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Parteipolitisches Einerlei, die entspr. Falltür zum Intermezzo

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Wenn aus Zweierlei Einerlei wird, es geht um die Bundestagswahlkreise, um das Direktmandat.

Der ewige Kampf um die Gunst des Wählers im Wahlkreis, der allerdings gem. des bundesdeutschen Wahlgesetzes von den Parteien überwiegend besetzt wird.

Es gilt nun einmal beides, die Parteien zur Wahl eigentlich primär, das heißt in diesem Fall der Kampf um die Zweitstimme.

Dazu eröffnen die Parteien das Gefecht um die vorderen Listenplätze auf der jeweiligen Landesliste, zur Bundestagswahl gibt es unsinnigerweise Landeslisten der Parteien.

Zweitstimmen zur Bundestagswahl werden in den jeweiligen Ländern der Republik entschieden.

Damit überwiegt im weiten Sinne der innerparteiliche Entscheidungsprozess im Vorfeld, das unsinnige Prinzip der Delegierten kommt gleich zweimal zur Anwendung, es zählt auch dabei der gewisse Einfluß.

Das wurde nicht nur stets vergeblich schöngeredet sondern auch in der Vergangenheit wiederholt zur Diskussion gestellt.

Wir kannten ebenso das Mischverfahren, zw. den Mitgliedern und den gewählten Delegierten trotzdem wurden alle verbreiteten vagen Demokratisierungsversuche zu einer offenen und von der jeweiligen Partei installierten Vorwahl abgewürgt, in Berlin fand allerdings zweimal die Mitgliederabstimmung statt, wo es um den Spitzenkanditat zur Abgeordnetenhauswahl ging.

Den der Wähler zwar nicht direkt wählen kann, denn auch er führt nur in seinem Kreis evtl. die Liste der Partei an.

In beiden Abstimmungen fiel das Urteil aller entgegen des eingeschlagenen Trends des Landesvorstandes aus, wer erinnert sich noch daran, als Walter Momper die Urwahl gewann und am gleichen Abend der Landesvorsitzende zurücktrat.

Kann man daraus schließen, dass eine sog. Urwahl zwar keine offene Vorwahl ersetzt aber für manche Parteistrategen zu unangenehmen und unerwarteten Situationen führen kann?

Fragen wir uns anders herum, gibt es im Wahlkreis eines Bundestagsabgeordneten das Barometer der Vernunft, was den Wandel der Bevölkerung den Delegierten signalisiert?

Die wiederum tun sich mit unter einfach, wenn es um sog. Hochburgen geht, allerdings zeigen all die Ergebnisse in den letzten Jahren, wenn die Parteien in ihren Hochburgen einbrechen steht eine Trendwende bevor.

Gibt es noch die sog. Hochburgen oder gilt nur die Formel: „ den Wahlkreis verteidigen bzw. zurückgewinnen?“

Wahlkreise unterliegen dem Wandel, in den Städten konsequenter und auf dem flachen Lande zeitversetzter, sich dem Wandel anpassen wird zur politischen Kunst und dabei den Trend ausnutzen, wer dabei noch auf stabilisierende Mitstreiter verlassen kann ( ich weiß ja und sage es trotzdem, das kann auch der Hirtenbrief sein) erreicht einen Sockel.

Auf den darf man sich nicht ausruhen, die Frage stellt sich wer nimmt den Sockel für sich in Anspruch, der Direktkanditat dem es gelang die Gunst der Wähler zu erkennen und dabei in Wählerschichten einzudringen, die der Partei versperrt waren oder in der Umkehrung, waren in den Wahlkreisen die Zweitstimmen so stark, dass sie es rechtfertigten die richtigen Leute an der richtigen Stelle der Liste zu haben.

Es gibt sie natürlich, die Wahlkreise in denen der falsche Abgeordnete ein Intermezzo gibt, gewählt ist nun einmal gewählt.

