Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Die Gefahr liegt bei den Selbsttäuschern

Die Gefahr liegt bei den Selbsttäuschern

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Vier Jahre nach dem 23% Reinfall können wir wieder eine Bundestagswahl vergessen, denn die Selbsttäuscher befinden sich immer noch in Positionen und der Wähler neigt zur negativen Quittung.

Es genügt eben nicht mehr besser sein zu wollen, sondern es fehlt die eigene Politik.

Es fehlt die Alternative, nicht in der Person sondern in der Überzeugung, nicht im Jubeln unter einer Parteitagsregie sondern zu den Belangen des Volkes.

Sieht man das wachsende Spektrum der Nichtwähler, auch zur Bundestagswahl will mehr als ¼ der Wähler seine Stimme den Parteien nicht geben.

Das erklären manche als Unvernunft, besser wäre es dieses allerdings mit Verdrossenheit zu beschreiben.

Verdrossenheit entsteht meistens durch eine erlebte Enttäuschung und endet damit, dass sich der Enttäuschte abwendet. Ich möchte in meinem Leben noch die Partei erleben, die sich der Enttäuschten annimmt, bisher wagt das nicht einmal die SPD.

Macht man eine Parteipolitik und nimmt ¼ der Wähler als unerreichbar als gesetzt, könnte man sich vorher mit 20 + X % aufgeben andererseits kann man fragen, wo sehen eigentlich die Wahlkampfmanager das Spektrum in unserer Gesellschaft was der SPD einen Zuwachs an Stimmen bringen kann?

Wo man von der Zentrale aus sagt, mit den Ultraroten will man nicht, wo nicht nur die Basis sagt, mit dieser FDP machen wir uns lächerlich.

Wenn eine Wahlbeteiligung von 75% vorliegt, bedanken sich am Abend des 22. September wieder alle Parteivorsitzenden beim Wähler, doch niemand fragt, warum gingen 25% nicht zur Wahl? 75% der Wähler ist demzufolge eine überparteiliche konstruktive Größe, zieht man davon 3 bis 5% jener ab, welche die Sonstigen wählen fallen 70% der Wähler auf die im Bundestag vertretenden Parteien.

Die wiederum zum Grundgesetz und den Verfassungen der Länder stehen, ein Optimum der Demokratie.

Allerdings klammert das Willy Brandt derzeit davon mehr als 7 % aus, plus jene 5 % die man allgemein als Schmuddelkinder der Republik bezeichnen kann.

Es stehen also 58% nur zur Verfügung, bezogen auf 100% der Wahlberechtigten.

Wir reden immer noch über Wahlberechtigte, denn das „ Wir“ entscheidet und man sollte um jede Stimme kämpfen.

Von diesen 58% umfasst das eigene Lager ca. 18%, in Wählerstimmen werden das zw. 25 und 27% sein.

Man unternimmt also einen Wahlkampf um die Gunst jener 40% von Allen.

Begeistert ist das also nicht, wenn man andererseits sieht es könnte durchaus linke Mehrheiten geben, von den Unionsparteien kann nur der Direktkandidat mehr an Stimmen holen als die Partei, der SPD wird es schwerfallen auf dem Sektor Zweitstimmen der Union das Feld streitig zu machen.

Um diesen Fehler aufzuzeigen sollte man sich an die Zeit von vor 2 Jahren erinnern, damals gelang es der SPD nicht, trotz Wahlerfolge in den Bundesländern sich von Altlasten zu befreien.

Der zukünftige Partner der SPD, die Partei der Grünen schaffte es mittels einer intensiven Diskussion sich von Altlasten zu befreien, was einerseits nicht ganz gerecht ist, denn die Grünen hängen ebenso drin nur der Wähler nahm sie als die Opposition ernster.

Ernster sollten wir allerdings auch wieder die Partei „ die Linke“ nehmen, denn sie ist auf dem besten Wege wieder die Regionalpartei des kleinen Mannes im Osten unserer Republik zu werden und drängt dort, wo sie in der Region verankert ist die Grünen aus ihrer eigentlichen Rolle.

Der Wähler hat vielleicht in den letzten 4 Jahren die SPD nicht ernst genommen und damit stabilisiert sich etwas, die Angst der führenden Sozialdemokraten vor einer intensiven Zivilgesellschaft.

Politisch bezeichnet man das als eine Berührungsangst, erkennbar am Magnet Attac.

Gesellschaftliche Magnete die aus einer Bewegung von unten kommen lassen mitunter Sozialdemokraten außen vor, man befindet sich mitunter durchaus noch in der Ära eines Lehrmeisters Schröder, der die Gewerkschaften außen vor lassen wollte.

Politik ist nicht alleine jene stets herausgestellte Überzeugung sondern sollte auch Optionen offenhalten, nicht zu den Unionsparteien sondern zur Zivilgesellschaft.

Erst wenn das Thema erfolgreich vom Reparaturbetrieb SPD abgeschlossen würde könnte es den Schub für die Sozialdemokratie geben und damit ließen sich Wählerschichten ansprechen.

Andererseits sollte man nicht verlangen, dass welche die man bewusst außen vorließ von sich wieder zur SPD finden werden.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 17. Juli 2013 um 03:14 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 335
Beiträge : 5750
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14239251

Verwandte Beiträge