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Die Troika des Schreckens

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Die Troika des Schreckens beginnt ihr Gesicht zu verlieren, indem man mittels einer statischen Vorgehensweise dynamische Probleme in der Verrentung lösen möchte.

Diese statische Vorgabe, fernab des Solidarprinzips hat mittlerweile traurige Tradition, möglich wird das wenn man eine Makrovorgabe im Verhältnis 1 : 1 überträgt, dann tragen nicht mehr viele Schultern die Last des Einzelnen.

Es geht in dieser Diskussion nicht um das Prinzip „ Dagegen sein“ sondern um eine zukünftige Gestaltung und dazu benötigt man die Realitätsanalyse.

Die wachsende Armut in dieser Republik ist das Produkt einer starren Sozialpolitik, die Operation Agenda 2010 bewährte sich nicht in der Realität.

Zurück zum Start, ist besser als ein Basteln am System, man hat sich sicherlich nicht geirrt, denn es ging darum Menschen in Arbeit zu bringen und das ist lobenswert.

Mehr auch nicht, standen vor Hartz IV die Gesetze von Hartz I; II und III dann sucht man die Anwendung vergeblich, Hartz IV wurde zum Magnet.

Was eigentlich sozialpolitisch nicht gewollt war wurde von der Wirtschaft zur unteren Messlatte einer Vergütung der Arbeit.

Man entzog mittels der Agenda 2010 der Arbeit ihren eigentlichen Wert, das allerdings bereits über Jahre und musste reagieren, man reagierte ebenso starr und unverhältnismäßig.

Was de facto, eine von Sozialdemokraten durchgesetzte Rentenkürzung ist, nicht nur die Regelrente von 67 Jahren sondern die Kürzung des Transfers und die Streichung von Ausbildungszeiten.

Damit beginnt der freie Fall einer sog. Mittelschicht in eine verordnete Armut, es ging um jene 7 % die man kürzte und das Modell Riester, mit Fragezeichen versehen was der Kapitaldeckung entsprach.

Nichts gegen die private Vorsorge, allerdings am Kapitalmarkt mit Schwankungen und vagen Hochrechnungen bringt nur zusätzliche Unruhe, es fehlt die Sicherheit in der Zeitachse und in der Transfersumme.

Das Modell Riester ist zu statisch, im Gegensatz dazu ist das Arbeitsleben dynamisch, der Aufbautransfer erfordert also Opfer und die trägt der kleine Mann.

Wenn der wiederum zehn Jahre ununterbrochen riestert mit monatlich 70 Euro so werden ihm 48,50 Euro garantiert.

Ein Rentenstandbein was den Aufwand nicht lohnt, dieses zu erkennen ist die primäre Aufgabe der Politik, basteln am Vertrag lohnt nun wirklich nicht.

Fakt ist nun einmal, nur die gesetzliche Rentenversicherung ist Grundlage einer Planung im Alter, das wäre der Schritt den die außer Rand und Band geratene Troika erkennen müsste.

Hier gilt es also das Vertrauen in diese Art der solidarischen Vorsorge wieder herzustellen und das Modell krisenfest zu machen.

Einmal lebt jede Versicherung von den Beitragszahlern und das sind die Schwächsten in unserer Gesellschaft, wer kann eigentlich noch so denken wie jene die am 20. eines Monates den Cent umdrehen müssen?

Die Wiederentdeckung des Beitragszahlers ist eigentlich der Punkt des sozialen Agenda, d.h. den Mensch in den Mittelpunkt nehmen und dann den Dialog beginnen.

Wie viel kann man einen Menschen zu muten, kann man dieses Problem mit starren Formeln angehen oder will man eine gesetzlich verordnete noble Armut im Alter?

Die sog. noble Altersarmut ist der Knackpunkt aller weiteren Betrachtungen, hier fehlt nämlich der Mut zur politischen Korrektur.

Noble Altersarmut kommt nicht von Ungefähr, sie orientiert sich an der Messlatte die ökonomisch gewollt man mit dem Hartz IV Bezug beschreiben kann, alles andere sind Weichen der Überforderung des Einzelnen um seinen Abstieg zu verzögern.

Die Arbeitszeitverlängerung auf 67 Jahre entspricht also de facto einer Rentenkürzung, sie ist nach wie vor am Arbeitsmarkt vorbei installiert wurden.

Wird eine Verrentung zu einem sozialen Abstieg des Betroffenen, dann hat diese Republik sich von der sozialen Verantwortung verabschiedet.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 25. September 2012 um 13:08 Uhr  

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