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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Notwendigkeiten

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Wenn die berechtigte Forderung nach Gemeinsamkeiten dort endet, wenn man es mit einer Notwendigkeit erklärt, dann läuft etwas schief.

Man verwechselt nämlich die Gemeinsamkeit mit der Notwendigkeit.

Ein Grundlage zur Gemeinsamkeit ist der Interessenabgleich und allein dieser ist für viele unter uns bereits die Hürde.

Der Interessenabgleich setzt nämlich stets etwas voraus und das nennt sich die politische Positionierung, die Hauptaufgabe lautet demzufolge sich politisch zu positionieren.

Innerhalb unserer Gesellschaft gibt es noch die berühmte Vielzahl von Jener dessen Credo lautet: „ mehr Sein als Haben“, diese Darbietung dient eigentlich nur der Blendung, mitunter sogar der eigenen.

Ein Leben, was sich auf Blendung bezieht wird niemals Impulse freisetzen, mag sein dass wir es mit Teilen in der Gesellschaft zu tun haben, die gerne treten.

Sie treten stets nach unten und bemerken nicht dass hiermit eine Entsolidarisierung beginnt.

Bleiben wir zunächst beim Problem, „ nach unten treten“, versteht dieser Teil der Gesellschaft eigentlich, dass er auch getreten wird?

Wenn sie verstehen würden, dann wäre man einen Schritt weiter, wenn aber nur Eigeninteressen zählen bewegen wir uns auf einem Holzweg.

Es ist nicht der Holzweg, den noch immer von uns viele einschlagen um ans Ziel zu gelangen, es geht primär um die soziale Ausrichtung, da spricht man einerseits innerhalb der Soziologie von Menschen, denen es um Besitzstandswahrung geht.

Besitzstandswahrung als Lebensziel wird zur Besitzstandsverteidigung, allerdings beginnt die Philosophie zu erodieren.

Mittels der Zunahme von prekären Beschäftigungsverhältnissen beginnt das Weltbild aus dem Rahmen des Neoliberalismus zu fallen.

Mitunter haften sich noch etliche an ihr Weltbild und meinen in einer kurzzeitigen Epoche dieses zu meistern, allerdings kann man real sagen, etliche laufen dem Bild einer Fata Morgana hinterher.

Da erkennt kaum Gemeinsamkeiten, dessen Leben in der Jetztzeit ist der Tanz auf dem gesellschaftlichem Vulkan.

Möglich könnte sein, diesen prekär Beschäftigten das Bewußtsein in den Vordergrund zu bringen, dabei würden sich aber einige wundern.

Denn wenn alle prekär Beschäftigten an 3 Tagen in der Wochen Dienst nach Vorschrift machen würden, müßten etliche Höchstverdiener arbeiten und das wesentlich anders als sie es unter arbeiten verstehen.

Es gibt eine Vielzahl von prekär Beschäftigte dessen Chefs mehr als das Zwanzigfache im Monat verdienen, wie sollen dabei Gemeinsamkeiten entstehen?

Eine um ein Prozent höhere Mehrwertsteuer trifft den Höchstverdiener gering, für den prekär Beschäftigen ist das bereits ein wesentlicher Nettobeschnitt.

Demzufolge heißt die gesellschaftliche Frage der Zukunft, wie steht es um die monatliche Vergütung der unselbstständigen Arbeit?

Derzeit weiß man 40% aller die einer unselbstständigen Arbeit nachgehen und das regelmäßig unterliegen einem Sog nach unten, bezogen auf ihren Monatsverdienst.

Nur 8 % in der Gesellschaft nehmen für sich in Anspruch, zu denen zu zählen dessen finanzieller Trend nach oben geht.

Der resultierende Rest also mehr als 50% zählte man zu der bindenden Mittelschicht und genau die weicht sich auf.

Man hat ermittelt, dass genau von diesen 50% ihren Standard nur noch bis 38% halten können, der Rest hat bereits einen Zusatzjob.

Das ist nicht der Zusatzjob sondern hier wächst ein prekärer Sektor von Scheinselbstständigkeit heran.

Die sog. Minijobber sind in der sog. Mittelschicht noch unter 5%, diese Schicht bedient sich mittels Vertretungen und Agenturen.

Bleiben wir zunächst einmal bei den 40%, dessen monatliche Vergütungen bedroht sind von einem Sog nach unten, dabei stellt man fest, dieser Wert blieb konstant, nach wie vor geht die Gefahr umher vom Verlust des Arbeitsplatzes.

Nimmt man dazu das Kriterium der Arbeitsbiografien, stellt man fest, dass ein heute 50 jähriger Facharbeiter kaum noch in seinem erlernten Beruf beschäftigt ist, min. 55 % der 50 jährigen hat sich bereits weitergebildet und min. 35% von denen verlor ein oder 2 x bereits seinen Arbeitsplatz.

Hier ergibt sich folgendes: Jeder Arbeitsplatzwechsel führte zu einem Lohnverzicht, um das einigermaßen wieder zu stabilisieren nahm dieser Kreis in der Regel entweder der oder die Betroffene bzw. der Partner einen Minijob an.

Die Minijobs nahmen auch in der zurückliegenden Krise fast um 25% zu.

Nun sollte man nicht meinen bei Akademikern sieht es besser aus, von nichten, denn mancher Studiengang erfordert ein Praktikum, nur noch 20% der angeboteten Praktikumsstellen werden finanziell vergütet, wobei in der Regel davon nur fast jede 5. Stelle sozialversicherungspflichtig ist.

Andererseits verlassen ca. 30% Jungakademiker die Hochschulen und sind bereits verschuldet, ein Hauptgrund liegt hier im Auslandssemester, was zwar empfehlenswert ist aber finanziell sich niederschlägt.

Von fast allen Fachrichtungen gehen ca. 20% in eine Warteschleife, die kann bis zu 18 Monate dauern.

In dieser Zeit greift der Jungakademiker zu allem, zum zusätzlichen Praktikum und zum Minijob.

In den ersten 36 Monaten haben 2 von 5 Akademiker bereits wieder ihre Stelle gewechselt, es ist die sog. Einstiegsphase, genannt der Flaschenhals.

In mehr als 40% aller Fälle führt der berufliche Einstieg über einen befristeten Vertrag bzw. über eine 60 % Stelle, so daß der Minijob zunächst nicht aufgegeben wird.

In manchen Großstädten nennt sich der berufliche Fluchtweg der Akademiker, die frühe Selbstständigkeit.

Um in dieser Phase unmittelbar nach dem Start zu überleben, betreiben etliche eine Selbstausbeutung, danach füllen sie nach mit Minijobber und unbezahlten Praktikanten.

Es beginnt eine Tretmühle und es entsteht das sog. Neureiche Prekaritat der Jetztzeit.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 23. Juli 2012 um 05:46 Uhr  

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