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Jobmaschine Deutschland

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Jobwundermaschine Deutschland trägt sie den neoliberalen Freibrief der Politiker?

Innerhalb der Wirtschaft vollzog sich etwas, was sich wiederum ausbreitete auf fast alle Arbeitgeber, im öffentlichem Sektor, im Sozialwesen und in der Kultur, man bezeichnet diesen Vollzug mit der Ökonomisierung des Arbeitsplatzes.

Unter diesem Druck baute man durchaus Arbeitsplätze auf, nur dieser Aufbau steht auf ein 4 Säulen Modell.

Innerhalb dieser Konstruktion galt es das Ziel in den Mittelpunkt zu stellen, die Senkung der Arbeitslosenzahl.

Das wiederum ist gelungen allerdings stellt sich die Frage, inwieweit und was haben die Beschäftigten davon?

Was bisher nicht in diese Statistik einging waren zwei gravierende Erscheinungen in dieser Republik, erstens wie viele Hartz IV Empfänger gelang der Einstieg in ein Normalarbeitsverhältnis und zweitens wie viele Altersruhegeldempfänger müssen zusätzlich einen Job annehmen um ihre monatlichen Ausgaben decken zu können?

Betrachten wir diese beiden Komplexe als den sozialen Sprengstoff des kommenden Jahrzehnts, denn alle staatlichen Maßnahmen beruhen hinsichtlich dessen nur auf die sog. Eigenvorsorge.

Das kann zu einer sozialen Zeitbombe in dieser Republik führen, denn die Belastung der Bürger ist immer noch ungerecht und bewirkt eigentlich auch mit einer sog. Eigenvorsorge nicht allzu viel.

Betrachten wir allerdings einmal das 4 Säulenmodell, was man zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gerne als die sog. Hochschullehre des Neoliberalismus herausstellt, dabei ist die 4 Säule eigentlich die Säule nach der man trachtet.

Mittels dieser Akademisierung der Berufsbilder heißt Wissen wiederum Macht und Macht sollte auch der monatliche Transfer sein, ist dem so bei jungen Akademikern?

Die 4. Säule steht auf wackligem Fundament, denn das Fundament ist die Generation Praktikum, um in diese 4. Säule sich wiederzufinden muss man durch ein Dickicht der Selbstausbeutung um zum Erfolg zu kommen.

Die 3.Säule sind die sog. Normalarbeitsverhältnisse eines Angestellten oder Facharbeiters, mit den entsprechenden Aufstiegschancen, nur nimmt die Zahl derer die innerhalb dieser 3. Säule einmal die Mitte und Breite der Gesellschaft war, bereits seit 12 Jahren ab.

Hier entstanden nur im geringen Umfang neue Arbeitsplätze, das kann man belegen indem sieht, wer bildet wen aus und wer übernimmt wen?

Es geschah nach dem Prinzip einer Sanduhr, still und leise baute man ab, indem man Abgänge kaum auffüllte und somit die vorhandenen Arbeitskräfte ebenso nach dieser Taktik herausforderte.

Man verlagerte Verantwortungen, von oben nach unten und drosselte indirekt Vergütungen, etliche Unternehmen forderten auch den Lohnverzicht.

In dieser 2. Säule tummeln sich die Pioniere am Horizont der Welt der Arbeit, würde es diese nicht geben, würde manche Statistik grau und düster aussehen.

Pioniere denken in Projekte und versuchen darin ihr Glück, Pioniere in diesem Sinne haben eine Tradition, Arbeit und Macht auf einer temporären Schiene.

Man nannte es einmal die Unternehmen der Saisonarbeiter, bloß haben Pioniere stets irgendwo Saison, sie setzen auf Weihnachtsmärkten polnische Zuckerbäckerverkäuferinnen für 3,50 Euro pro Stunde ein und lassen andere auf Volksfesten Bierkrüge schleppen, sie besetzen Events und veranstalten Messen, sie drehen Filme und Fernsehproduktionen und sie begleiten uns in den Urlaub, sie reißen Karten ab in der Allianz Arena, sind der Sicherheitsdienst der Fußball Bundesliga und ernten Spargel, sie suchen anschließend in München auf den Wiesen die Heringe vom Wildmoserzelt im Schlamm.

Die letzte Säule beinhaltet eigentlich die Zunahme an Beschäftigungsverhältnissen, es sind nur prekäre und das sollte man mit aller Deutlichkeit sagen.

Es sind überwiegend Zeitverträge, es sind Teilzeitjobs und es sind Jobs in Zeitarbeitsfirmen.

Mit Zeitverträgen war das immer schon so, nur ein Zeitvertrag sollte irgendwann zu einer regulären Anstellung führen, Zeitverträge über einen 2 Jahreszeitraum sind eigentlich vorstellbar nur werden die danach verlängert, verdient nur der Arbeitgeber und all das Ungewisse wird einseitig auf den Arbeitnehmer verlagert.

Teilzeitjobs sollten eigentlich den Wiedereinstieg fördern, bzw. als das Zubrot gelten, in manchen Branchen ist allerdings mittlerweile der Teilzeitjob zur Regel geworden.

Wird dann dazu die Arbeitszeit flexibel entsteht ein sog. abrufbares Teilarbeitszeitverhältnis, soll in manchen privatisierten Krankenhäusern mittlerweile normal sein.

Innerhalb dieser Säule befinden sich auch die Minijobber, nun haben wie es nicht zu tun mit dem Minijobber.

Wir sollten dabei unterscheiden, denn zum Minijobber wird keiner freiwillig, wir sollten dabei die Studentin und den Studenten sehen der dieses Geld einfach benötigt und der sich am Abend in die Kasse des Supermarktes setzt.

Wir sollten auch an den rüstigen Rentner denken, dessen Rente zu klein ist der somit seine Rente aufbessern muss.

Gibt es aber nicht mittlerweile ganze Gewerbe, ganze Ketten von Buchhandlungen usw. die fast nur ihr Personal über diese Schiene abdecken?

Dem ist leider so und hier hat der Gesetzgeber versagt, denn Unternehmen nutzen nun einmal diese Gesetzeslücke brutal aus.

Ist eigentlich bekannt, ob die Stelle eines Minijobbers überführt wurde in einen Regelarbeitsplatz?

Wer sind diese Minijobber?

Es sind in der Tat jene die eine Stelle fanden in einer prekären Lage, es sind überwiegend also jene die vom eigentlichen Verkauf ihrer Arbeit nicht leben können.

Deutschlands Jobwunder auf diesen 4 Säulen hat zwei ganz brüchige Säulen, die beim ersten Gegenwind in sich zusammenfallen können, auf eine solche Konstruktion kann man nicht stolz sein und sich hüten ein solches Gebilde als Erfolgsmodell verkaufen.

 

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