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Von Experten für Experten- nein Danke,

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Beim täglichen Blick in die Tageszeitungen stelle ich zu meiner Verwunderung fest, die SPD besitzt nur noch Experten in ihren Reihen.

Tagt der Haushaltsausschuß, kommt der Experte, nun geht es um den Sport, Expertin für Turnstunden am Freitag, Frau Freitag Expertin für „ weiter, schneller und demokratischer“.

Dann nicht vergessen den Gesundheitsexperten, den Verteidigungsexperten, den Experten für Außenpolitik und den Experten, der lieber Vorträge hält als im Plenum seiner Arbeit nachgeht.

Experten, hat dieses Diplom mehr wert als die Bestätigung der Teilnahme an einer AOK Rückenschule?

Wie wird man zum SPD Experten, besteht diese Partei nur noch aus Experten?

Dann sollte man beginnen damit, einige Experten zu exportieren, vielleicht hat das einen höheren Mehrwert als mit Experten in eine Wahl zu gehen.

Experten, dieser Art sind Wählertrainer um den Bürger in Stimmung zu versetzen, aber keiner fragt das Volk, ob es überhaupt die Meinung der Experten hören möchte.

Dann hören sich die Experten selbst, das nennt sich Expertenrunde, vielleicht so ähnlich wie damals Werner Höfers „ Internationaler Frühschoppen“, den sah man stets des Sonntagsmittags, weil die Vorsuppe noch zu heiß war.

Man darf nur hoffen, dass alle diese mitunter sich selbst ernannten Experten von ihren angeschlagenen Ästen wieder herunterkommen, denn das was sie uns derzeit erzählen, erinnert einem daran als wenn der Sumpf trockengelegt würde und man dazu die Meinung der Försche hören möchte.

Den Experten sollte man ins Stammbuch schreiben, für wen macht ihr eigentlich Politik und welchen Wähler sprecht ihr damit an?

Stellen wir die entscheidene Frage, tragen nicht gerade die Experten dazu bei, dass eine Erosion der Demokratie stattfindet, indem die Willensbildung außen vor gelassen wird?

Sicherlich gehört zur Willensbildung im Volk der Wissenstransfer, da erlaubt sich die Frage welcher Parlamentarier transferiert was und wer wagt den Dialog?

Der politische Dialog gehört eigentlich zum Alltagsbild eines mündigen Bürgers, das könnte aber unbequem für manchen Abgeordneten werden.

Nur bequeme Wähler werden kurzfristig sich in den Expertenmeinungen wiederfinden, die Kurzfristigkeit läßt keinerlei politische Bindungen zu.

Experten verbinden nicht, sie besetzen Meinungen, das ist der Unterschied, mittels einer gewollten Willensbildung im Volke der Demokratie dienen, sollte die Praxis sein und dabei die Meinung der Experten hören wäre eine Tugend.

Derzeit verläuft allerdings die tägliche Praxis andersherum, die Experten vergeigen es und die Politiker halten den Ball dann flach und dann fragt man die Frösche, wenn man den Sumpf austrocknen will.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 10. August 2012 um 09:54 Uhr  

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