Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Die K-Frage

Die K-Frage

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Welche Namen kandidieren, hat mit der Wahrheit nichts zu tun.

Die lautet nämlich: „K-Frage entschieden!“

Der Neoliberalismus kandidiert erneut.

Er schickt zwei Kandidaten ins Rennen.

Die SPD versucht es nochmals mit Schröder, nennt ihn aber nun Steinmeier - sorry: Steinbrück.

Man kommt an Namen und Inhalten so leicht durcheinander.

Namen halt, Schall und Rauch im Falle dieser Sozialdemokratie.

Steinig wird es allemal, dank SPD.

Wenn es unbedingt ein Agendist sein musste, hätte es mehrere Optionen gegeben - so gut wie alle, die den Schröders Kurs unterstützen oder wenigstens toleriert haben.

Der Name ist also egal, der Griff ins neoliberale Agenda Becken potenzieller Kandidaten wäre immer ein Griff in die Scheiße gewesen.

Die K-Frage war von Anfang an nur die Frage, wie tief man in das K, das für Kacke steht, eintauchen muss, um einen Kandidaten herauszuholen, der den eingeschlagenen neoliberalen Kurs mit wehenden Fahnen vorantreiben wird.

Dieser SPD kann man und konnte man seit Schröder nicht mehr trauen.

Als Gabriel, sich vom damaligen Duo >>Cindy&Bert (Gabriel/Nahles)<< löste und den Vorsitz übernahm, las man etwas davon, er wolle die Partei neu ausrichten.

Von den alten Seilschaften hat man sich nie getrennt.

Steinmeier leitet die Bundestagsfraktion weiterhin, Müntefering firmiert als graue Eminenz und Steinbrück wird nun eben Kandidat.

Warum wirft keiner der noch restlichen Linken in der SPD seinen Hut in den Ring?

Nun die Antwort ist ganz einfach, die Linken in der SPD werden von den Seeheimern nur noch als Fellpantoffeln, die man auf links gekrempelt hat, benutzt. Sie sind vom zahnlosen Tiger zum Wärmekätzchen für die Seeheimerfüsse bestens geeignet, zu mehr t(r)au(g)en sie nicht.

Auch die Linken in der SPD-Spitze, die im Vorstand stimmberechtigt sind (der Juso-Vorsitzende ist nicht stimmberechtigt), haben diesen Kandidaten einstimmig mit nominiert, ihn aufs Schild des Kanzlerkandidaten gehoben. Es hat darüber hinaus überaus deutlich gemacht, dass die Agenda Politik nicht trotz, sondern wegen dieser hasenfüßigen Linken möglich war…

Ich wüsste auch nicht warum die Seeheimer und Neoliberalen wie Sigmar Gabriel, Olaf Scholz, Ralph Stegner, Torsten Albig, Jens Börnsen, Martin Schulz, Manuela Schwesig, Thorsen Schäfer-Gümbel, Elke Ferner, Kurt Beck, Mathias Platzek, Heidi Wiezcorek-Zeul, Gernot Erler, Frank-Walter Steinmeier und viele mehr ihren Hut in den Ring werfen sollten, denn wie oben bereits erwähnt, sind es alles Agendisten und keine wirkliche Alternative.

Nichts ist neu, nichts war je neu - zur Agenda 2010 stand und steht man ohnehin.

Wie man ihn nun feiert und hochleben lässt, kann nur heißen, dass der Neoliberalismus in Bierlaune ist.

Die K-Frage bei der SPD ist entschieden. Sollten sie mal vom Weg abkommen, dann bekommen sie von den Seilschaften ein Reformzäpfchen - immer bereit für die Mitte.

Der Neoliberalismus kandidiert folglich doppelt.

Der Wahlbürger kann zwischen Männlein und Weiblein wählen, zwischen hanseatischer Schnodderigkeit und uckermärkischem Charme, zwischen Anzughosen und Hosenanzug.

Nur in den Inhalten gibt es keine Wahlmöglichkeiten.

Sag' da noch einer, der Neoliberalismus sei alternativlos.

Der Neoliberalismus bietet für jede Lebenslage und jede Volkslaune ein geeignetes Avatar, in das der Wahlbürger hineinschlüpfen kann.

Steht dem Wahlvolk der Sinn nach Hosenanzug, gibt es dazu ein Avatar, möchte es ein loses Mundwerk in kantiger und unfreundlicher Hülle, bietet es den Steinbrück, selbst wenn es mal einen grünen Kanzler wollte, kennt es Avatare, die der Neoliberalismus derzeit noch in Stuttgart parkt.

Interessant sind auch die Anmerkungen der NachDenkSeiten:

Nach der Nominierung Steinbrücks zum SPD Kanzlerkandidaten befand sich der Spiegel noch mit in der ersten Reihe der Jubelperser, aber kaum sind ein paar Wochen vergangen schon wird der Kandidat wieder demontiert. Allerdings kann man der SPD auch nicht helfen wenn sie sich wieder einmal genau den zweifelhaftesten Aspiranten auf das Amt des Bundeskanzlers ausgesucht hat.

Allein das zur Debatte stehende reicht aus um zu bestätigen, dass Steinbrück ...

Sozialdemokratische Unfähigkeit ade, scheiden tut nicht mehr weh.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 09. Oktober 2012 um 08:10 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 335
Beiträge : 5766
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14547751