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Laßt euch nicht von Frau von der Leyen einnullen

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Die eigentliche Entfremdungsmaschinerie setzt sich in Aktion wenn man einerseits Klienten bedient und andererseits nach politischen Mehrheiten sieht, dabei kommen gesellschaftliche Tendenzen leider nicht auf die Tagesordnung.

Das Thema ist leider wieder so aktuell geworden, wie um die Jahrtausendwende sich es darstellte, einerseits geht die typische Beschäftigung von Arbeitnehmern nach wie vor zurück und andererseits zerredet das Arbeitsministerium das Problem.

In diesem Hause gilt wohlweißlich immer noch der Satz „ sozial ist das, was Arbeit schafft“, man weigert sich die reale Situation zu interpretieren.

Alle hochgejubelten Aktionen, wie z.B. Bürgerarbeit bundesweit durchzuführen um damit die Arbeitslosenquote in manchen Regionen zu senken erwies sich als eine bessere ABM Aktion.

Das Fazit lautet: man schweigt lieber darüber und entlässt die betreffenden Menschen wieder in die Masse der ALGII Bezieher.

Was mehr oder minder die Nettonachfrage in dieser Republik senken wird, unsere derzeitig noch relativ beständige Nettokaufkraft basiert allerdings bereits heute schon auf einem unstabilen Fundament.

Es gibt Berechnungen, die besagen dass ein Durchschnittsverdiener in Deutschland kurzfristig mit mehr als 3000 Euro im Minus sich befindet.

Können das all jene sein, mit denen die Banken ihre Geschäfte machen, die fast jeden Monat den Dispokredit ausschöpfen oder erfasste man die in dieser Berechnung noch nicht?

All das ist das Resultat einer Lohn- und Gehaltsdrückerei, der Trend nach unten begann mit der Wiedervereinigung, die Entdeckung der Spirale im Rückwärtsgang.

Einerseits waren es die gedeckelten Lohnzuwächse über mehr als einem Jahrzehnt, wo man das politische Ziel anderes definierte, wo die Haushaltssanierung vor der Vergütung von Mitarbeitern stand und andererseits war es die Öffnung zum liberalen Arbeitsmarkt.

Damit verfolgte man die relativ hohe Arbeitslosenquote zu senken, was einerseits nachvollziehbar ist, erwies sich allerdings zu einem volkswirtschaftlichen Flaschenhals.

Man unterlief bestehende Tarifverträge und formte den Arbeitnehmer zum Manager der eigenen Person.

Die Schleuse zum Einstieg bzw. Wiedereinstieg in die Berufswelt bekam mehrere Kammern, das unbezahlte Praktikum, die Teilzeitarbeit, die Leiharbeit und untertarifliche Vergütung.

Das Heer dieser Beschäftigten im Kleingewerbe, im Handel und Verkauf, in der Gastronomie, in der Kranken- und Altenpflege wurde zu einer flexiblen Größe, dessen Wert man ökonomisch abstufte, indem man jene wiederum messbar mit den sog. Minijobbern verglich.

Was eigentlich gar nicht vorgesehen war, die erste Tätigkeit sollte der Vollzeitjob sein und die geringbezahlte Beschäftigung sollte fallweise einer Ergänzung dienen, die man temporär bedienen könnte.

Es hat sich hier allerdings etwas verfestigt, der Jobanstieg basiert auf diesen unteren Lohngruppen und damit eröffnet man die Abwärtsspirale.

Der Trend ist mittlerweile eindeutig, jeder Wiedereinstieg ist ein finanzieller Abstieg für den Betroffenen geworden.

Was das allerdings für Folgen haben kann, werden wir noch alle spüren, vor mehr als 10 Jahren begann für mich eine Entfremdung von führenden Köpfen in der damaligen SPD, denn man erkannte das gesellschaftliche Problem nicht.

Sanierungen welcher Art auch immer, treffen in der Ökonomie stets indirekt den Arbeitnehmer.

Vor mehr als 1 Jahrzehnt setzen manche ihre Hoffnungen auf die sog. Pioniere in den Stadtteilen, man nannte das den Schub in die Selbstständigkeit, den Ideen der Menschen ihren Freiraum geben.

