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Fairness kommt vor nobler Armut

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Was werden uns die nächsten 4 Jahre bringen?

Man wird sicherlich nicht aus Fehlern lernen, denn fast alle gewählten Abgeordneten werden weiterhin meinten, sie sind fleißig und gut.

Das allerdings alleine genügt nicht im Betrieb des Parlamentarismus, sondern im Parlament sollte sich das Volk erkennen.

Dabei geht es weder um Darstellungen sondern stets um einen grundsätzlichen Kurs, der dem Willen des Volkes verpflichtet sein sollte.

Politischer Stillstand ist dabei fehl am Platze, ebenso ein Mitregieren um damit sich einzubringen.

Es geht letztlich um den Kurs, einen Kurs innerhalb der Gesellschaft, den das Volk monatlich spürt.

Wenn man einen Haushalt ausgeglichen haben möchte sollte man Fairness anwenden, die Last verteilen und nicht mittels jeder noch so notwendigen Sanierung die Arbeitnehmer belasten.

Wobei wir uns einmal die Frage stellen müssen, was verstehen wir derzeit unter „ den Arbeitnehmer“?

Hier setzte innerhalb von wenigen Jahren sich eine Ideologie durch, die den Vorstellungen nicht mehr entspricht, man experimentierte und justierte.

Mit dem Ergebnis, eine Spirale der Verarmung wurde vielleicht unbewusst aber konsequent in Gang gesetzt.

Das Problem ist mittlerweile vielschichtiger als mancher Politiker meint, man ermöglichte Freiheiten dessen Nutzen allerdings kontraproduktiv waren.

Man klammerte zu viel aus indem man auf die regulierenden Kräfte des Marktes setzte, so kann man den erkennbaren Wildwuchs erklären.

Dieser Wildwuchs treibt etliche direkt in die Armut.

Wir benötigen in den kommenden Jahren die Armutsdebatte, wir müssen Armut auch die politische Agenda setzen.

Das Spiel, was man mal anpfiff innerhalb der Sozialversicherung „ jung gegen alt“ ist in eine andere Liga abgestiegen.

Es ist nun einmal eine Tatsache, es gibt sie die Altersarmut in diesem Lande und wer die noch immer gegen die jungen Menschen ausspielen möchte, der läuft ziemlich blind durch das reale Leben.

Das reale Leben von Familien in unserem Land zeigt einerseits bereits Faktoren der Kinderarmut.

Wenn ein Staat es zulässt, seine Kinder in Armut zu erziehen hat der Staat seine soziale Verantwortung verspielt.

Aus armen Kindern werden meistens chancenlose Jugendliche und chancenlose Jugendliche werden kaum versicherungspflichtige Beschäftigungen finden.

Genau das ist das Problem unserer Sozialversicherungen, man klammert in manchen Regionen bis zu 25% der Jugendlichen aus.

Teilweise beschäftigt man sie sinnlos innerhalb irgendwelcher Qualifikationsmassnahmen und andererseits gewährt man Unternehmen immer noch Praktikanten ohne Versicherungsschutz und Vergütung zu beschäftigen.

Es ist die gesellschaftliche moralische Mausefalle, in der sich mind. 20% eines Jahrganges befindet.

Nimmt man dazu noch die Zahl der Geringfügig Beschäftigten, also die sog. 400 Euro Jobs, die ein Jugendlicher nimmt um überhaupt ins Arbeitsleben zu finden, erkennt man einen Trend.

Manche Branche expandiert mittels dieser Jobs, nicht nur in der Gastronomie und in den Biergärten, sondern mitunter an den Tankstellen an den Frischbackstellen und in den Spätverkaufsstellen.

Werden letztere noch betrieben in einer Art der Familienmafia, so passiert für die kommenden Jahre gar nichts, man tanzt auf einem Vulkan.

Dieser Tanz auf dem Vulkan ist das Ergebnis einer falsch ausgelegten Liberalisierung, es ist nicht die dargestellte sog. Ergänzung sondern es wurde zum Alltagsgeschäft.

Es rächt sich nämlich an der Staatskasse, reich wird damit eigentlich niemand sondern man überbrückt eine Zeit und diese wiederum kann dauern.

Diese Zeit wird vielen fehlen im Versicherungsverlauf und somit wird die Armut sich vermehren, was man derzeit praktiziert nennt man die noble Armut in unserem Lande zu stabilisieren.

Wir müssen uns in den kommenden 4 Jahren intensiver mit dieser sichtbaren noblen Armut beschäftigen, denn derzeit ist bereits jeder 4. Bürger in unserer Republik armutsgefährdet.

Wir müssen also Ross und Reiter nennen von Unternehmen, ob es nun kleine sind- die ihre Familie ausbeuten oder Großunternehmen die gezielt Hungerlöhne zahlen.

Sie gehören an den gesellschaftlichen Pranger, das betrifft manchen Versandhandel und auch manchen Bio- Supermarkt, der sich rühmt ehrenamtliche Kräfte zu beschäftigen.

Sie stabilisieren die noble Armut und fördern somit die fortschreitende Altersarmut.

All das funktioniert sicherlich nicht nur mit Verboten, doch wäre eine Kontrolle stets angebracht, nicht nur die amtliche der Gewerbeaufsicht sondern die gesellschaftliche.

Eine aufgeschlossene Zivilgesellschaft sollte manchem Unternehmen die rote Karte zeigen, dann kommen auch Politiker aus ihrer Denkung.

Es muss ein Prozess der Reformen beginnen, der die Verantwortung zum Sozialstaat beinhalten sollte, es kann eine Schwelle sein zu einer zukünftigen Ausrichtung.

Dazu benötigt man allerdings Ideen, eine wäre der flächendeckende Mindestlohn, eine weitere wäre die Tariftreue einzufordern und die 400 Euro Jobs einzugrenzen.

Eine weitere Idee wäre das Bedingungslose Grundeinkommen schrittweise einzuführen, wobei die Auswirkungen noch zu diskutieren sind.

Wir kommen nicht an Prozesse vorbei, die den Wildwuchs der angeblichen Freiheit des neoliberalen Marktes diesbezüglich einschränken werden.

Wir benötigen nicht den überforderten Selbstmanager, der den DAX- Wert analysieren kann aber auf seinem Konto stets das Minus hat.

Wir benötigen ein Leben in einer sozialen Sicherheit, denn nur die gibt uns Stabilität und daraus könnte jene Energie folgen um die Zukunft zu meistern.

Innerhalb der kommenden 4 Jahre muss der Mehrwert des Menschen im Vordergrund aller politischen Handlungen kommen, sonst passiert etwas was sich nicht nur in eine geringere Wahlbeteiligung messen lässt, sondern das wovor Gesellschaftswissenschaftler warnen: Die Abkehr der Bürger vom Staat.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 07. September 2013 um 03:09 Uhr  

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