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Der Markt wird es richten

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Darüber muss man etwas mehr schreiben, denn unsere gesetzliche Rentenversicherung wurde Jahrzehnte lang von allen die rechts der Arbeiterbewegung standen systematisch herunter geredet, vielleicht war es eine gewollte Neiddebatte.

Eine Neiddebatte von all denen dessen Geist rechts steht, denn all das steht in einem unmittelbaren Zusammenhang.

Die Rechtsoffensive, welche Helmut Kohl als die moralische Wende bezeichnete, begann damit die Gewerkschaften an die Kette zu legen.

Indirekt ließ also der Staat diese Bewegung austrocknen, man sieht es am Mitgliederverlust und an einigen finanziell schwachen Tarifabschlüssen in jenen Jahren.

Ein wesentlich gravierender Punkt war die Liberalisierung des Arbeitsmarktes, im Ergebnis erbrachte diese Maßnahme Freiheiten für die Unternehmen.

Es fand eine kalte von oben gestartete Revolution statt, man schaffte sich gem. einer Neuen Sozialen Marktwirtschaft eine Basis mit der man Lohngruppenzuordnugen umging.

Man erfand ein Modell der halben sowie dreiviertel Stellen, besetzte somit Arbeitsplätze die man dementsprechend entlohnte.

Der Akademiker auf dem halben Arbeitsplatz wurde somit zur Realität, dazu kam mit der Regierungsübernahme von rot/grün im Jahre 1998 ein weiteres Problem.

Das war der relativ hohe Sockel an Langzeitarbeitslosen, um die wieder in die Arbeitswelt einzugliedern kam die Achse einer temporären Schiene hinzu.

Was auf dem ersten Blick eine Entlastung auf dem Arbeitsmarkt war, zeichnet sich einige Zeit später als eine Kettenreaktion.

Sehr schlimm sind Zeitverträge in einer Kette und dann auf einer ¾ Stelle, das war made by Kanzler Schröder.

Was an und für sich vielleicht gut gemeint war, wurde aber brutal ausgenutzt, so dass diese staatlichen Maßnahmen von Unternehmen bereitwillig angenommen wurden.

Die Arbeitgeber hatten somit ein leichtes Spiel, unter dem Vollzugskanzler Schröder betrachteten sie das als ein Heimspiel.

Mahnende Stimmen aus dem Lager der Gewerkschaften klinkte man aus im politischen Handeln, den Einfluss der Gewerkschaften hatte bereits sein Vorgänger im Amt gestutzt.

Was sich offenbarte mit der Hartz Gesetzgebung, damit traten private Arbeitsvermittler in Szene die ihren Gewinn nachgingen.

Das Thema der Zeitarbeitsfirmen kam auf die Agenda, in Zeitarbeitsfirmen sind unsere DGB Gewerkschaften wie Stiefkinder bekannt.

Der Zeitarbeiter des Jahres 2012 ist ein Arbeitnehmer auf Zeit für einen Verleiher, der damit verdienen möchte, es ist das Stück des Neoliberalismus, wenn die Wertschöpfung durch Arbeit dem einen und dem anderen Unternehmen dient, der Zeitarbeiter bleibt in seiner prekären Lage.

Zudem eröffnete man auf dem Arbeitsmarkt die Plattform für sog. Scheinselbstständige, die sich anbieten aber von 1-2 anderen Unternehmen abhängig sind, das berühmte Spiel der sog. Subunternehmer.

Aufgewertet mit Freiheiten aber ins kalte Wasser geworfen als Hungerlöhne in eigener Sache.

Was stets ausgeklinkt wird sind all die Honorat Kräfte, von denen auch der Staat eine Vielzahl beschäftigt, sie arbeiten auf eigene Rechnung und ohne Sozialversicherungsschutz.

Diese Zahl der Beschäftigten war eine relative Konstante, nahm aber in den letzten Jahren enorm zu, das sind nun einmal Beschäftige in Musikschulen usw.

Was ist eigentlich mit unseren Freiberuflern entstanden, eine Vielzahl von denen verdient in der Stunde so viel wie eine Frisöse.

Mancher Freiberufler wurde zum Getriebenen und betrachtet sich als gesellschaftliches Freiwild, denn unsere Printmedien zahlen nach veröffentlichten Zeilen und das sind Cents.

Betrachtet man dieses Ergebnis für sich, dann erkennt man eine Abwärtsspirale in der volkswirtschaftlichen Entlohnung.

Diesem Trend steuert man gegen, denn all der Umsatz unserer Binnenwirtschaft hängt unmittelbar von der Nettonachfrage ab.

Der Kampf um den Kuchen begann, das eröffnete Gedankengänge, mehr Netto vom Brutto war nur einer dieser, der sich auf Untugenden aufbaute.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 08. September 2012 um 06:12 Uhr  

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