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John Lanchesters " Kapital" und Richard Fords "Kanada"

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John Lanchesters Roman „ Kapital“, die eine Buchempfehlung und die andere ist Richard Ford „ Kanada“, beide Bücher sind u.a. erschienen in der Büchergilde Gutenberg.

Bleiben wir zunächst bei John Lanchesters „Kapital“, ein Buch was ich jedem empfehle zu lesen, denn es ist eigentlich unpolitisch trifft aber den Nerv unserer Zeit.

John Lanchester setzt sich in unserer Zeit mit all dem auseinander, was der Neoliberalismus anrichtete.

Er schreibt die Häuser und ihre Bewohner in einem Londoner Vorort, der Roman behandelt die Pepys Road.

In dieser Straße wohnen Menschen die nach dem Glück suchen und einer von ihnen ist Roger Yount, er ist ein erfolgreicher Banker.

Er bewohnt mit seiner Frau, die ganz andere Ansprüche entwickelte zusammen mit zwei Söhnen dort ein Haus.

Roger Yount erwartete die 1 Millionen Pfund als seine Jahresprämie, nur die erhielt er nicht und damit stürzte die Familie in eine Krise.

Die beschreibt der Autor fantastisch und der Leser muss dabei immer wieder schmunzeln, wenn alltägliche Dinge zum Problem werden.

Ins Haus nebenan zieht eine senegalesische Fußball Hoffnung namens Freddy Kamo, direkt aus Afrika mitsamt seinen Vater.

Man erfährt mehr über das Gehabe der britischen Fussballclubs und ist gebannt von der Hoffnung, ob Freddy den Durchbruch schafft?

Freddy verletzt sich ernsthaft und dann erlebt der Leser all das Spiel der Versicherungen, es kommt einem vieles bekannt vor, nur was möglich ist erfährt man in diesem Buch, man erfährt einiges mehr von den schmutzigen Geschäften der privaten Versicherer und ihrer Bedingungen.

Ein paar Häuser weiter wohnt immer noch Petunia Howe, sie ist eine ältere Dame die schon hier wohnte als Pepys Road eine einfache Arbeiterstraße war.

Am Beispiel von Petunia Howe lässt der Autor die Veränderungen eines Wohngebietes durch die Seeligmacherei des Neoliberalismus passieren.

Dann gibt es dort noch in der Straße den pakistanischen Kioskbesitzer und der wiederum gerät unter Terrorverdacht, es wird interessant.

Zudem treibt hier eine Politesse ohne gültige Arbeitserlaubnis ihr Unwesen, sie stammt aus Nigeria und schreibt hier Strafzettel, bis zu dem Zeitpunkt wo sie in Abschiebehaft kommt.

Zudem gibt es hier einen polnischen Handwerker, der nicht nur sein Handwerk versteht sondern ebenso manche Frau versteht, man nimmt Anteil an seinem Humor und all den Problemen.

Irgendwann allerdings tauchen Zettel in den Briefkästen der Bewohner auf und auf denen steht: „ wir wollen, was Ihr habt.“

Damit eröffnet der Autor seinen Lesern ein hochaktuelles Panorama, was unsere Gegenwart betrifft.

Das zweite Buch, „ Kanada“ von Richard Ford ist ebenso erschienen in der Büchergilde Gutenberg und widmet sich einer Familie in den USA.

Es ist ebenso zeitkritisch und zeigt die negativen Einflüsse des Neoliberalismus.

Diese Familie ist eigentlich typisch amerikanisch, denn sie hat verschiedene Wurzeln, die jüdische Mutter der Kinder und der Vater, der aus der Armee ausschied.

Man erfährt als Leser mehr, was vorgeht in Menschen die zurück in den Zivilberuf gehen müssen, vom illegalen Handel mit Rindfleischhälften, von der Abhängigkeit zu den illegalen Tätigkeiten der Indianer und von drückenden Geldsorgen.

Vom Plan wie man eine Bank überfällt, der Banküberfall an dem Vater und Mutter beteiligt waren und über das weitere Schicksal der Kinder.

Der Junge wird fast zu einem Held, denn seine Mutter veranlasste noch im Gefängnis, dass er nach Kanada sollte und hier erlebt er die schmerzvollen Passagen in die Welt der Erwachsenen.

Beide Bücher sind die Empfehlung, sie dienen hintergründig als das Argument, dem Neoliberalismus seine Unmenschlichkeit zu beweisen.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 31. August 2013 um 04:28 Uhr  

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