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Altersarmutsabsicherung mittels ABM für die privaten Versicherer

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Das Thema der gesetzlichen Rente und der Pflicht des Staates dieses zu erfüllen, ist eines der Themen was mich mehr als 2 Jahrzehnte beschäftigte.

Zunächst sollten wir feststellen ,unser Umlageverfahren garantiert nicht nur eine Altersrente sondern auch eine Erwerbsunfähigkeitsrente im Fall der Fälle, das ist also ein weiteres Kapitel der Vernunft was von Kritikern dieses Systems kaum beachtet wird.

Allerdings funktioniert eine gesetzliche Rentenversicherung in der Art und Weise, wie unsere ,nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers.

Die Entlohnung über Jahre, demzufolge das Entgeld während einer Arbeitsbiografie errechnet sich über Jahre hinweg, mittels des Bewertungsfaktors.

Der wiederum ist das Ergebnis des Versicherten in der Summe seines Jahresverdienst dividiert durch die Jahresdurchschnittssumme Aller in unserer Republik.

Das ist zunächst eine persönliche und ehrliche Formel, die allerdings Tücken hat.

Eine Tücke ist den Arbeitsplatz zu finden, der annähernd dem Faktor 1 vergütet wird, sind in der Summe ein Midi- und 1 Minijob im Nettobezug mehr im Monat kommt die Versuchung, das über Jahre hinweg diesbezüglich auszuführen.

Der Midijob von 850 Euro Brutto ergibt den Jahresrentenfaktor 0,4 und das über 10 Jahre bei inem Geldwertfaktor von 28 Euro, ergeben das 4 x 28 Euro in der Summe als Rentenanspruch, das sind demzufolge 112 Euro Brutto monatlich.

Vergleichbar ist in diesem Zusammenhang ein mittlerer Angestellter in einem Logistikunternehmen, der Brutto pro Monat von 3500 Euro bezieht, da liegt sein Faktor im Schnitt über den Zeitraum von 10 Jahren bei 1,25 d.h. er erreicht 12,5 Punkte und das ergeben Rentenansprüche, bei Erreichung der Altersgrenze für diese 10 Jahre die Summe von 350 Euro Brutto monatlich.

Das ist richtig und andererseits sozial daneben, denn an diesem Beispiel läßt sich erkennen , dass innerhalb von 10 Jahren beim dem Versicherten A zum Versicherten B die dreifache Summe für den Versicherten B sich ergibt.

Sieht man das alles bezogen auf mehr als 40 Jahre, dann ist der Arbeitnehmer fast 60 Jahre alt, erkennt man die Lücken und innerhalb der Jahre, genau das was sich spiegelt.

Unser Sozialtransfer entspricht den Regeln der Wagnerischen Gesetze, das heißt wer arbeitet muß auch entsprechend viel verdienen um die Rentenansprüche zu erreichen, die ein Leben im Alter bei entsprechender Würde garantiert.

Was das nun heißt, sah ich in den vergangenen Jahrzehnten als meine Pflicht an, denjenigen Mitarbeiter zu einem Gespräch zu bitten der das 50. Lebensjahr überschritten hatte.

Daher ich ihn nicht auffordern konnte, mir seinen Versicherungsverlauf zu zeigen, mußte ich annäherend operieren, was eine Abweichung von +/- 10 % aufzeichnete.

In der Tat, es waren Mitarbeiterinnen die es betraf, die mit ihrem Wiedereinstieg ins Berufsleben auf meistens 60% Stellen gingen.

Im Ergebnis zeigte sich hier der Faktor 0,7 als Standard und das über Jahre, 20 x 0,7 sind 14 Punkte innerhalb von 20 Berufsjahren nach dem Wiedereinstieg ins Berufsleben, das waren also 392 Euro Brutto monatlich, was zuvor war innerhalb ihres Versicherungsverlaufes ist fast identlich.

Mit 16 Jahren beginnt der zu zählen und in der Tat folgen 5 Jahre mit dem Durchschnittsfaktor 0,6, d.h. 3 Punkte ergeben 84 Euro mehr nicht, die folgenden 10 Jahre, setzen sich meistens zusammen aus anerkannten Ausfallzeiten sowie Arbeitszeiträume in denen gut verdient wurde, im Schnitt liegt der Faktor allerdings bei 1 und das machen 280 Euro.

