adresse, da gibt es mittlerweile unheimliche Allianzen, von rechts bis links, die wiederum übersehen den eigentlichen Grund dieser Krise.

Es ist nicht die Politik der EZB , bzw. der Bundesbank die den Euro stabilisieren will sondern die Politik im Kanzleramt, mittels dieser Politik kam es erst zu der europäischen Wettbewerbskrise.

Von der Bundesrepublik Deutschland geht nämlich die europäische Wettbewerbskrise aus, d.h. hier praktiziert man eine Wirtschafts- und Finanzpolitik und setzt damit Zeichen, wo manche Staaten verzweifeln müssen.

Manches Euroland kann da nicht konkurrieren, das zeigt ein Beispiel: Es sind die Exportüberschüsse, die gibt es fast nur in Deutschland alle anderen Staaten verzeichnen hier Defizite.

Komischerweise sind die Deutschen noch stolz darauf und hinterfragen den Grund dessen nicht.

Man serviert dem staunenden Zuschauer in der Republik dieses als die Stärke Deutschlands, die Kanzlerin meint stets, nur damit kann man auf dem Weltmarkt bestehen.

Zudem möchte man diese Idee noch exportieren, den man meint, sie sei gut.

Es stellt sich die Frage, was ist eigentlich gut daran? Mitunter ist es nämlich nicht die Qualität dieser Produkte, sondern die niedrigen Kosten im Herstellungsprozess.

Das heißt allerdings, man betreibt in Deutschland ein Lohndumping um international wettbewerbsfähig zu sein.

Lohndumping heißt einfach ausgedrückt, man senkte gezielt die Arbeitskosten.

Für mich ist das eines der Grundübel der letzten Jahre und das wird sich über Jahrzehnte noch sozialpolitisch auswirken, wird innerhalb der Gesellschaft mehr spalten als der konstante Bezug zu der Hartz- Gesetzgebung.

Eigentlich kann es doch kein Zufall sein, denn noch vor der Einführung des Euros, öffnete man in der Bundesrepublik den Arbeitsmarkt für ein Lohndumping.

Es begann fast ein Jahrzehnt zuvor mit dem baskischen Kostenkiller, der von Opel zu VW wechselte.

Nun haben wir nicht nur einen wachsenden Markt von Leiharbeitern und dazu den Niedriglohnsektor, den fehlenden gesetzlichen Mindestlohn sondern auch noch ein vollzogenes Lohndumping in fast allen Bereichen.

Das ist kein Zufall, sondern unter dem Schutz des Euros erst zur Blüte gereift, betrachtet man das anders herum, dann kann man durchaus sagen: Deutschland hat mit dieser Politik den Euro abgewertet.

Nach wie vor allerdings sind Deutschlands Manager realitätsblind, sie weigern sich die Folgen zu sehen, sie verschließen ihre Augen vor der steigenden Altersarmut und preisen sogar noch die Politik der Agenda 2010 als den Exportartikel für die Krisenstaaten im Euro- Raum.

Das mag für manche Meinungsmacher auf den ersten Blick logisch sein und mancher im Volk ist von dieser Idee überzeugt, denn schließlich sind wir ja wer.

Zudem vermischen hier manche Manager die BWL mit der VWL, denn die Gesetze innerhalb der Betriebswirtschaft besagen: „ Kann ein Unternehmer nicht konkurrieren, muss er Kosten und Preise reduzieren.“

Denen muss man allerdings sagen, der Staat ist kein betriebswirtschaftlich geführtes Unternehmen und dieses muss man allen Haushältern hinter ihre Ohren schreiben, egal von welcher Partei sie sind, das gilt von Carsten Schneider bis Wolfgang Schäuble.

Volkswirtschaftlich bedeutet das nämlich, mittels des Lohndumpings wird Europa nicht reicher sondern ärmer und damit sinkt die Binnennachfrage.

Wenn ein Staat in Europa zum Sparen gezwungen wird, werden Freisetzungen vollzogen und Gehälter gedrückt, was folgt ist eine reduzierte Nachfrage.

Jeder der in den ersten Semestern der Nationalökonomie diese Theorie aufmerksam verfolgte, wird sich erinnern, an den Effekt.

Es besteht der Ansteckungseffekt, vergleichbar mit der Schulklasse in der die Grippe ausbricht.

In der Nationalökonomie bedeutet nämlich eine gezielte reduzierte Nachfrage mehr, die Korrektur in der realen Wirtschaft.

Das bedeutet, manches Unternehmen bleibt auf seinen Produkten sitzen, dann gibt zunächst die bekannten Rabattschlachten und enden im Ausschlachten.

Man nimmt Produktionslinien vom Markt, verlagert in Billigländern oder konzentriert sich, was wiederum Folgen hat.

Eine Folge ist man investiert nicht mehr, die Nachfrage nach Investitionsgütern geht rasant zurück, was wiederum Folgen haben kann.

Eine Folge ist, der überalterte Maschinenpark in Klein- und Mittelbetrieben und hier setzt die Verdichtung der Arbeitsleistung statt.

Was die Maschine nicht leisten kann fordert man vom Worker, man überträgt die Verantwortung und das wiederum hat soziale Folgen.

Das Spiel funktioniert allerdings noch ungebremst, denn diese sog. marktkonforme Sozialpolitik schaffte eine Nachfrage nach Arbeitsplätzen.

Das System funktioniert also nur, wenn man gefügige Arbeitswillige dazu findet, denn wie meint man auf Unternehmerseite?

„ Sozial ist das, was Arbeit schafft.“

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Oktober 2013 um 03:18 Uhr  

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