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Die SPD kann es schaffen!

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22% bei der letzten Forsa-Umfrage für diesen Sonntag.

Trotzdem würde die Regierungskoalition auch bei diesem katastrophalen SPD-Abschneiden bei der Bundestagswahl nur knapp vor dem Rot-Grünen-Bündnis liegen.

Die Stärke der Regierungskoalition ist vor allem die Schwäche der SPD. So unbeliebt war die Partei noch nie!

Woran liegt es?

Eine Partei des linken Spektrums, welche die richtigen Themen besetzt hat, schneidet in einer gesellschaftlichen Atmosphäre, wo alle anfangen eher links und sozial zu denken, so katastrophal ab?

In Wirklichkeit ist die Katastrophe aber nicht so groß, wie man denken möchte.

Wenn die Gesellschaft weiter nach links rückt, gehen viele Wählerwanderungen über die SPD hinaus zu den Grünen und zu den Linken.

Die Mitte, die viel beschworen ist und genauso schlecht zu definieren, wie ein „Dingsbums“ kauert aber zu ca. 80% bei der CDU in Sicherheitsposition.

Die Leute dort, möchte man meinen, haben vor allem den Wunsch, das alles so bleibt, wie es ist, weil sie irgendwie der Meinung sind, von der derzeitigen Politik zu profitieren.

Nun wäre es an der SPD deutlich klar zu stellen, dass es eben nicht so bleibt, wie es ist, auch nicht unter Merkel!

Genau das tut der Kanzlerkandidat aber leider nicht und bleibt deshalb ebenso undefiniert, wie seine Gegenspielerin und ihr Klientel.

Es fehlt in der SPD von Steinbrück schlicht und einfach an Oppositionsgeist!

Oder hat die SPD keine Phantasie?

Die Schwäche im Euro-Raum wird natürlich in Kürze auch Deutschland erfassen, dessen Arbeitnehmer dann wenig zuzusetzen haben, wenn die Wirtschaft schwächelt.

Das Lohnniveau ist weiterhin zu niedrig, um die Binnenwirtschaft zu stärken und eine Gegengewicht zum erwarteten Exporteinbruch zu schaffen.

Genau anders herum wird Merkel vorgehen.

Sie plant eine Fortsetzung der Angebotspolitik unter der Bedingung weiter verbilligter Arbeit.

Dafür sind drei wesentliche Elemente richtungsweisend.

Die Krise treibt zunehmend gut qualifizierte europäische Arbeitskräfte nach Deutschland, die ein Überangebot und damit eine weitere Verbilligung der Arbeit erzeugen.

Die Lebenshaltungskosten sind in Deutschland im europäischen Vergleich moderat, was diesen Trend weiterhin möglich macht.

Außerdem plant die Regierung Merkel die Hartz IV Sätze weiterhin zu senken, um den Anreiz auch die schlechteste Arbeit aufzunehmen, noch zu erhöhen.

Hinter vorgehaltener Hand sind Kürzungen von bis zu 30% im Gespräch.

Eigentlich ist das eine Bombe, mit der man die Regierungskoalition in kürzester Zeit in ihre sozialen und unsozialen Anteile zerlegen könnte.

Die Fairness im politischen Business verbietet es aber, die Kanzlerin auf solche Plane anzusprechen, sie verbietet auch Unterstellungen bezüglich dieser „hidden agenda“.

Die SPD hat das Problem, dass sie immer noch mental in der Regierung sitzt und frei nach dem Motto: „Opposition ist Mist“ lieber mit der Regierung Merkel zusammen arbeitet, als beispielsweise mit den Linken.

Diese und nur diese mentale Struktur ist es, welche die SPD unfähig zu einer echten Oppositionsarbeit macht und für linke Wähler in einem ganz breiten Spektrum unwählbar macht.

Die derzeitigen Alt-Funktionäre sind nicht bereit, den Bürgern reinen Wein einzuschenken.

Fazit: Wer keine Opposition macht, wird auch nicht regieren!

Wenn die SPD-Funktionäre das verstehen würden, könnten sie diese Wahl mit Leichtigkeit für sich entscheiden.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 20. Juni 2013 um 13:17 Uhr  

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