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Wider dem Rummel

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Der Advent war einmal die leise Zeit, die Zeit der Besinnung und die Zeit der Verantwortung in der man sich fragte, was mutete ich den anderen Menschen zu?

Advent ist mittlerweile zu einer vergessenen Zeit geworden, man verdrängt das indem man den Advent zum Feiern missbraucht.

Es sind da nicht die Vielzahl von Weihnachtsmärkten, sondern in erster Linie der Rummel und die Geselligkeit.

Der Weihnachtsmarkt hat noch eine Tradition mitunter sogar eine Symbolik, trotzdem erweicht dazu der eigentliche Bezug, denn viele der Weihnachtsfreunde wissen gar nicht, dass Weihnachten nicht das höchste Fest der Christenheit ist und weshalb man Christ ist.

Der Rummel und die feuchtfröhliche Geselligkeit überdeckt alles, spendet dann mal noch, dann meint man sein Gewissen befreit zu haben.

Lieber Leser, was unterscheidet Christen in ihrem Glauben von anderen Religionen?

Es ist der Glaube an das Leben nach dem Tod, deshalb ist Ostern das größte Fest der Christenheit.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn gespendet wird und etliche Bedürftige könnten noch mehr an Spenden vertragen, hoffentlich spenden in der Adventszeit all jene von denen man es erwartet.

Es geht in erster Linie gegen diese Materialisierung zum Weihnachtsfest, warum muss es stets mehr sein und weshalb müssen sich etliche dabei verschulden?

Erzeugen wir nicht gerade zu Weihnachten bereits eine Sehnsucht nach Wachstum der auf einer Verschuldung basiert, die Sehnsucht nach Geschenken, die Erwartung basiert auf Konsum und nicht auf Gaben.

Der Rummel beginnt im Kleinen, man will und möchte, trotzdem unterliegt man einem Trend, sich zu überbieten.

All das hat nun gar nichts mit Christi Geburt zu tun, wer da in den Süden fliegt, der sollte wissen er flieht eigentlich nur aus einer konsumorientierten Welt und findet sich dann in einer anderen wieder.

Advent heißt, ins Kirchenjahr mit Bedacht und Erwartung starten, besagt allerdings nicht an einer Vielzahl von Weihnachtsfeiern teilzunehmen, nichts gegen Weihnachtsfeiern.

Ehrliche Weihnachtsfeiern finden allerdings nur statt, wenn sie von Kindern gestaltet werden, jene zu denen wir in Vielzahl eingeladen werden sind vom Inhalt her, feuchtfröhliche Veteranentreffen.

Auf denen man sich eigentlich so viel zu erzählen hätte, denn dann hätten auch diese Veranstaltungen einen Sinn, nur das kommt in den Hintergrund.

Hier gilt auch, die Darstellung vor dem Inhalt und zur Darstellung benötigt man willige Schauspieler, da stört der – der klagt und anklagt, da stört jener der Not leidet, denn die Darsteller wollen glänzen im Lichte des Advents.

Vor einigen Jahren hatte ich einmal die Aufgabe, mit der Belegschaft eine solche Feier zu organisieren, zunächst verteilte ich einen Fragebogen „ was erwartet ihr?“

Schon diese Aktion war für viele neu, sich einbringen mittels der eigenen Meinung, manche verstanden auch die Frage nicht aber daraus entwickelte sich ein reger Dialog und auf den konnte man bauen.

Der Tag der Betriebsweihnachtsfeier wurde ein anderer, zunächst erhielt ich Wunschzettel der Belegschaft, was sie sich für das kommende Jahr wünschten.

Das war für manche Gruppenleiter neu als ich ihnen die Wünsche ihrer Mitarbeiter vorlas und das waren überwiegend reale Wünsche der Mitarbeiter.

Der Tag verlief auch anders, zunächst galt der Betrieb und danach konnte ich zum Frühstück, über ihre Wünsche zu ihnen sprechen.

Danach kam das, was sie überwiegend wollten, es fanden sich die Kollegen ein, die ein paar Jahre zuvor in den Ruhestand gingen, mit denen sprach man am Arbeitsplatz und manches Problem wurden den sog. alten Hasen wieder bewusst.

Mittags kam diese Catering Firma zum Einsatz und ein paar Tage zuvor, überraschten mich ein paar Mitarbeiter, sie machten nämlich einen unerwarteten Vorschlag: Bei den gleichen Kosten sollte ich die Kollegen aus der Behindertenwerkstatt dazu einladen und man wollte mit denen das Festessen teilen.

Dem konnte ich nicht widersprechen, es entwickelte sich eine ganz andere Art einer Feier auf der benötigte man keine Festreden, denn alleine die Anwesenden waren das Fest.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 08. Dezember 2012 um 06:44 Uhr  

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