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Peer Steinbrücks Lehre der Tautologie

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Gegen den Marktradikalismus installiert die SPD jene Tautologie eines Peer Steinbrücks, d.h. im Prinzip startet man ein Überleben der Angepassten.

Für Peer Steinbrück lautet allerdings das wiederum, nur die Anpassungsfähigsten werden überleben, was wiederum nicht ausschließt es werden alle überleben die sich anpassen werden.

Dabei geht es wohlweißlich um den Wohlstand und den erklärt man mittels eines Mittels des Mangels am mangelnden Verstand, man kapiert einfach nicht, dass die eigentliche Ursache der Krise im Kapitalismus eine zu große Konsumpartie auf Kredit ist.

Es ist unsere ewige Unersättlichkeit die endlich mal politisch zur Diskussion gestellt werden muss und dagegen setzt das Prinzip der Steinbrückschen Tautologie gar nichts.

In diesem ökonomischen Element wird aus der Unbeständigkeit eine Aktivität, was einerseits eine kreative Zerstörung darstellen kann, denn das Fundament der Tautologie ist immer noch das Wachstum.

Das wiederum widerspricht nicht nur den alten Werten der Sozialdemokratie, denn hier standen Gerechtigkeit und Zufriedenheit an den Fahnen der linken Bewegung.

Mittlerweile wird wirtschaftliche Zufriedenheit relativiert, auch seitens Steinbrücks, denn nur absolute Zahlen stellen den Fortschritt dar und in dieser Wirtschaftstheorie der Tautologie heißt Fortschritt nun einmal Wachstum, wobei in der Geschichte mitunter in bestimmten Zeitabschnitten die Akkumulation von Reichtum ausgelöscht wurde.

Die eigentliche Frage lautet doch, was möchten wir eigentlich?

Sicherlich das Maximum erreichen, doch kann man das alles den Fortschritt bezeichnen?

Wenn der wirtschaftliche und gesellschaftliche Imperativ von der Maximierung der Leistung und des Konsums bestimmt wird und nicht von Gerechtigkeit sowie Zufriedenheit.

Dazu nur ein Beispiel: Wäre bei allem Fortschritt innerhalb der Technologie unser Lebensstandard auf dem Niveau von vor 20 Jahren stehen geblieben, hätten wir heute 40% mehr Freizeit.

Dagegen spricht aber die internationale Wettbewerbungsfähigkeit und das ist der entscheidende Punkt, im kapitalistischen Wirtschaftssystem, es geht um die ständige BIP Maximierung.

Dieses Ziel kennt keine Phasen der Zufriedenheit, auch Steinbrück in seiner Theorie nicht, man wagt keine Schritte zur Umkehr sondern bewirkt weiterhin durch einer künstlichen Wachstumssimulation über Schulden das BIP zu stabilisieren.

Dabei bewegt sich die Ökonomie über eine undenkliche Zeit in Zyklen, in der Neuzeit waren die Thesen des Keynesianismus jene die uns den Nutzen aus dem Konjunkturzyklus aufzeigten.

Was man jetzt an anwendet auch in der Ausrichtung Tautologie nennt man den Bastard- Keynesianismus.

Es ist doch furchterregend wie weit wir uns von den Ideen Keynes entfernt haben, wir haben nicht nur in der Wirtschaftspolitik wunderbare mathematische Formeln erfunden, die immer noch vergeblich auf die heilende und unsichtbare Hand von Adam Smith hoffen, nur kannte der in seiner auf der Ethik ausgerichteten Ökonomie unsere Gier der Neuzeit nicht.

Das ist aber des wesentliche, es geht immer gegen den Sättigungsgrad und das Wachstum ist mit der Sättigung erreicht.

Alles andere wird dann zu einer wirtschaftlichen Farce und bezieht sich nur auf Gier, eine Gier auf Kredit zu finanzieren endet in einer Finanzblase.

Dazu gibt es wunderbare Details aus dem amerikanischen Immobiliensektor, es war der Start in die Krise des Jahres 2008, wo man mittels der Gier das wesentliche aus den Augen verlor.

Da suchte man international nach Rezepten, ein Rezept wurde Bastard- Keynesianismus.

Ganz einfach, man übernahm nur einen gewissen Teil der Lehre von Keynes, jenen der die Defizite erlaubte und jenen entscheidenden Teil der Lehre von Keynes, der aussagt Reserven anzulegen – den klammerte man aus.

Was uns mittels des Bastard- Keynesianismus folgendes beherrschte: Die ökonomischen Lagerstätten des sog. Vorrates haben wird nicht, dafür aber Lagerstätten von fast wertlosen Schuldpapieren.

Dazu auch trug Steinbrücks Lehre der Tautologie ihren Anteil zu bei.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 09. Dezember 2012 um 05:04 Uhr  

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