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Die Wertigkeit der Arbeit, ein Stück Gerechtigkeit

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Die Wiederentdeckung der Wertigkeit, ist ein Stück der Gerechtigkeit und das nicht nur in der Arbeitswelt, sondern die Wertigkeit ist der Faktor welcher den Wert der Arbeit definiert.

Den Wert der Arbeit herausstellen war mal ein Programm der VWL, auch das geriet in Vergessenheit, denn die vom Neoliberalismus geprägte BWL setzte mehr auf die Rentabilität.

Damit verglich man und vollzog Tatsachen, Rentabilität ist ein Rechenergebnis was in der Tat den Wert eines Workers unterläuft.

Sprechen wir einmal über die Wertigkeit einer Arbeit, das funktioniert nur wenn man diese Arbeit mit einem Inhalt füllt, dann ist die Arbeit wieder etwas wert, wer sein solches Gefühl hat der wird niemals von einem Job sprechen, sondern von meiner Arbeit.

VWL ist allerdings der Stoff der Klassiker, die Klassiker der modernen Ökonomie waren allerdings mehr Gesellschaftswissenschaftler und hatten ein Bezug.

Sie bezogen innerhalb der Wertigkeit sich auf sog. Tätigkeitsfaktoren, die wiederum stellte man heraus als einen Bezugswert und damit erzeugte man Gerechtigkeit im Sinne der Ökonomie, Anreiz bei der Arbeit um aufzusteigen sowie Transparenz.

Begriffe die uns aus dem Ruder liefen, allerdings erzielte man damit das Gegenstück von allgemeiner Zufriedenheit.

Die Tätigkeitsfaktoren waren rechnerische Bezugsgrößen im unternehmerischem Handeln, daraus entwickelten sich die Eingruppierungsmerkmale der Tarifverträge.

Die von den Klassikern beschriebene Wertigkeit ging allerdings darüber hinaus und alleine das wäre heute empfehlenswert, Zahlungen an jene wenige in den oberen Etagen einer Wertigkeitsanalyse zu unterziehen.

Nun lassen wir diese Theorie und bringen das klassische Beispiel aus längst vergangenen Hochschulzeiten.

Das Beispiel ist der Busbahnhof der Städtischen Verkehrsgesellschaft, nehmen wir den in einer Kreisstadt, denn vielleicht gibt es dort nur einen.

Gesehen haben wir den bereits alle schon einmal, zum Busbahnhof gehört das Depot und ohne dieses Depot funktioniert es nicht.

Bezeichnen wir das als Betriebshof, der hat eine technische und eine kaufmännische Verwaltung.

Bleiben wir zunächst beim Bus, der hat den Chef als Fahrdienstleiter, den Fahrzeugführer sowie den Transportservice. Dafür setzen wir nun Bezugsgrößen ein, die sog. rechnerischen Faktoren.

Gegen wir dem Fahrzeugführer den Faktor 1, wie viel ist der Fahrdienstleiter wert, da müsste der Faktor zunehmen und beim Transportservice abnehmen.

Den Ausschlag gibt der Wert der Arbeit und das sind Qualifikationen und die Leistung, macht man das richtig so kann der Faktor um 1,2 bis 1,5 zunehmen und auf 0,5 auf der anderen Seite fallen.

Widmen wir uns jetzt dem Betriebshof zu, da gibt es den sog. Platzmeister, der nimmt an, der Rangierer fährt zum Stellplatz und dort wird entschieden. Reinigung, Wartung, Reparatur oder Instandsetzung.

Nun kommen wieder die Faktoren ins Spiel, wir beziehen uns mit Faktor 1 auf den Fahrzeugführer, ist der Wert der Arbeit die der Platzmeister verrichtet höher?

Er entscheidet und dazu benötigt es Wissen, das Wissen erhöht den Wert auf den Faktor um 1,5.

Der Rangierer vollbringt etwas, benötigt aber auch wiederum eine Qualifikation, zwar nicht die eines Streckenfahrzeugführers aber ohne ihm läuft hier nichts, ist der Faktor 0,7 nun gerecht?

Nun folgt die Wartungs- und Reinigungsarbeiten, das war mal so- diese Arbeiten wurden ziemlich schnell dem neoliberalem Gedankengut geopfert, man unterbot die eigentlich bereits in der Wertigkeitsskala niedrig geführte.

Das waren Arbeiten, die mitunter unterhalb des Faktors 0,5 lagen, allerdings erkannte man das und mancher Beschäftigte sah das nur als den Einstieg ins Unternehmen an.

So nun für Euch, der radikale Schnitt erfolgte hier, man lagerte aus und diese Tätigkeiten machen Subunternehmen.

In diesen Subunternehmen gibt es für einen Arbeiter kaum Aufstiegschancen, denn hier kommt die betriebswirtschaftliche Rentabilität vor der Wertigkeit der Arbeit.

Jeder Betriebshof führte Reparaturen aus, vergleichbar mit einer LKW Werkstatt, Betriebsmittel, Ersatzteillager, AV und Meisterei sowie Arbeitsgruppen, um die Wertigkeit festzulegen gab es dort Faktoren, die meistens über den Fahrdienst lagen.

Zudem gab es die Kontrolle nicht nur der Fahrzeuge sondern auch der Fahrstrecke, des Fahrplans und des Personals.

Das waren Stellen die beim Faktor 2 begannen. Innerhalb der Verwaltung, lag die techn. Verwaltung um 0,2 höher als die kaufmännische, der Einstieg lag unter dem Faktor 1, allerdings gab es da die Leiter, bei Faktor 5 war meistens Ende und die Luft oben wurde dünner.

Das ist alles Vergangenheit, mittlerweile haben Direktoren den Faktor 20 und der Busfahrer wurde geliehen von einem Subunternehmen. Bei uns in unserer Republik haben die wenigen Manager ganz oben, das Gefühl für den Wert der Arbeit nach unten verloren.

Nun könnt ihr das Beispiel durchspielen, setzt für den Faktor 1 ca. 2000 Euro brutto im Monat ein, was vielleicht dem Tarifvertrag entspricht, dann weiß man welchen Wert die Arbeit hatte und dann fragt euch, ist es gerecht wenn man unten die Rentabilität in den Vordergrund bringt und oben sich Freiräume geschaffen von bis zu 40 000 Euro im Monat?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 14. Juni 2013 um 03:29 Uhr  

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