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Die neue Klassengesellschaft

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Die Entstehung einer neuen Klassengesellschaft, die sich kaum politisch zuordnen lässt ist eine Variante des sich selbst zerstörenden Kapitalismus.

Mit den Nachwehen der Rettungsanker zerfiel eine Gesellschaft die sich einordnen ließ, Parteien die sich der Ordnung verschrieben hatten wurden zum unmittelbaren Handlager einer asozialen Systems, der Machtverschiebungen.

Geht es den politischen Parteien weniger um Volksbindung und Bürgernähe sondern um vollzogene Darbietung quittiert das der Wähler mit einer steigenden Verdrossenheit.

Das lähmende Gefühl nicht wahrgenommen zu werden und mitunter bewusst übergangen zu werden ist nicht nur eine Tendenz in der Gesellschaft sondern die offenkundige Schwäche dieses Parteienspektrums, wo Vorderleute sich hochspülen und sich aufstellen ohne dabei den Begriff des demokratischen Mehrwerts einzubeziehen.

Die sog. stetig wachsende Entfermdung von Problemen der Nachhaltigkeit von Maßnahmen die nur der Stabilisation der Situation dienten, erzeugt mangelnde Transparenz und Unzufriedenheit.

Es geht um Alternativen, es geht um Leitbilder um vermittelbare Vorstellungen, es geht um den sog. roten Faden, jenen die sog. politische Haushälter umschreiben aber niemals politisch definieren können, warum sie dagegen sind.

Wenn eine inhaltsreiche und vielleicht auch mitunter mühsame Politik keine Übersetzung in der Vermittlung zum Wähler findet, liegt es mitunter an den Personen, es sind aber nicht überwiegend Personen sondern der bewusste Personenkreis.

Der andererseits treu und brav seine Arbeit vollbringt und andererseits nahezu dafür verantwortlich ist, dass es zur Entstehung einer neuen Klassengesellschaft kam.

Nennen wir diese Klasse, die Klasse der Unquitterten, denen es nicht um positiv oder negativ geht sondern um Rechte.

Das Recht auf Information als Quelle zur demokratischen Verankerung, war eigentlich ein Urziel unter den Demokraten, deshalb die Frage:

Warum fand das keinen Widerhall in den Parteizentralen der Mächtigen, waren ihnen ihre operativen Positionspapiere wichtiger als einen Dialog zu beginnen?

Positionspapiere sind strategische übertragbare Leitlinien, sie schließen aber nicht den direkten Zugang zur Situation des kleinen Mannes auf der Straße aus, dem wiederum ist seine eigene Situation mitunter wichtiger und erweißt sich als durchaus gravierender als Grundsätze von Gestern zu Themen von Morgen.

Es liegen mehrere Probleme vor, zunächst den Flurschaden bereinigen den der Neoliberalismus im Denken von uns allen hinterließ.

Danach lassen sich mit Personen die für diesen Flurschaden mit verantwortlich waren keine alternativen Strategien verkaufen, es nützt nichts nur die Kleider zu wechseln, sondern man sollte unbelasteter starten.

Der dritte Punkt nennt sich das Startpapier, eben jenes mit dem sich der Bürger identifizieren kann, die Sorgen und Nöte des kleinen Mannes aufgreifen, in Kleinarbeit analysieren und sich fragen, wer ist geeignet das zu vermitteln?

Strategien die nur der eigenen organisatorischen Stärke dienen, ist ein bewusster innerparteilicher Zeitvertreib und hat nun gar nichts mit der sog. offenen und informierten Gesellschaft zu tun, Beschäftigungen innerhalb des Schemas der Organisation wirken nach außen kontraproduktiv und können am Start zu einer Isolation führen.

Haben nicht die innerparteilichen Isolationen einen Teil dazu beigetragen, dass eine neue Klassengesellschaft entstand?

Denn die Krise des Kapitalismus ist nicht die Krise des Volkes und der Wähler ist das Volk.

Man sollte sich der Kleinarbeit nicht zu schade sein und seinen Weg gehen, man sollte andere sich platzieren lassen, denn sie sind auf dem Weg zu den Deplatzierten, denn ihnen fehlt der Faktor der Identifikation zum eigentlichem Problem.

Es sind die Sorgen und Nöte der bisher zu kurz gekommenen, den Hoffnungslosen wieder das Gefühl vermitteln sie ernst zu nehmen, sich den Schwachen in der Gesellschaft annehmen, das ist mehr als eine Tugend sondern das sollte der Grundsatz werden.

Der Grundsatz des politischen Handelns sollte der Einbeziehung aller gelten, sonst zerlegt man.

War das Zerlegen dieser Gesellschaft in Abhängige und staatlich refinanzierte sog.Hartz geduldete nicht der soziale Niedergang dieser Republik?

Entstand damit nicht ein Leben in Angst vor dem sozialen Abstieg, der sich wie einen roten Faden durch manche Biografie zieht, machen da nicht etliche Zugeständnisse, die wiederum wenige brutal ausnutzen.

Haben diese Ausnutzer des Systems nicht das justierte Recht auf ihrer Seite?

Genau deshalb fühlt sich der kleine Mann auf der Straße politisch veräppelt, er kann die Handlungen der Parlamentarier nicht nachvollziehen.

Das ist ein Manko der Parteien hier nachzuhelfen, der sich aber Parteien lähmen mittels einer Selbstdisziplin fällt diese demokratische Funktion aus, so dass der erkennbare freie Fall in eine mitunter ungewollte Parallelgesellschaft vollzogen wird.

Diese beschriebene Parallelgesellschaft ist die Geburt einer neuen Klassengesellschaft, die die eigentlich verantwortlichen Parteien vor sich hertreiben wird.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 23. April 2012 um 12:51 Uhr  

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