Die Pioniere nahmen sich ihre Freiheit, nur was kostete das der Allgemeinheit direkt über Finanzierungsanschübe und wen oder was verdrängten sie?

Zunächst verdrängten sie ihre sozialen Verpflichtungen, sie bedienten sich einer Freiheit und unterliefen einer Verpflichtung.

Man darf heute sagen, davon überlebten die ersten 5 Jahre nur 30%, 70% dieser Gründer ging nach 4 Jahren die Puste aus.

Zu den verbliebenen 30% gesellten sich allerdings stets Neue, ein Teil davon sind die sog. 1 Mann Betriebe, die fallweise auch Freie Mitarbeiter rekrutieren werden.

Ein weiterer Teil betreibt die eigene Selbstausbeutung, rechnerisch gesehen zu einem Stundenlohn eines Frisörs, nur es gibt mitunter für jene kein zurück.

Nur die wenigsten expandierten und schufen Dauerarbeitsplätze und ihre Geschäftsidee erwies sich als stabil. Was kann das wiederum für Folgen haben?

Man sollte sich teilweise heute bereits verabschieden von der Meinung, ein Unternehmen dieser Art ist eine Kapitalbindung und stellt einen Sicherungsfaktor dar.

Dem widersprechen die realen Anlagewerte, man operiert mit fixen Auftragsvolumen, mit Kundendateien und Eingangsprozessen.

Was niemals den Wert bei einer Veräußerung bringen wird, man übernimmt also kalt und zieht mit durch.

Das Gegenteil vom dem was wir kannten, die altbekannte Ortsschlosserei mit dem Meister, der sich zu Ruhe setzte und seinen Betrieb dem Nachfolger verkaufte.

Eine weitere Folge, all dieser Maßnahmen werden die Arbeitnehmer spüren, wenn sie in den Ruhestand gehen.

Dazu ein Beispiel: Ging vor 3 Jahrzehnten ein Arbeitnehmer mit 63 Jahren in den Ruhestand, hatte er im Schnitt 42 anerkannte Versicherungsjahre und war beschäftigt in der Epoche der Lohnzuwächse, hatte seine Frau damals typisch die 20 anerkannten Versicherungsjahre so war deren monatliche Rente um ca. 300 DM niedriger als der letzte durchschnittliche Verdienst.

In der Regel lagen die Renten damals für das beschriebene Paar bei 2700 DM monatlich.

Bei Wohnungsmieten um die 700 DM damit ließ sich etwas anfangen.

Erst danach, also Mitte der 80. Jahre beschnitt man die VWL, (Vermögenswirksamen Leistungen) die in Berlin beheimatete VBLU sowie eine gewollte Deckelung der Betriebsrenten.

Das erwies sich nach 1 Jahrzehnt bereits als den Nettoverlust einer Generation die in Rente ging, denn tatsächlich sank das vorhandene Vermögen der Rentner, innerhalb von 1 Jahrzehnt um mehr als 40%.

Betrachten wir einmal Zahlen von heute, in unseren Großstädten gibt es kaum noch 2 Zimmer- Wohnungen warm um die 500 Euro pro Monat zu mieten.

Das sog. Vermögen der Rentner ist wiederum geschrumpft, nur noch jeder 3. Rentner des Jahres 2013 erwartet den Zugang aus einer Kapitallebensversicherung.

Interessant ist dabei das Verhältnis: Bei den Männer fast noch jeder 2. Rechnerisch jeder 1,5 ., bei den Frauen allerdings nur noch fast jede 5.

Die durchschnittliche Rentenhöhe lag bei den Männern im Jahr 2010 bei 1500 Euro netto und bei den Frauen um 700 Euro netto.

Im Jahre 2012 erfasste man im gleichen Einzugsbereich einmal Witwenrenten, die durchschnittliche Rente betrug etwas mehr als 1100 Euro pro Monat.

Im Januar 2012 stellte ich folgendes fest: Im Ausgangsbereich der Rentenversicherung des Bundes in Berlin, hatten 3 von 5 Antragssteller den Bogen für die Grundsicherung mit auf den Weg bekommen.

Eine Tendenz die eigentlich erschreckend ist, die aber leider nicht zur Kenntnis genommen wird.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. September 2013 um 03:33 Uhr  

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