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Die Freiheit, die ich meine

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Wann hielt die Freiheit Einzug in unseren Alltag, die Freiheit in der Gesellschaft war nämlich ein Opfer des Zeitgeistes geworden.

Bei aller Betrachtung von 150 Jahre der Sozialdemokratie, in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland stand der Geist in dieser Republik rechts, die Adenauer Republik knüpfte den Obrigkeitsstaat an und wer dagegen war lief dem Zeitgeist voraus.

Wann endete das Nachkriegszeitalter in der Bundesrepublik und was änderte sich, Historiker meinen es waren die Auschwitz Prozesse in Frankfurt, die wiederum fast zeitgleich zum Eichmann Prozess stattfanden.

Die Auschwitz Akten wurden Zufall in Köln am Rhein entdeckt, Eichmann fiel in Südamerika auf und der damalige Hessische Ministerpräsident misstraute seiner Justiz und so kam der Israelische Geheimdienst ins Spiel, das war zu der Zeit als im Westen unserer Republik der rechte Zeitgeist sich von einer Sammelbewegung namens CDU angezogen fühlte.

Gar manchen in dieser Bewegung war das Ende der Nachkriegsepoche viel zu schnell gekommen, Konservative waren in der Defensive und die Republik verlor ihre verordnete Unschuld, schlimmer hätte es für Adenauers Obrigkeitsstaat nicht kommen können.

Es ging also um Werte der Demokratie, es ging um den inneren Wert dieser Republik und das wurde zu einem Stück ungeahnter Freiheit, es begann eine gesellschaftliche Diskussion um unsere Vergangenheit.

Demokratie bedeutet nämlich sich stellen in einer Verantwortung, Demokratie bedeutet nicht schwarz/weiß, ein Denkschema brach zusammen und das wiederum zugunsten der jungen Demokratie.

Ende der 60. Jahre verspürte man den Willen im Volk, die Freiheit des Denkens einzufordern und mehr Demokratie zu wagen.

Weg vom Obrigkeitsstaat war ein nicht umkehrbarer Prozess, der Wandel vollzog sich denn der Bürger wurde zum Staatsbürger und mancher Kirchentag verlief ganz anders als einige Jahre zuvor, aus dem Otto Normalverbraucher wurde der mündige Staatsbürger.

Demonstrationen gehörten zum Alltag, es waren die Bergleute und die Stahlkocher an Rhein und Ruhr und es kam etwas Neues hinzu, eine Jugend die aufbegehrte.

Lokal gesehen waren die Schwabinger Krawalle der eigentliche Auslöser einer Generation die man dann die 68.nannte.

Dessen Schwerpunkt lag in den Thesen der Frankfurter Schule, hier lehrten die Unangefochten und die eigentlich Aufrichtigen, Marcuse, Horkheimer und der SPD Partisanenprofessor, der wiederum diesen Namen mit Ehren trug.

Wolfgang Abendroth war einer der letzten Marxisten in der SPD. Berlin wurde zu einem gesellschaftlichen Ventil, noch vor dem Schah Besuch , denn der Regelsatz der Ewiggestrigen galt nicht mehr „ geht doch rüber, wenn es euch hier nicht passt.“

Rudi Dutschke und Bernd Rabehl stammten aus der DDR und wussten wessen Anzüge man dort auftrug, sie wussten mehr über den anderen Staat in Deutschland als ihre Kritiker, wieweit trieben es die Kritiker mit denen die aufbegehrten?

Gustav Heinemann nannte das mal eine unheimliche Allianz, sie kann steuern und gerät außer Fugen, es entwickelte sich ein Hass und mit dessen Erzeugung verdiente ein Verlagshaus in der Kreuzberger Kochstraße Millionen.

Der gesteuerte Hass eines Westberliner Stasi Polizisten gegen einen Studenten namens Benno Ohnesorg, ging auch an einen hochgeschätzten Pfarrer und Regierenden Bürgermeister nicht spurlos vorüber, Heinrich Albertz ein Mann des Ausgleichs und der Nächstenliebe, man täuschte ihn und er fühlte sich getäuscht.

Hass kennt keine Grenzen, der Freiheit will man stets seine Grenzen zeigen, Heinrich Albertz war der falsche Mann im richtigen Augenblick, er wurde das Opfer einer rückwärtsgewandten Obrigkeit im Staat.

Freiheit bedeutete sich die Freiheit nehmen sein Leben zu gestalten und Klaus Schütz suchte einen Dialog, denn eine Demokratie muss dem Bürger die Brücken bauen.

Vertrauen darf kein Obrigkeitsstaat verlangen, ein Vertrauen muss sich die Staatsführung verdienen und da gab es immer wieder Hoffnungen, das Tor zur Freiheit etwas zu lockern.

Das war nicht nur im Westen so sondern auch im Ostteil von Berlin, wer dort aufmerksam dabei war im August des Jahres 1973 zu den Weltjugendfestspielen der bemerkte den Hauch von Freiheit und die Sehnsucht der Jugend, nur hielt das Gefühl nicht lange vor.

Freiheit ist ein demokratischer Mehrwert und alles andere ist ein Sommertraum, das wurde eigentlich jedem klar aber die Sehnsucht blieb.

Grenzen sind niemals beständig, Grenzen sollte man überwinden, Grenzen im Geist und im Kopf von vielen sind schwieriger zu überwinden als Grenzen von Nationen.

Die Sehnsucht nach Freiheit war der Traum einer Generation, die das Experiment Frieden wagte, es war eine verdammt schöne Zeit, die zerstört wurde von der RAF.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 30. Januar 2013 um 04:16 Uhr  

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