Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Das Spektrum SPD

Das Spektrum SPD

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Das Spektrum SPD, hinterfragen wir das einmal.

Die Mitgliederstruktur ist bekannt, doch wie sieht es im Kreis der Aktiven in den Ortsvereinen aus?

Geben hier nicht mitunter jene den Ton an, die sich eigentlich von den Grundwerten der Partei entfernt haben?

Dieses Spektrum der SPD ist eigentlich geviertelt, im ersten Viertel befinden sich gewählte Funktionäre und Mandat Träger, im zweiten Viertel vielleicht jene die in welcher Form auch immer, bereit sind denen im 1. Viertel nachzueifern.

Im 3. Viertel befinden sich jene, die eigentlich zur tragenden Basis der Partei gehören, die sich aber gezwungen sahen in der großen linken Familie sich anderswo aktiv einzubringen und das restliche Viertel gehört denen, die mal auf die Schnauze fielen und das geht ziemlich einfach in dieser Partei, denn wer umgibt sich gerne mit Wahlverlierern?

Allerdings sagt diese Einteilung nichts über die Wahrnehmung der Partei durch den Bürger aus, denn der Bürger in diesem Land hört mitunter den ehemaligen Genossen in welcher Hierarchie auch immer, bewusster zu als den durchaus langweilig erscheinenden Emporkömmling.

Das hat wiederum damit zu tun, wo kam er her und was trieb ihn an in eine Partei, wie die SPD zu gehen?

Stellen wir andererseits nicht nur Fragesätze, sondern halten uns einmal vor Augen, wer trat in den letzten 10 oder 15 Jahren in diese Partei ein und dann versteht man mehr.

Zunächst gilt das eigentlich klassische Muster, durch die Bewegung der Falken und Naturfreunde an die Partei heranfinden, der Eintritt in die AG der JUSOs ist bereits schon etwas anders, denn wo stehen welche JUSOs wo und wie beziehen sie Stellung, gibt es am Ort die AG, die sich ihrer Sozialistischen Tradition bewusst ist oder werden JUSOs zu Handlangern des Ortsvereins, widersprechen JUSOs und spricht man junge Menschen an?

Der klassische JUSO müsste eigentlich links stehen, müsste sich einbinden und bekennen, müsste Diskussionen mögen, Impulse setzt und Freiheiten ausnutzen, der klassische JUSO startet demzufolge links.

Nur wie sieht die Realität aus, formt man sich nicht willige und vergrault dabei die eigentlich ehrlichen?

Der Wunsch nach dem geformten JUSO wird sich nur zu 15 % bewerkstelligen lassen auch wenn es die Seeheimer stets versuchen werden, denn junge und bewusste Demokraten werden sich kaum formen lassen.

Was ist also die eigentliche Kaderschmiede der Partei, das Otto Suhr Institut der Freien Universität zu Berlin auch nicht mehr, denn hier ist die gesellschaftliche Lehrmeinung, nicht nur im Bereich der Soziologie sondern auch nicht der politischen Ausrichtung der Ökonomie im Widerspruch zu dem was man den praktizierten Postliberalismus des Willy Brandt Hauses nennt.

Übrig bleibt also der Fachbereich der Politischen Wissenschaft an der Universität Potsdam, doch hier lehrt ein ehemaliger Sozialliberaler und der hat andere Thesen, die wiederum haben aber einige Schnittpunkte zu den Ansichten der Führungsriege im Willy Brandt Haus ob nun der ehemalige starke Mann der sozialliberalen FDP Jürgen Dittbrenner hier wirklich Schützenhilfe leistet ist nicht erwiesen.

Ebenso tappt man im Dunkel ob die innerparteiliche Erosion zu den Gewerkschaftsmitgliedern gestoppt wurde und ob man hinsichtlich der Gewerkschaftsbewegung ein Mitgliederzuwachs verzeichnen kann, mitunter nicht erkennbar.

Denn ein Gewerkschaftler versteht zu kämpfen um seine Rechte und um Pflichten, wenn man das nicht erkennt haben sich andere in der Partei bequem gemacht.

Für diese nämlich ist die Karriere in der SPD eine bequeme Sache, durch und mit der Partei in Ämter und Funktionen kommen und genau das ist der Widerspruch zu denen die aus der Gewerkschaftsbewegung kamen, denn diese sind es gewohnt sich für andere einzusetzen.

Setzen sich sog. Karrierefrauen und Karrieremänner in dieser Partei für andere ein, auch wenn es etliche wollen, entweder können sie es nicht oder es bewirkt das Gegenteil.

Das ist eigentlich das Problem, sie wirken nach außen nicht überzeugend und das lässt sich auch nicht korrigieren durch die Feststellung von sog. Gemeinsamkeiten zur Basis und ebenso nicht mit innerparteilichen Mehrheiten.

Überzeugend kann nur der sein, der sich in die Rolle des betreffenden Bürger ein denken kann, das Gespräch suchen ist dabei die halbe Miete, überzeugend wird man mittels zuhören und dem aufzeigen von Alternativen.

Da lässt sich sagen auch unsere derzeitigen Mandatsträger erfüllen hier bei weitem nicht immer diese Voraussetzungen, mancher nimmt den bequemeren Weg, er macht sich interessant.

Was wiederum mitunter eine Gefahr mit sich bringt, der Wähler erkennt den Unterschied nicht, zwischen dem was er sagt und dem warum die Sozialdemokratie die bessere Alternative sein soll.

Wie viel an Sozialdemokratie verkörpern SPD Bundestags Kandidaten, das ist sicherlich für einige eine provozierende Frage, trotzdem aber eine durchaus berechtigte.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 21. November 2012 um 04:32 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 335
Beiträge : 5750
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14246693

Verwandte Beiträge