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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Beinfreiheit

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Wie könnte man das verstehen, wenn Jemand nach Beinfreiheit ruft?

Nun ja, ich besitze einen Foxterrier und wenn der unter dem Tisch sitzt und ihm was nicht passt, na gut dann hebt er sein Bein und pinkelt.

Mitunter wäre es vielleicht besser, man hätte etwas mehr von einem Terrier, denn ein solcher Hund ist willensstark.

Ist diese SPD, die in einen Bundestagswahlkampf gehen will überhaupt willensstark für ihre Ideale zu kämpfen?

Daraus ergeben sich zwei Fragen, bei aller Herausstellung des Pluralismus müssen zunächst die eigenen Absichten beschrieben werden.

Die Antwort finden auf eine brennende Frage, warum sollte der Wähler die SPD wählen?

Warum, weil sie staatstragend sein möchte oder weil sie etwas für das Volk tut?

Welche Werte geben dabei den Ton an und was unterscheidet diese SPD von der Union?

Es geht also um die Mobilisierung der Wähler und die funktioniert nur, wenn man die eigene Partei überzeugt hat.

Wenn man die Basis hinter sich weiß, dann muss man allerdings auch etwas vorlegen und nicht treu brav einige Zumutungen schön reden und auf Landesparteitagen in der Sache richtig liegen aber am Kern vorbeireden.

Es ist mittlerweile zu einem ungeschriebenen Gesetz geworden, die soziale Komponente der SPD erzeugt unter den Beteiligten eine durchaus depressive Stimmung.

Die Depressionstransformation in Teilen der Gesellschaft schreitet fort und trifft mitunter den Kern der Wähler, der eigentlich zum Klientel der Sozialdemokratie zählte.

Hier hat sich nicht der Wähler von der Partei verabschiedet, sondern die postliberale SPD zur damaligen Zeit verabschiedete sich von dem Wähler.

Man ließ aus heutiger Sicht einen bestimmten Teil der Wähler fallen, der freie Fall in die Hartz- Gesetzgebung ist das Meisterstück aus dieser Zeit und bisher hat noch keiner der vorderen Frauen und Männer in der SPD gerufen „ Opposition war Mist- wir versäumten uns zu korrigieren“.

Das Bild und das wirft nun einmal die Bundestagsfraktion ab, ist folgendes: Man erkennt eine ungewollte Drittelung, das erste Drittel beharrt auf den Positionen von Gestern und sitzt noch immer an einflussreicher Stelle, das zweite Drittel wird stets zurück gepfiffen, es ist nämlich noch zu schwach um etwas zu bewegen und das letzte Drittel sind die Bremser in Form zur Treue der Partei.

Die Gruppe der Bremser sind eigentlich die Profillosen, es können aber auch die Trittbrettfahrer sein.

Es sind jene, die es immer gibt und immer gab, denen einer der großen Vorsitzeden der SPD nachsagte, sie hadern mit sich selbst.

Sie haben den Kontakt eigentlich zum Wahlvolk verloren, das waren die Worte von Kurt Schumacher.

Die sprach er vor der Reichstagsfraktion als diese und das wiederum mit Mehrheit der Politik der Depression unter Brüning zustimmte.

Würde man heute Mut aufbringen und eine sozialdemokratische Alternative aufbauen die eine Antidepressionsaktion wäre, könnte man dem Wahlvolk näherkommen, doch dazu müssen viele über ihren eigenen Schatten springen.

Wer ist denn willig zu springen, wer ist denn willig zu Veränderungen am Kern der neoliberalen Bevormundungspolitik?

Man kann das nicht erwarten von den Kindern des Olymps, wie setzt sich die soziale Struktur der Abgeordneten zusammen, sind dabei nicht die Kinder der Epoche des Neoliberalismus in der Mehrheit?

Dann erzählt denen einmal, dass eine Herzensangelegenheit der Linken die Mitbestimmung ist und die auch im sozialen Sektor sich wiederfinden muss.

Eine starke soziale Ausrichtung der Politik in allen Bereichen war ein Markenzeichen der SPD, allerdings bevor die Kinder des Olymps diese Partei enterten.

Es geht primär um die Rückeroberung der sozialen Verantwortung und das funktioniert nur mit einem sozialen Gewissen.

Das soziale Gewissen muss wieder die Tangente in allen politischen Entscheidungen werden, wer diesen Weg nicht mitgeht, wird niemals einen übertragbaren Bezug finden und er wird zu denen gezählt werden, die keine heißen Eisen anpacken werden.

Im Gegensatz dazu, weiß der verunsicherte Wähler was heiße Eisen sind, das sind nämlich in erster Linie sein Leben und seine wirtschaftliche Lage.

Ein würdiges und freies Leben in einer Demokratie zu führen bedeutet aber auch einen Arbeitsplatz zu besitzen, der gerecht und zukunftssicher entlohnt wird.

Bei aller Freude an der Arbeitslosenstatistik, es gefällt immer wenn die Zahlen der Arbeitslosen abnehmen, nur darf man sich nicht blenden lassen.

Man sollte die Frage erheben, in welchem Lohnsektor vermittelte man die Arbeitssuchenden und unter welchen Bedingungen?

In Deutschland gibt es einen Fortschritt und der heißt, Zunahme der Armut und diese Armut betrifft fast alle in diesem Land.

Armut die mitunter nicht sein brauchte, Armut die auf ungleiche Verteilung der Lasten beruht, Armut die man mit Gerechtigkeit im Steuersystem abfedern könnte.

Da ist die Konfrontation gefragt und nicht der eigenwillige Konsens, Konfrontation der Solidarität wegen, welche Argumente bringt man dabei ein?

Diese Frage darf man nicht stellen, denn sie beinhaltet den eigentlichen Streitwert der SPD, das Argument zum Abbau der Armut im Volk machte diese Partei erst stark und dazu benötigt man Beinfreiheit, Beinfreit ohne Argument ist eine Face.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 31. Oktober 2012 um 07:22 Uhr  

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