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BILDUNGSSTREIK 2009

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Bundesweiter Bildungsstreik

 

Gestern fand die Hauptprotestaktion des bundesweiten Bildungsstreiks statt.

Viele Genossinnen und Genossen sind dabei mitgelaufen, um für ein besseres Bildungssystem, ohne Gebühren, dafür aber mit Qualität zu kämpfen.

In Niedersachsen wurde einen Tag vorher im Landtag das sogenannte „Turbo-Abitur“, eine Verkürzung der Lernzeit auf den weiterführenden Schulen von 9 auf 8 Jahre, beschlossen.

Das Ergebnis dieser verfehlten Politik ist schnell abzusehen:

Viel Stress für Schülerinnen und Schüler, die den Lernstoff nun noch schneller verarbeiten müssen und mehr Stress für Lehrerinnen und Lehrer, die den Stoff, den sie vorher in 9 Jahren unterbringen mussten, nun in 8 Jahren vollziehen müssen.

Von zielgerichteter Pädagogik kann keine Rede mehr sein.

Auch der Kampf gegen Studiengebühren stand im Mittelpunkt der Proteste.

Die allgemeinen Studiengebühren hindern viele Menschen, vor allem aus einkommensschwachen Familien, an einer hochschulischen Bildung.

Zudem decken sie auch den finanziellen Bedarf einer Hochschule nicht im Geringsten – sie sind nur ein Ausdruck der Klassengesellschaft.

Aber auch die Langzeitstudiengebühren haben in der Realität keinen Sinn; man trifft damit nur die Leute, die das Studium nicht stringent durchziehen können, weil sie auf Grund ihrer Finanzen nebenbei arbeiten müssen, wodurch sich die Studienzeit automatisch verlängert.

Studiengebühren in jedweder Form bleiben abzulehnen.

Zu allem Überfluss ist die Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) auch noch dumm genug, die Studierenden wegen des mehr als berechtigten Protestes zu kritisieren.

Das ist jedoch nicht verwunderlich, wenn man, wie es auf Frau Schavan zutrifft, seinen Kopf „nur zum Tragen einer Mütze“ hat, um es mit den Worten der Band „Die Ärzte“ zu sagen.

Sie hat entweder nicht begriffen, worum es bei dem Bildungsstreik geht, oder sie hat es begriffen, findet aber ein Zwei-Klassen-Bildungssystem super.

Im ersten Fall kann man nur dazu raten, das Ministeramt niederzulegen und mit dem Vakuum in ihrem Kopf die Waldbrände in Kalifornien zu löschen.

Im zweiten Fall ist man dazu verpflichtet, ihr und der selbsternannten Elite das Handwerk zu legen.

Wir, Genossinnen und Genossen, werden jedenfalls weiter für ein gerechtes Bildungssystem kämpfen.

Wir wissen, dass wir Recht haben.

Einen kleinen Videobeitrag zu dem Thema findet ihr bei Youtube:

Youtube

 

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