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Die Brücke über die Drina

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Der Klassiker mit dem Titel „ die Brücke über die Drina, ist eine Chronik über Jahrhunderte, eine Chronik über Menschen in einer bosnischen Stadt Visegrad.

Visegrad die Stadt an der Drina, über diesen Fluß errichteten die Osmanen eine steinerne Brücke, Ivo Andrics der Erzähler dieser Chronik ist der Klassiker und der Nobelpreisträger, er ist das Kind von Visegrad.

Um das Buch zu lesen erfordert es ein Abtauchen des Leseres in all die kleinen Veranlagerungen und Nöte der Menschen, diesseits und jenseits der Drina, denn Ivo Andrics Klassiker ist heute wieder präsent und nicht nur in Bosnien.

Der Autor beginnt mit einer Zustandsbeschreibung zu der Zeit, wo es diese Brücke noch nicht ab und in seinen Erzählungen erfährt der Leser von einem Leben unmittelbar am Fluß, ein Leben was verbindet und trotzdem mitunter auf uns anders wirkt, genau deshalb wird dieses Buch spannend.

Man erfährt etwas vom Alltagsleben unserer Nachbarn aus einer Zeit, wo wir uns nicht für ihr Leben interessierten, allein das erweckt Interesse.

Unsere Nachbarn auf dem Balkan, in der bosnischen Stadt Visegrad, das ist die Stadt in der das Herz Bosniens schlägt und bereits zu Anfang der Erzählungen liest man wie fremde Mächte sich am Herz Bosniens vergangen.

Wer erbaute diese Brücke, die steinerne Brücke über die Dirna und zu welchem Zweck?

Man erfährt es und man erfährt mehr von der Planer und von den Arbeitern an der Brücke, von der Zwangsarbeit, von den Nöten des Winters und von der Knechtschaft der Abhängigkeit.

Im Detail beschreibt der Autor, die Terminvorgaben und all die Grausamkeiten die die Zwangsarbeiter über sich ergehen lassen mußten.

Er beschreibt aber auch die kleinen Freiheiten der Menschen in Visegrad unter der Macht des Sultans.

Es ist das Leben an der Brücke, mitunter ist es das Leben auf der Brücke, denn die Brücke lag danach nur 15 km von der türkischen Grenze entfernt, als Bosnien von Österreich- Ungarn besetzt wurde, die Brücke über die Drina die eigentlich nur 250 meter lang ist verbindet nun in dieser Epoche den Orient mit dem Okzident oder trennt sie den Orient vom Okzident?

Ivo Andric beschreibt all die daraus folgenden Veränderungen in der Stadt und auf der Brücke, das Leben der Menschen veränderte sich mit dem Einrücken der k und k Truppen, es folgten österreichische Beamte und Menschen aus anderen Teilen der Donaumonarchie, die sich hier niederließen und an der Brücke entstand das Nebeneinander der jüdischen Handwerker, der islamischen Händler und der österreichischen Beamten.

Der Autor beschreibt die Spannungen im Grenzgebiet während des Balkankrieges und den Rückzug des türkischen Heeres um tausende von Kilometer, ebenso kommen all die Erneuerungen zum Ausdruck, die Eisenbahnverbindung, die Garnisionshäuser, das Offizierskasino und damit beginnt eine neue Epoche, die Töchter und Söhne Bosniens möchten mehr erreichen, im Sommer all die Gespräche der jungen Leute auf der Brücke, der Autor schildert all die jungen Menschen während der Jahrhundertwende.

Er läßt die politischen Eiferer ebenso zu Wort kommen wie die politischen Märtyrer dazu kommen die Fanatiker der Religionen und das in einer Zeit wo hier unmittelbar vor Visegrad der Startschuss zum 1. Weltkrieg verfolgte.

Der Beginn des 1. Weltkriegs in Bosnien, etwas was uns Lesern bisher noch nicht erklärt wurde, beschreibt Ivo Andric im Detail.

Die k und k Armee stellte den Heimatschutz auf, man rekrutierte „Einheimische Söldner“, bewaffnete zwielichtige Personen und die Jagd auf die Serben begann.

Da kommen Gespräche der Menschen zu kurz, die Autor allerdings vorherhebt, es geht um die Bosnier, die in einen Krieg hineingezogen wurden und nun die Serbentreiber für die Österreicher machen sollten.

Die letzten Seiten dieses Buches spricht etwas über ein Verschwinden von Hoffnungen, in diesem Fall sind es Anlagevermögen und Aktien und zeigt an mehreren Beispielen den Niedergang der Menschlichkeit.

Es ist der Klassiker von Ivo Andric, ein Buch was den Leser packt.

Das Buch ist erschienen im Verlag: Paul Zsolany Wien ISBN 978-3-7632-6489-6 Die Büchergilde Gutenberg vertreibt das Buch als Lizenzausgabe

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 21. August 2012 um 07:42 Uhr  

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