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Der Militarismus

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Gibt es auf dieser Welt mehr Waffen als Kinderspielzeug?

Warum besitzen Staaten Streitkräfte, eine durchaus berechtigte Frage, die im Jahre 1955 in der Bundesrepublik Deutschland gestellt wurde und die Entscheidung zur Aufstellung der nationalen Armee nur mit der Mehrheit der Ewiggestrigen zu Stande kam.

Es entstand jene Armee die den Bürger in Uniform darstellen sollte, Generäle der Wehrmacht formten diese Bundeswehr.

Jede Armee dieser Welt ist der Waffenträger, Soldaten einer Armee tragen eine Uniform, eine Uniform ohne Waffe ist nur eine halbe.

Es ist durchaus möglich, dass diesbezüglich eine Abneigung meinerseits sich gegen Uniformen entwickelte, denn der letzte in meiner Familie war mein Vater der eine Uniform trug, er zog den Waffenrock der Wehrmacht am Frühlingsanfang des Jahres 1945 auf der Frischen Nehrung aus.

Das Tragen dieses Wehrmachtswaffenrockes erbrachte ihm fast 2 Jahre Lagerhaft in Sibirien.

Danach konnte er sehr wohl unterscheiden Uniformen und ihre Träger.

Nun sind Uniformen mitunter das Aushängeschild der Nation und ich wurde mal vor Jahrzehnten um Rat gefragt, es ging um das Aussehen der Polizei in den Ländern, meine Variante war das zivilere Erscheinungsbild, mir brachte das wiederum auch Kritik ein, eine Kritik mit der ich leben kann.

„ der Krüger in der schwarzen Robe hat nichts zu beurteilen“, das wollte ich allerdings auch gar nicht, sondern eigentlich nur das Leben etwas ziviler aussehen zu lassen.

Der Militarismus nämlich hat sich festgesetzt in dem Kopf von manchem Kleingeist dieser Republik, der Militarismus wiederum ist eine Macht.

Nicht mehr als jene Macht im Staat sondern unterschwellig als operierende Größe, nicht mehr der Reserve- Leutnant einer verblichenen Epoche sondern als Investitionsfaktor.

Hinter dem Begriff „ Militarismus“ steht heute eine Industriemacht, nicht mehr die von Gestern sondern jene die sich global in Stellung gebracht hat, die unser Bruttosozialprodukt beeinflusst und die Arbeitsplätze schafft.

Jetzt wird es interessant, wer hörte einmal schon von Kurzarbeit in der Rüstungsindustrie?

Also ist die Rüstungsindustrie der Wertschöpfungsfaktor dieser Republik und der damit vom Verkauf seiner Arbeit lebt, lebt mitunter nicht schlecht.

Zum Thema, denn diese Industrie hat eine vorbildliche Lobby, um das zu verstehen ein Beispiel: Ich hatte mal als unmittelbaren Vorgesetzten einen Dr. der Chemie, der war eigentlich nett, jung, dynamisch und erfolglos, wir beide hatten das gleiche Geburtsdatum 26.09. 1948 und waren allerdings so unterschiedlich, mir besagte das eine nichts und ihm das andere, dann offenbarte er mir: Unweit von Nürnberg würde er sich beruflich niederlassen, mir wurde klar wohin es ihm zog und nannte die Firma beim Namen.

Wir trafen uns danach in der Karwoche des Folgejahres im Heilig Geist Spital auf der Mitte der Pegnitz, „ der Militarismus kennt keine nationalen Grenzen“ sagte ich ihm und er nickte.

Denn wer fragt einmal, was passiert mit unseren ausgemusterten Waffen, sicherlich die lassen sich verhökern auf dem Weltmarkt, nur eigentlich ist der bereits gesättigt.

Man fördert die Nachfrage, indem man mittels Schmiergeld das Interesse weckt und dabei entpuppt der Rüstungskapitalismus sein eigentliches Gesicht.

Alles eigentlich nichts so schlimm, denn wenn man Rüstungsgüter exportiert, weiß man wohin.

Wer das glaubt ist allerdings naiv, denn manches Exportgut lässt sich mit relativ standarisierten Mitteln in Rüstungsgütern umwandeln.

Auch das ist bekannt und müsste eigentlich so allen Bild- Lesern bekannt sein, nur fragt man nicht im Springer Hochhaus „ woher kommen eigentlich die Geschosse“?

Dann liefern wir mal eine Antwort: „ Man kooperiert mit Staaten der Willigen und bezieht von denen das Futter.“

Zuletzt aktualisiert am Montag, 02. September 2013 um 03:21 Uhr  

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