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Start Archiv 2013 Archiv 2013 150 Jahre. Zur Geschichte der SPD (I)

150 Jahre. Zur Geschichte der SPD (I)

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1863 - Wie alles begann.

Die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) am 23. Mai 1863 , der ersten gesamtdeutschen Arbeiterpartei, ist die Geburtsstunde der deutschen Sozialdemokratie.

In Leipzig treffen sich Ferdinand Lassalle, der zum ersten Präsidenten gewählt wird, und zwölf Delegierte aus den elf Städten Barmen, Dresden, Düsseldorf, Elberfeld, Frankfurt am Main, Hamburg, Harburg, Köln, Leipzig, Mainz und Solingen im Beisein von einigen hundert Leipziger Arbeitern zur Gründungsversammlung.

Weitere bedeutende Mitglieder im ADAV waren Johann Baptist von Schweitzer (1833 - 1875) und Wilhelm Hasenclever (1837-1889).

Eigens zur Gründung des ADAV hatte der Revolutionsdichter Georg Herwegh den Text für das Bundeslied geschrieben.

Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still. Wenn dein starker Arm es will.

Als Parteizeitung wurde "Der Socialdemokrat" herausgegeben, nach der Reichsgründung 1871 in "Neuer Social-Demokrat" umbenannt.

Neben Lassalle saßen 16 Arbeiterfunktionäre im Vorstand des ADAV.

Die Mitgliederstruktur unterschied sich in den einzelnen Städten: So gab es im rheinisch-westfälischen Raum viele Beschäftigte aus noch stark handwerklich geprägten Betrieben.

In Solingen gehörten hauptsächlich die Messerproduzenten dazu, in Iserlohn waren es vor allem Arbeiter des Metallwarengewerbes.

In Ostwestfalen und in Teilen Sachsens bildeten Zigarrenarbeiter die für die Entstehung der organisierten Arbeiterbewegung wichtigste Gruppe, in Leipzig die Buchdrucker.

Die Veranstaltung fand im Pantheon statt, eine der ältesten Versammlungsstätten der Leipziger Arbeiter.

Zwei Jahre später, vom 22. bis 27. Dezember 1865, wurde dort die Gründungsversammlung des Allgemeinen Deutschen Cigarrenarbeiter-Vereins durchgeführt, der ersten zentral organisierten Vereinigung zur Interessenvertretung deutscher Arbeiter.

Er ist der direkte Vorläufers der 1949 gegründeten Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, die damit als die älteste deutsche Gewerkschaft gilt.

Hier wurden auch am 1. Mai 1891 die erste offizielle Leipziger Maifeier und am 26. Juni 1899 die Gründung eines Leipziger Gewerkschaftskartells durchgeführt.

Mit dabei war auch der junge August Bebel, der sich nach seinen Wanderjahren als Handwerksgeselle in Süddeutschland und Österreich im Jahr 1860 im Alter von 20 Jahren in Leipzig niedergelassen hat.

Dort wird der gelernte Drechsler 1861 Mitglied des Gewerblichen Bildungsvereins und in der Folgezeit beginnt er im Selbststudium seine geistige Auseinandersetzung mit den Schriften von Ferdinand Lasalle, später mit denen von Marx und Engels.

Bebel wird in der Folgezeit gemeinsam mit Wilhelm Liebknecht zum Motor der weiteren Entwicklung der Sozialdemokratie.

Darüber mehr im zweiten Teil.

 

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