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Start Europapolitik Soziale Inklusion führt in ein Vereintes Europa!

Soziale Inklusion führt in ein Vereintes Europa!

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Seit mehr als zwei Jahren nun befindet sich die Europäische Union in einer durchgreifenden Krise aus der sie nur sehr träge herauskommen scheint.

Die Europäischen Institutionen haben gemeinsam mit den Mitgliedsländern zahlreiche Massnahmen in Gang gesetzt um die Inklusion Europas zu stärken, so wie etwa den gemeinsamen Stabilitätsmechanismus ESM oder eine gemeinsame Banken- und Börsen- sowie Versicherungsaufsicht!

All diese Massnahmen sind geeignet den Gemeinsamen Markt zu stärken, indem Europäische Massnahmen zur Finanzmarktstabilisierung besser koordiniert und europäisch harmonisiert werden.

Nationale Barrieren werden in einem Europäischen Umfeld übersprungen und führen zu einem effektiveren Krisenmanagement für die Zukunft, dass in der Vergangenheit erst gar nicht vorhanden war.

Europäische Integration bedeutet aber weit mehr als die finanzielle Inklusion oder die Inklusion eines Gemeinsamen Marktes! Europäische Inklusion kann nur dann erfolgen, wenn wir in einem gemeinsamen Lebensraum Europa vereint leben können, ohne allgemeine oder individuelle Barrieren durchleben zu müssen.

Was heisst das nun?

Die 4 Grundfreiheiten garantieren den Europäern zahlreiche Möglichkeiten um sich Europaweit zu entfalten.

Sie gelten theoretisch für alle 450 Millionen Europäer.

Praktisch kommen heute jedoch mindestens 100 Millionen der 450 Millionen Europäer nicht in den praktischen Genuss der 4 Grundfreiheiten, weil diese nicht auf die spezifischen Merkmale der "diskriminierten" Bevölkerungsteile zugeschnitten sind.

Nehmen wir etwa als Beispiel den freien Personenverkehr für die 100 Millionen Menschen mit Behinderungen: bei jedem Umzug in ein anderes Mitgliedsland müssen Menschen mit Behinderungen heute eine neue Antragsprozedur in Bezug auf die Anerkennung ihrer Behinderung durchlaufen, weil die Gesetze und Regeln in Bezug auf die Behinderung in jedem Land andere sind.

Dies führt dazu, dass der behinderte Europäer heute noch - im Gegensatz zum Otto-Normal-Bürger erhebliche Barrieren überwinden muss, die ihn davon abhalten, dass er sich frei entfalten kann.

Weiteres Beispiel: mangelnder Antidiskriminierungsschutz für den Zivilverkehr führt dazu, dass der behinderte Europäer in jedem einzelnen Mitgliedsland auf unterschiedliche Standards beispielsweise in Bezug auf die Barrierefreiheit im Bauwesen, Transport, Versicherungswesen, Bildung, Justiz und in vielen anderen Lebensbereichen trifft, die ihn persönlich betreffen und ggf finanziell oder gesundheitlich "sonderbelasten".

Diese Sonderbelastungen wiederrum haben nicht nur negative soziale Folgen für die Betroffenen und ihre Umgebung sondern selbstverständlich auch ökonomische Folgen, die in Anbetracht der enormen Zahl an diskriminierten Europäern (mindestens 100 Millionen) sehr negativ wirken.

Exklusion führt immer zu gesellschaftlichen Mehrkosten, die bei Inklusion nicht entstehen würden!

Es lohnt sich für Europa also ganz entscheidend auch die Gruppen praktisch zu integrieren, die heute noch mit der Überwindung ihrer persönlichen Barrieren - etwa bei einem Umzug ins EU Ausland - beschäftigt sind.

Freier Personenverkehr für alle Bürger bedeutet nämlich ein starker Zusammenhalt für Alle sowie inklusives Wachstum, dass durch Barrierefreiheit entsteht! Familien, die sich innerhalb Europas frei bewegen können sind von Europa begeistert.

Dies darf nicht nur für Familien gelten, die nicht von Behinderung betroffen sind, sondern es muss im Sinne des Europäischen Geistes für alle Gleichermassen gelten.

Gleichermassen heisst also, dass diejenigen, deren Zugang zur Barrierefreiheit heute noch beschränkt sind durch geeignete Gesetze und Massnahmen in die Lage versetzt weden auch die Barrierefreiheit zu erhalten, etwa um mit ihren nicht betroffenen Familienangehörigen wie selbstverständlich umziehen zu können, sich barrierefrei durch Gebäude bewegen zu können, freien Zugang zu Waren und Dienstleistungen zu erhalten, einen barrierefreien Zugang zu einem inklusiven Europäischen Bildungssystem zu erhalten usw.

Soziale Inklusion sichert also den Gemeinsamen Zusammenhalt aller Teile der Europäischen Gesellschaft indem Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen und für alle Bürger hergestellt wird! Soziale Inklusion stärkt das Europäische Zusammengehörigkeitsgefühl weil eben alle und nicht nur 350 Millionen Europäer in den Genuss aller durch die EU garantierten Grundfreiheiten gelangen!

Soziale Inklusion stellt gemeinsame Standards für alle Bürger her, die dazu führt dass Services und Güter leichter in Anspruch genommen werden können und Soziale Inklusion führt zu inklusivem Wachstum, dadurch, dass Produkte und Dienstleistungen für alle Bürger barrierefrei werden und so von mehr als 450 Millionen Europäern praktisch in Anspruch genommen werden können!

Auf in ein soziales Europa!

Packen wir es gemeinsam an!

 

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