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Demokratie und Schule - ein Gegensatz

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Die Schule - das sollte der Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche lernen, im Leben zurecht zu kommen, der Ort, an dem man das Rüstzeug für ein erfülltes Leben bekommt.

Schule muss daher auch Demokratie vermitteln, muss den SchülerInnen helfen, eine durch Demokratie und Gleichberechtigung geprägte Persönlichkeit zu entwickeln.

In diesem Punkt versagt unser aktuelles Bildungssystem.

Von Anfang an bekommen die SchülerInnen eingetrichtert, dass es wichtig ist, sich gegen andere durchzusetzen und "besser" zu sein als die MitschülerInnen. Solidarität und das Arbeiten mit anderen Menschen sind keine Werte, die den SchülerInnen vermittelt werden.

Das System der Drei- oder Mehrgliedrigkeit setzt ja voraus, die SchülerInnen in mehr oder weniger "Begabte" zu trennen, steckt Menschen in Schubladen und segregiert die SchülerInnen viel zu oft nach Herkunft oder finanzieller Versorgung des Elternhauses.

Auch der Lehrermangel und die Unterversorgung der Schulen mit SozialpädagogInnen verschärft die Situation - Mobbing und Differenzen unter den SchülerInnen kann so nicht begegnet werden. Die Förderung von Sozialkompetenz steht in unseren Schulen nicht im Vordergrund, stattdessen die Eintrichterung von möglichst viel Fachwissen.

Das ist Gift für die Entwicklung einer demokratischen Persönlichkeit. Die Gleichbehandlung von Menschen mit unterschiedlichen Lebenshintergründen ist eines der Hauptmerkmale jeder Demokratie. In einer Demokratie werden Menschen nie in Schubladen gesteckt, in einer Demokratie hat JedeR die gleichen Chancen und wird niemand diskriminiert.

Schließlich haben die SchüllerInnen kaum Chancen, ihre Lernumgebung mitzugestalten oder gar Einfluss auf die Bildungspolitik zu nehmen.

Die SchülerInnenmitverwaltungen oder -vertretungen werden von den Schulen oft ausgebremst und entpolitisiert. In viel zu vielen Schulen dienen die SMVen / SVen... dazu, Kuchenverkäufe und Feiern zu organisieren, haben aber keinerlei Mitbestimmungsrecht bei Fragen, die ihren Unterichtsalltag betreffen. Die SchülerInnen werden zu den wenigsten Entscheidungen der Schulleitung befragt. Die Arbeit in den SchülerInnenvertretungen muss aber immer politisch und eigenständig sein, schließlich sind die SMVen / SVen die oft einzige Möglichkeit der SchülerInnen, sich innerhalb der Schule zu organisieren.

SchülerInnenvertretung vertreten die Meinungen der Schülerschaft. Als solche müssen sie auch von den Schulleitungen und den BildungspolitikerInnen wahr- und ernstgenommen werden. Sie müssen die Chance bekommen, an Entscheidungen mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen.

Auch im Unterricht ist die Demokratie viel zu selten ein Thema - im Sozialkundeunterricht werden meist die Institutionen und deren geschichtlichen Hintergründe vermittelt, eine Auseinandersetzung mit politisch umstrittenen Themen findet faktisch nicht statt.

SchülerInnen lernen Demokratie weder dadurch, dass diese in der Schule gelebt wird, noch dass ihnen im Unterricht vermittelt wird, was Demokratie und Politik wirklich bedeuten. Die Schulen versagen in ihrem Auftrag, Demokratie zu vermitteln, also vollkommen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 04. November 2012 um 14:29 Uhr  

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