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Spanien- die Neubewertung

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Als

 

 

 

die Ultrakonservativen zu den Konservativen fanden, entstand ein neues Selbstbewußtsein der Rechten, das proportional zur Krise der Sozialisten gestiegen war.

Erst im Jahre 1999 legten die damaligen Oppsitionsparteien einen gemeinsamen Gesetzesentwurf vor, mit dem 60 Jahre nach Kriegsende das Andenken der Bürgerkriegsexilanten gefördert und Gelder für die Entschädigungszahlungen bereitgestellt werden sollten.

Dieser Gesetzesentwurf gestattete auch eine gezielte Neubewertung der Kriegsschuldfrage, insofern diesmal erstmalig auf die Verantwortlichen jenes faschistischen Militärputsches gegen die republikanische Legalität zugespitzt hingewiesen wurde. Verabschiedet galt nun der Regelbegriff in der Gesellschaft, daß beide Kriegsparteien eine Kollektivschuld tragen würden.

Jedoch war die aus den Konservativen gebildete Regierung nicht bereit, die Lage der Dinge so zu betrachten, sie wiederum kam mit dem Vorschlag, die Ehrung der Opfer zu unterstützen.

Dazu äußerte sich der damalige Ministerpräsident, Bürgerkrieg und Diktatur aber seien überwundende Perioden, deren Ursachen nicht zur politischen Debatte stehen dürfen.

In der 2. Leg. Periode sah sich jedoch das konservative Regierungslager den Initiativen der Opposition ausgesetzt, in der politischen Arena Spaniens entdeckte man die Frage der Vergangenheitspolitik.

Die Sozialisten und die Vereinigte Linke brachte immer neue Vorschläge ins Plenum, die Forderung nach Rehabilitierung und der Entschädigung von verschiedenen Opfergruppen der Franco Dictatur. Interessanterweise blieben bis zu diesem Zeitpunkt, Aktivitäten von zivilen Gruppen innerhalb Spaniens aus, nur international zeigte man sich gewillt dieses Thema sich anzunehmen.

Der 11.März 2004 brachte die Wende.

Das Meinungsbild der Gesellschaft wande sich den Sozialisten zu, demzufolge stand nun diesbezüglich die PSOE in ihrer Pflicht.

Aber auch innerhalb der Zivilgesellschaft bewegte sich etwas, man fand zum Ausgangspunkt zurück, einer davon war der aus Leon stammende Lokalreporter Emilio Silva.

Er hatte sich im Jahre 2000 auf die Suche seines im Bürgerkrieg verschollenen Großvaters gemacht, es erschien sein Artikel in einer spanischen Lokalzeitung und der Stein des Anstoßes fand statt.

Der Artikel löste eine Welle von Hilfsleistungen aus und Zeitzeugen meldeten sich, es kam zur Gründung der Bürgerinitiative Asociacion para la Recuperacion de la Memoria Historica.

Im Nordwesten Spaniens begann man mit der Öffnung der ersten Bürgerkriegsgräber.

Das bedeutet eine Signalwirkung, 25 Jahre nach dem Tode eines kleinen Faschisten, dessen Schatten so lange auf der Gesellschaft lag, verblaste- es rückte die Frage nach dem Desparecidos ins Bewußtsein der Öffentlichkeit.

Man schlug ein düsteres Kapitel der Zeitgeschichte auf.

Dazu mehr im Folgebeitrag.

Es ist Zeit mich zu bedanken, zunächst gab der Anstoß zu dieser Serie das BE mit Gracia Lorca und seiner Biografie, sicherlich auch die Freunde des Willy Brandt Hauses, mit ihrer spanischen Nacht und zudem ganz persönlich an Axel Fersen, meinen Dank- der mich aus Barcelona ermunterte weiterzumachen

 

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