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Der Wahlkreis Kreuzberg/Friedrichshain

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Der Bundestagswahlkreis Berlin Kreuzberg/Friedrichshain ist zwar ein durchaus linker, aber für die SPD bereits über Jahre ein verlorener.

Diesmal wagt die SPD etwas, etwas was unter dem neuen SPD Landesvorsitzenden möglich wurde, an die linke Tradition des Wahlkreises anknüpfen.

Allerdings braucht diese Tat seine Zeit, denn beide Stadtbezirke sind von der Spree getrennt und jenseits der Spree in Friedrichshain tat sich die SPD mitunter schwer, mittlerweile sind jedoch beide Stadthälften nahezu im Umbruch sich modern, vorteilhaft und offen zu zeigen.

In den ersten Bundestagswahlen in Berlin gab es noch den anderen Wahlkreiszuschnitt, zuvor allerdings wurden Berliner Bundestagsabgeordnete nur indirekt vom Wähler gewählt.

Am Tage der Bundestagswahl trat das Berliner Abgeordnetenhaus zusammen und wählte aus seiner Mitte die Berliner Abgeordneten.

Gewählt vom Berliner Abgeordnetenhaus wurde stets der junge und dynamische Sozialdemokrat Gert Wartenberg.

Er kam aus der großen Kreuzberger linken sozialdemokratischen Querdenkerfamilie, sie hatten das gleiche politische Fundament, Walter Momper, Peter Strieder und Gert Wartenberg.

Links von ihnen war wenig Platz, der ehemalige Kreuzberger Juso „ Christian Ströbele“ setzte seine politische Arbeit in der Alternativen Liste fort, die spielte allerdings noch keine wesentliche Rolle.

In den ersten Bundestag nach der Wiedervereinigung beider Stadthälften nannte sich dieser Wahlkreis „ Kreuzberg/ Schöneberg“, beide Bezirke waren einmal Arbeiterhochburgen und die SPD stellte den Genossen Neumann auf.

Der stand für einen Typ zwischen sich darstellen und des Parteisoldaten rechts von den linken in der SPD, es war nicht überraschend dass der Genosse Neumann direkt gewählt wurde.

Nur eröffnete sich innerhalb der Legislaturperiode ein Fiasko, der Abgeordnete stolperte über sich selbst, wie das endete kann man nachlesen.

Wie nun 1994 ein Diepgen getreuer und eigentlich blasser Politiker aus den Reihen der CDU hier zum Erfolg kam, ist heute vielen noch rätselhaft, aber er war da, der Mann der auf dem Wahlplakat seinen Hinterkopf zeigte und darunter schrieb auf den Weg nach vorn.

1998 hatte sich das erledigt, die CDU wurde hier im neuen Wahlkreis zu einer Minderheitenpartei, wobei die FDP hier nicht mehr existiert.

Der neue Wahlkreis zeigte eine Mischung aus sozialdemokratischer Tradition, aus demokratischer Offensive und aus einem gesellschaftlichen Paroli.

Das relativ bunte Kreuzberg hatte eine bewusste Zivilgesellschaft hervor gebracht und dieses Selbstbewusstsein der Bürger dehnte sich über die Spree hinweg aus.

Die Sozialdemokratie schickte zweimal hintereinander vergeblich ein Protektionskind ins Rennen, was immer weniger an Zustimmung beim Wähler fand, der fand nur Zustimmung innerparteilich an seiner Darstellung.

Mittlerweile ist dieser Wahlkreis eine Hochburg von Christian Ströbele geworden, wobei sich manche Grüne sich hier nicht grün sind, nur steht Ströbele unangefochten da.

Streit gibt es nur um den Platz 2, denn den Linken gelang es ihre Bewegung mehr nach Kreuzberg zu übertragen als der SPD ihre Gedanken von Kreuzberg nach Friedrichshain.

Der Start zum Wechsel ist zwar der Sozialdemokratie gelungen, nur gegen den politischen Flurschaden welcher auch seitens des Protektionskindes hinterlassen wurde, lässt sich evtl. in 4 Jahren Früchte einfahren.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 25. Juli 2013 um 03:29 Uhr  

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