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Die wahren Ursachen sind weit vielfältiger!

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Wir befinden uns seit Jahren in einer sich stetig verschlechternden Finanzkrise.

Und die Wirtschaftskrise ist bereits abzusehen. Als Ursache wird dabei immer die Immobilienblase in den USA genannt. 

Aber ist das wirklich die Ursache. Nein, bestenfalls der Auslöser.

Denn die wahren Ursachen sind weit vielfältiger. Beginnen wir mit dem Geldsystem.

Der Niedergang begann schon viel früher, als die US-Regierung der FED das Recht gab, Geld zu drucken, ein Vorgang den kein Staat aus der Hand geben darf, denn damit macht er sich vom Kapitalmarkt abhängig.

Von da an musste der Staat seinen Geldbedarf über die private Bank decken und Zinsen bezahlen wodurch die Staatsschulden wuchsen und wuchsen und nun gänzlich aus dem Ruder gelaufen sind.

Und dieses falsche System hat sich ausgebreitet und ist auch zu uns gelangt.

Jetzt kann das ja durchaus nützlich sein, wenn z.B. nach einem Krieg der Wiederaufbau finanziert werden muss.

Aber nachdem dieses Kapitel bei uns längst abgeschlossen ist, unsere Wirtschaft seit geraumer Zeit im Überfluss produziert, müsste eigentlich der Staat die Hoheit über die Geldmenge wieder in die Hand nehmen.

Durch diese private Geldschöpfung aus dem Nichts, die Banken brauchen nur zwei Prozent an Eigenkapital um Milliarden an Krediten herauszugeben und damit über die Zinsen ein mehr als provitables Geschäft zu machen, ist die Geldmenge derart gestiegen und hat sich außerdem in den Händen einiger weniger konzentriert.

Und weil es nun in der Realwirtschaft kaum noch provitable Anlagemöglichkeiten gibt, das Geld aber „arbeiten“ soll wurden alle möglichen und unmöglichen Papiere erfunden und die Spekulation auf ein vorher nie gekanntes Ausmaß getrieben.

In den nun völlig überschuldeten USA kam nun hinzu, dass der Dollar immer schwächer wurde, einige Länder ihn nicht mehr als Leitwährung anerkannten und ihre Güter in anderen Währungen einkauften und bezahlten.

Für die USA ein Horrorszenario, denn wenn der Dollar abgelöst würde nützt auch das Gelddrucken nichts mehr.

Also musste dem Einhalt geboten werden. Und da kam die Eurozone ins Fadenkreuz der Finanzeliten. Nun war aber die Eurozonen ein äußerst gewichtiger Wirtschaftsraum und nicht so einfach zu knacken.

Aber nun kamen die Fehler der Euroeinführung klar zum Vorschein.

Die Verfechter des Euro dachten, eine gemeinsame Währung würde jedem Angriff standhalten.

Es stellte sich aber sehr schnell heraus, dass dem nicht so war. Denn eine gemeinsame Währung macht die Staaten noch nicht gleich stark.

Diesen Trugschluss haben sie bis heute noch nicht eingesehen.

Also kam es wie es kommen musste, ein Finanzkrieg wurde entfacht, dazu pickte man sich die schwachen Länder heraus um so Stück für Stück den Euro zu schwächen oder am besten ganz zu zerstören.

Der Fehler bei der Euroeinführung war, dass die Eurozone keinesfalls über die sog. Kernländer hinaus ausgeweitet hätte werden dürfen.

Man hat den letzten Schritt vor dem ersten gemacht.

Kein Land das nicht annähernd den gleichen Stand der Wirtschaftsleistung, der Steuer- und Sozialpolitik erreicht hat hätte in diesen illustren Kreis aufgenommen werden dürfen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Deutschland, als zeitweiliger Exportweltmeister, was nur durch einen beispiellosen Sozialabbau und Hungerlöhne erreicht werden konnte, um seine Waren absetzen zu können, andere Volkswirtschaften in die Knie gezwungen hat, die diesen Kurs nicht mithalten wollten.

Nun war die Stunde der Banken und Spekulanten gekommen, sie gaben großzügig Kredite und kauften Staatsanleihen in Massen, abgesichert durch Kreditausfallversicherungen, und, als diese nicht mehr ausreichten durch die Steuerzahler.

Leider ist dieser einfache und für jeden verständliche Zusammenhang weder bei unseren geistigen noch politischen Eliten bis heute angekommen.

Und so eiern sie herum, wollen Schulden mit noch mehr Schulden bekämpfen, sparen auf dem Rücken der Bürger und merken nicht, oder wollen es nicht erkennen, dass sie damit direkt auf den Abgrund zusteuern.

Auch wenn sie noch drei oder fünf Billionen in das System pumpen, auf diese Weise wird die Eurozone mit Sicherheit auseinander brechen, spätestens wenn nach Einführung des ESM den ersten Ländern Strafzahlungen drohen, die sie natürlich nicht aufbringen können, da sie ja sowieso bis zum Hals in Schulden stecken, wird ein Land nach dem anderen ausscheren, erst die Eurozone verlassen und dann die EU.

Aber offenbar wollen unsere Eliten das.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 18. April 2012 um 08:34 Uhr  

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