Politisches Intermezzo war das Programm im Wahlkreis Kreuzberg/Schöneberg, so hieß der vor der Neugliederung.

Historisch betrachtet ein linker Wahlkreis, in der ersten direkten Wahl zum Deutschen Bundestag im Land Berlin gewann den die SPD, allerdings schaffte man hier nicht die Transformation zum Bürger in einem Bezirk des Wandels, hinzu kam im Laufe der Zeit ging der Partei der MdB abhanden, man schloß ihn aus der Fraktion aus.

Das deckelte die Hoffnungen auf den Wahlerfolg, es war vielleicht etwas einfacher damals für Jochen Feilke von der CDU, gegen eine Partei die es sich selbst schwermachte diesen Wahlkreis zu gewinnen.

Sein Wahlsieg zeichnete sich bereits am Wahlabend als ein Intermezzo ab, es wurde ersichtbar auch er stammte aus der sog, CDU Betriebskampfgruppe, die sich damals um Diepgen scharrte.

Offensichtlich sind jene, die ein Intermezzo in die Parlamente brachte nicht lernfähig, da gab es sein Wahlplakat aus dem Jahr 1998, wo man seinen Kopf von hinten sah, das interpretierte man in Kreuzber richtig:

Der Mann von der CDU der seinen Wählern davon läuft, denn er besaß in all den Jahren nie das Geschäft der Transformation.

Den Wandel im Wahlkreis bekommt man durch unmittelbare Kontakte zum Bürger und das wiederum mitunter außerhalb des langen Armes der Partei.

Verstanden das eigentlich alle Parteien in dem Wahlkreis der sich im Wandel befand, nein denn nach dem Zwischenhoch der CDU, bezeichnet als das Intermezzo ging es für Kreuzbergs CDU steil bergab.

Im Jahre 2012 wird sie angeführt zudem von einem mutigen und relativ kleinen Mann, den man mitsamt der Partei eigentlich unter Artenschutz stellen könnte, es begann die Aufweichung des bürgerlichen Lagers, in diesem Wandel verschwand die FDP und mittlerweile vermißt man sie garnicht mehr.

Aus all dem Wandel konnte die SPD allerdings keine Nutzen ziehen, das Jahr 1998 erwieß sich hier als das Kennzeichen der enttäuschten Hoffnungen, am Start war ein sog. Hoffnungsträger, der nach allen Seiten offen war.

Das kommt in Kreuzberg nicht an, in einem Bezirk wo die taz gemacht wird, ist dort einer nach allen Seiten offen, dann gilt er als nicht ganz dicht.

Der Hoffnungsträger führte dann zwar seine Kneipe weiter bis ihn das Zeitliche segnete.

Mittlerweile installierte sich hier etwas, der unmittelbare Abgeordnete der Erststimmen, der wiederum ganz anders verfuhr als mitunter sein Landesverband, die Identifizierung gelang Christian Ströbele, er konservierte links Politik, verband sie mit grüner Ausrichtung und machte einen alternativen Wahlkampf um die Erststimme.

Ihm gelang es, dagegen zog die CDU, sind wir wieder einmal beim Artenschutz, diesmal zog fast Vera Lengsfeldt blank, auch hier entkleideter Busen brachte sie nicht in die Nähe eines Ströbeles, Vera Lengsfeldt experimentierte so erfolglos wie es einige Male hintereinander für die SPD Björn Böhning machte, man sagt dazu Zählkanditaten.

Das sagt uns, wenn man den Wandel nicht erkennt und sich parteipolitisch vernagelt, kann man stets um Platz 3 kämpfen in der Wählergunst, denn der 1. Platz liegt mittlerweile in so weiter Ferne, dass man vermuten kann auch wenn Ströbele nicht mehr antreten wird, können die Grünen hier noch einige Jahre davon leben.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 26. Juli 2012 um 04:20 Uhr  

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