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Gefangen im eigenem Netz

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Wenn ein Dampfer nur eine Kommandobrücke hat und diese teilweise funktionierend besetzt ist, heißt noch lange nicht es sind Spezialisten an Bord.

Bezieht man das auf die SPD erkennt man zwar eine personalintensive Kommandobrücke, nur wer traut sich eigentlich dort etwas zu?

Jetzt sollten wir allerdings voraussetzen, es sind die tatsächlichen innerparteilichen Wahlämter, die eigentlich eine hervorragende Ausgangsposition sichern sollten wenn es über die Hürde der innerparteilichen Behauptung in Funktion und Person gehen wird.

Um allerdings etwas zu bewegen muss man mehr als fleißig sein, zuverlässig sein und sich wagen mittels neuer Ideen den politischen Gegner herausfordern.

Was derzeit vernommen wird und der gefälligen Presse geliefert wird nennt man „ Reaktionen auf Darstellung des politischen Gegners“. Einerseits war die SPD und ihr Bundesvorstand stets das Ziel von Angriffen der nach rechts sich neigenden Presse, neu ist nun hierbei die Bundespartei liefert dazu noch die Munition.

Dabei gibt es aber eine alte Regel, die von Peter Glotz einmal heraus gestellt wurde, Glotz sagte einmal im Bayr. Rundfunk als man ihm vorwarf mit politischen Gegner von rechts offen zu streiten: „ bei allem vorhandenem Recht ist es nicht möglich allen recht zu machen, gibt es aber etliche Bürger dessen Empfinden gegenüber der Gerechtigkeit ausgeprägter ist.“

Beziehen wir diese Aussage des SPD Querdenkers Peter Glotz auf Peer Steinbrück, dann ist das Recht auf der Seite Steinbrücks trotzdem werden seinen Äußerungen jene fehlende Gerechtigkeit einer gesellschaftlichen Prüfung unterzogen.

Was wiederum heißt, auch Glotz war immer der Meinung „ Gerechtigkeit“ ist vermittelbar, nur sollte man dabei glaubhaft wirken.

Hat die SPD nun ein Glaubhaftigkeitsproblem, im Kern der Partei sicherlich nicht nur mit dem Kandidaten schon.

Die SPD und ihre Kandidaten im Bund und in den Ländern, es sind derzeit überwiegend parteiinterne Statthalter, die sicherlich mit einer sog. Hausmacht in Funktion und zum Mandat kamen, nur wie spiegelt sich ihr Verhalten und wie vernimmt der Wähler sie?

Wer das Spiel bereits über Jahrzehnte erlebt hat, kennt auch jene die sich auf sichere Listenplätze wiederfinden, das Ergebnis zeigt einen ganz anderen Wahlkampf.

Es geht also um eine gewisse Art des Mobilisierens, nicht nur des Präsentierens, kann jeder gewählter Kandidat eigentlich mobilisieren, das gilt für die eigene Partei und um die eigenen Anhänger?

Nehmen wir dazu die erste Runde, nach dem ersten Gong lag die Partei weit vor ihrem Kandidaten, stellen wir uns die Frage nach der Alternative?

3 an der Spitze der Bundespartei und davon verzichten zwei, blieb also einer übrig und der wurde es, entweder kommt diese Bundestagswahl für die SPD zu früh oder die Personaldecke nach oben ist zu dünn?

Eine von beiden Theorien wird wohl stimmen, denn in den vergangenen dreieinhalb Jahren hätten sich einige mehr zutrauen müssen, nicht gegen Personen sondern mittels Themen auf sich aufmerksam machen müssen.

Spielen sich da wirklich Dramen ab, weil man immer noch vergeblich nach Kronprinzen sucht oder weil vielleicht manche immer noch ihre Erbhöfe verteidigen, was bleibt nun anders übrig als sog. Solidaritätsbekundungen zu senden.

Den Abgesang wird es kaum geben, aber die Krise ist nicht übersehbar.

Wer anstatt auf Solidarität und Mobilisierung auf Beinfreiheit setzt, der darf sich nicht wundern.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 13. Januar 2013 um 07:01 Uhr  

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