Also lagen ihre Ansprüche, bei Erreichung der Altersgrenze, im Alter von 50 Lebensjahren bei 756 Euro monatlich Brutto.

Da entstanden Wortgefechte, wer den Unsinn verbreitet hat, dass zur Rentenberechnung die letzten Beitragsjahre besonders bewertet zählen, ich weiß es nicht, jedenfalls ist die falsche Annahme immer noch im Umlauf.

Zudem kommt der Vergleich mit der Grundsicherung, geht man aber davon aus, dass eine Mitarbeiterin im Alter von 50 Jahren auf dieser Stelle noch 10 Jahre weiterbeschäftigt wird kann man ca. 160 Euro Brutto dazu zählen.

Damit hat sich der Vergleich zur Grundsicherung, die Frage kam, was machen wir dann wenn wir über 60 Jahre hinaus arbeiten möchten?

Es wird nicht viel mehr, pro Jahr evt. 18 Euro und dann, da gilt es abzuschätzen was ist mehr wert, die Lebensqualität oder die 18 Euro pro Monat?

Ich konnte die Entscheidung zum Minijob denen nicht abnehmen, warum ich allerdings die Gesprächsgrenze zu den betroffenen Kollegen auf das Alter 50 legte, hatte mit der inneren Einstellung der Mitarbeiter zu tun.

Jüngere sind kaum dazu gesprächsbereit, denen das System der Vermögenswirksamen Anlagen zu erklären war nicht immer einfach, die riefen nach einer Rendite und ich sprach über Sicherheiten.

Sah jedoch ein Mitarbeiter im Alter von 50 Jahren sein Ende im Arbeitsleben so wie er es geplant hatte, lagen die Rentenansprüche so gegen 1000 bis 1250 Euro Brutto, davon gehen allerdings beim Eintritt in die Regelaltersrente 10% für die KV und PV ab.

Was kann man also empfehlen als die private Vorsorge in solchen Fällen, zunächst in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben und in 10 oder 15 Jahren etwas aufbauen wovon man nachher etwas hat, wird sehr schwierig.

Man muß nämlich von dem schmalen Netto pro Monat willens sein etwas wegzulegen, was zunächst sicher ist und noch Zinsen abwirft, wenn das 1000 Euro im Jahr sind, könnte man über 18000 Euro nach 14 oder 15 Jahren als Kapital verfügen.

Entnimmt davon monatlich 500 Euro, dann ist der Topf nach 40 Monaten leer.

Insofern konnte ich nur Brücken bauen, denn die Verringerung des monatlichen Nettotransfers, durch den Renteneintritt liegt mittlerweile in der Regel bei einem Minus von 40% monatlich.

Das heißt, wenn ein Versicherter ca. 54 % seines letzten Nettogehaltes an Rente bekommt befindet er sich im Durchschnittsbereich.

Das ist zwar wenig aber sicher, der private Kapitalstock kann nur zur Überbrückung gelten um die Ansprüche im Leben abgefedert zurück zufahren.

Die Drohung „Altersarmut“ trifft nicht das System der Umlagenfinanzierten Rente, sondern es trifft Jene in ihrer Gesamtverantwortung die Löhne und Gehälter unter Tarif zahlen.

Insofern setzt man das berühmte Dreieck in die weiteren Betrachtungen, dann sieht man wie evtl. sogar politisch gewollt der rechte Winkel sich verschob, demzufolge wäre der Staat der einerseits zuläßt Löhne unter der Armutsgrenze zu zahlen, in der Pflicht die gesetzlichen Rentenkassen entsprechend finanziell auszustatten.

All das, was sich private Vororge derzeit nennt basiert auf ein großangelegtes ABM Programm für die Versicherungswirtschaft und bringt dem Versicherten im Schnitt nur bis max. 15 % der gesetzlichen Rente monatlich und dafür muß er in einer Aufbauphase einiges von seinem Nettogehalt abzweigen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 30. August 2012 um 05:44 Uhr  

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