Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Europa in den Regionen Südtirol die Fluchtburg der Nazis

Südtirol die Fluchtburg der Nazis

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

 

Aus einem Durchgangsrefugium wurde ein Nazieinwanderungsland, zugezogene Nazis aus fast allen Teilen des niedergegangenen Großdeutschen Reiches übernahmen in Südtirol schnell Führungsrollen innerhalb der Wirtschaft und bestimmten das kulturelle Leben in der Region.

 

Man interpretierte hier bewußt anders, anderswo war nationalsozialistisch politisch rechtslastig und vorbelastet, hier in Südtirol galt das als deutsch und war somit korrekt.

Es entwickelte sich ein breites Aktionsfeld jener deutschnationalen Eiferer, zunächst galt das Ziel Patenstädte in Deutschland zu gewinnen, das erfolgte sehr gut, denn in manchen süddeutschen Städten regierten Konservative der gleichen Generation Wehrmacht. In der bayrischen Hauptstadt gründete man das Hilfswerk der Stillen Hilfe für Südtirol, die Aufgabe war es Gelder zu sammeln für Schulen und Kindergärten in Südtirol, ebenso funktionierte in München das Kulturwerk Südtirol, unverhältnismäßig viele aus den ostdeutschen Landsmannschaften sahen hier ein Betätigungsfeld.

Die Formation der ewig gestrigen nahm Gestalt an, es gelang den Vertriebenenverbänden hier ihr patriotisch schlechtes Gewissen abzuarbeiten.

Aber es gelang noch mehr, man zog vermögende Privatpersonen ins Land, mitunter auch jene dessen Reichstum sich auf seltsame Weise unter Hitler hatte sich vermehrt.

Innerhalb des aufkommenden Tourismus in der frühen Bundesrepublik setzte man auf die nationale Karte und die stach zunächst, zwar hatten einige in Südtirol bemerkt Touristen aus Italien gestalten einen anderen Urlaub und sind dabei konsumfreudiger.

Innerhalb dieses Kulturraumes machte man nun Bekanntschaft mit den Südtirol- Attentäter, dessen Anschläge galten alles das was hier italienisch war, im Volksmund nannte man sie einfach die Bumbser.

Noch waren das allerdings nur Südtiroler Burschen, doch bald kam Geld und die Strategie aus Deutschland und Österreich hinzu, deutsche Neonazis fanden schließlich hier ein neues Aktionsfeld.

Aus dem Untergrundkampf entwickelte sich die Südtiroler Art des Terroismus, allerdings gelang es den aus Deutschland stammten Neonazis nicht mit ihrer Gewaltandrohung einen bewaffneten Volksaufstand herzustellen. Die nachträgliche Bewertung dessen fällt wieder zurück in die Zeit des Lagerdenkens, spricht man von Südtiroler Terroristen, dann gilt man als Freund Italiens.

Für Nationalisten waren diese Terroristen Südtiroler Freiheitskämpfer, also auch jene die das Morden in Kauf nahmen.

Wie dem auch war, der Zeitgeist brachte Reinhold Messner ins Gespräch und der sah die Dinge ganz anders, Südtirol Aktivist war er, meinte Messner.

Messners Einwurf warf die Frage der Option neu auf, das waren für ihn Veräter und die nationale Karte war wesentlich zu rechtslastig, den Bumbsern warf er Medienaufmerksamkeit vor, er interpretierte dabei nur negative.

Die Autonomie Südtirols war nun in der Diskussion, viele verstanden nun Messner, der die Dinge im europäischen Zusammenhang sah, es kann nicht vorteilhaft sein- wenn eine Autonomie sich auf die Grundlage von terroristischer Gwalt bezieht.

Von dort an setzte innerhalb der Konservativen eine Anti Messner Stimmung ein, nur war er zu bekannt und die internationale Presse bezog sich immer mehr auf Messner.

Auch innerhalb Italiens wandelte sich das Klima, waren es zunächst die Republikaner die noch den Artenschutz der Südtiroler umgingen, wobei ältere Royalisten stets ein gebrochenes Verhältnis zu der deutschsprachigen Gemeinschaft pflegten- positionierte man sich in Rom neu.

Ein Beispiel dazu lieferte Franceso Cossiga, der war mal Staatspräsident, seine Sympathie schlug jetzt in Feindschaft um, die Vergangenheit holte Südtirol ein.

Ein Positionieren in einem Europa wird wesentlich dornenreicher verlaufen als es in der Vergangenheit der Fall war, wo es nur darum ging aus der Niederlage des Faschismus das Kapital für die Zukunft zu aktivieren.

 

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 384
Beiträge : 5769
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14563407

Verwandte Beiträge