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Die gesellschaftliche Identitätskrise

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Wir befinden uns in einer bereits länger dauernden gesellschaftlichen Identitätskrise, diese deutete sich bereits vor der Wiedervereinigung unseres Landes an, mit der ständigen Abnahme von klassischen Arbeitsbiografien.

Man bezeichnet das wiederum als eine regionale Strukturkrise, allerdings vollzog man stets Tatsachen und dieser Vollzug wurde betrieben von sog. Eliten der Republik.

Damit begann eine sog. Profilierung hin zu einer bis ins Detail ökonomisierten Republik, die wiederum unserer Demokratie zu setzte.

Es waren die selbsternannten Eliten der Republik, die Arbeitsbiografien von Menschen abrupt enden ließen und den Sozialstaat heraus forderten.

Der eigentliche stabilisierende Faktor, der dieses System der sog. Demontage des sozialen Zusammenhaltes noch einmal über eine Epoche rettete, war der ökonomisch vollzogene Zwangsausverkauf der am Boden liegenden alten DDR, diese Region Deutschlands wurde das Jagdgebiet der neoliberalen Schrotthändler.

Beim zwangsverordneten Wiederaufbau riefen gleiche nach dem Staat, sie verlangten nicht nur typische Infrastruktur sondern ebenso gesellschaftliche und soziale Maßnahmen.

Der Aufbau im Osten unserer Republik basiert von mehr als 80% auf Maßnahmen des Staates, die neoliberalen Raubritter plünderten zuvor in einer Übergangsphase und keiner von den damals politisch Verantwortlichen rief sie zur Mäßigung bzw. zur finanziellen Beteiligung.

Der Volkssport hieß „ Privatisierung aller Bereiche „ und dabei galt „ Solidarität“ für etwas unanständiges.

Diese in sich eigentlich isolierte Wahnvorstellung von der Macht der Ökonomie auf alle anderen Bereiche des Lebens fand ein Ende als die 1. Krise der sog. des neuen lebhaften New Dax Marktes zusammenbrach.

Es brach nicht nur ein Markt zusammen sondern eine Ideologie, nur verstanden das damals noch nicht alle, denn der Glaube an die Macht eines Finanzmarktes überwog noch in unserer Gesellschaft.

Von dieser Machtverschiebung profitierte die letzte Regierung unter Helmut Kohl, man war sich seiner Sache sicher und damit erlahmten gesellschaftliche Impulse, eine lähmende Demokratie brachte Mehrheiten zu Stande.

Das Regelwerk beherrschen bedeutete Erfolg, es war nur ein Erfolg ohne Substanz und ohne Fundament.

Das ist jenes, was derzeit von Angela Merkel übernommen wird, politisch ausgedrückt: „ Weshalb soll der Erfolgreiche etwas teilen?“

Damit stellt man einerseits die Republik auf den Kopf, denn man justierte Märkte, die wiederum mehr Macht besitzen als manche Parteizentrale besitzen.

Sich beugen der politischen Ohnmacht, bedeutet etwas in Kauf nehmen, man nimmt den Billiglohnsektor einfach in Kauf.

Das heißt, im Prinzip kommt die Beschäftigung vor der Entlohnung, derjenige allerdings der dort tätig ist, weiß das Lied zu singen.

Der Aufstieg von vielen in dieser Sparte des Arbeitsmarktes, bedeutet von 4,50 Euro in der Stunde auf 6,50 Euro in der Stunde zu kommen.

Diesen Lohnanstieg verkauft man den Wählern als den Erfolg, vergisst aber dabei zu sagen, es ist und bleibt ein Hungerlohn.

Damit festigt man eine wohlweißlich vorhandene Ident Krise, denn wer kann sich bei einer solchen Bezahlung mit seiner Arbeit identifizieren?

Arbeitsbiografien spiegeln eine gesellschaftliche Wertigkeit wider, kommen wir damit unerwartet in eine gesellschaftliche Wertigkeitsdebatte?

Wir befinden uns bereits mitten in der Diskussion, welcher Schulabschluss ist eigentlich noch etwas wert und demzufolge erstrebenswert?

Andererseits erfährt man, Bildung sollte sich lohnen. Man sollte einmal nachfragen für wen, für die private Bildungsmafia die uns Weiterbildungen und Umschulungen um die Ohren wirft oder für den Ausbildungsbetrieb der seine Auszubildenden nicht übernimmt?

Für den Notar oder Rechtsanwalt in dessen Büros sich eine Vielzahl von unbezahlten Praktikanten tummeln, die wenn sie im Studium durch den Flaschenhals kommen sicherlich gleiches machen werden.

Für den Bio Markt an unserer Ecke, dessen Arbeitskräfte rekrutiert werden aus dem Pool der sog. Ehrenamtlichen oder stellen wir die Frage allen kirchlichen Organisationen, wie hält man das System der Tafeln aufrecht?

Was für viele der Zauberspiegel ist wird für manchen eine Epoche in der er in einen gesellschaftlichen Zerrspiegel sieht, dieses System mit dem man sich nicht gesellschaftlich identifizieren kann baut auf einer vorhandenen Armut.

Armut macht man also salonfähig, indem man sie ökonomisch ins Verfahren integriert, man spricht dabei bereits von einer sich regional verfestigte noble Armut.

Das ist der Tanz auf dem Vulkan, der stets dort ausbricht wo der Bedarf vorhanden ist, liebe Münchener Biergartenfans, wer und zu welchem Stundenlohn schleppt denn eure gefüllten Maßkrüge?

Es sind jene jungen Frauen, denen nichts anderes übrig bleibt um die Preise in diesem Leben auszugleichen, für einige ist das der Zweitjob.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 13. Juni 2013 um 03:35 Uhr  

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