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Das Markenzeichen

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Ein Markenzeichen der Berliner Republik .

Es ist die entpolitisierte Gesellschaft, kurz nach dem Umzug des Bundesdeutschen Parlamentsbetriebes von Bonn am Rhein an den Spreebogen in Berlin befand sich der Neoliberalismus auf dem Höhepunkt seiner Macht.

Er entzweite die Gesellschaft und schaffte eine neue Formation des Politikers, nämlich den politisch Handlungsreisenden auf der Welle der Gunst seiner Annahmen.

Es galt der Entzweiung zu gestalten, man rasierte Ideologien und schnitt Bindungen ab, man vertraute den Technokraten und damit entwickelte sich eine neue politische Kultur, nämlich die der gegenseitigen Abhängigkeiten.

Das Ziel lautete für die einen, bewusst kontern mittels eines tragfähigen Postliberalismus, der sich aber ebenso gesellschaftlich verkantete, wie das Auslaufmodell Neoliberalismus.

Die Stärke lag nicht in der inhaltlichen und politischen Überzeugung, ebenso nicht in Fallbeispielen zur zukünftigen Gestaltung eines Lebens mit Anstand, Würde und Teilnahme am Leben, nein etwas ganz anders gelang in den Vordergrund der politisch Handelnden.

Man wich bewusst vom Ziel ab, von einem Ziel dessen Kern die eigentliche Stellung der Partei war, in diesem praktizierten System spielte die Parteizugehörigkeit und die Parteibindung eine Nebenrolle, denn es ging einfach um Macht.

Mittels der Macht Einfluss gewinnen seine Interessen durchzuboxen, man nennt dieses Instrument, die personalisierte Politik.

Die Berliner Republik bekam ihr Markenzeichen und das war die personengebundene Politik, mit den richtigen Köpfen an der Spitze werden Parteien dabei an den Rand gedrängt, Parteien verlieren insofern den Einfluss, mittels der Technokraten entwickelten sich neue Einflusssphären.

Man bezeichnet es als Sponsoring, als das Geben um Bedient zu werden als das Primäre um auf sich aufmerksam zu machen, die Anfälligkeit bedient zu werden setzt neue Maßstäbe und es entwickelt sich eine bewusste Abhängigkeit.

Die somit neuentwickelte politische Abhängigkeit widerläuft eine eigentliche politische Darbietung, man opfert sie des neoliberalen Gedankens wegen.

Was fehlt in dieser Berliner Republik ist die Bewegung im Kern der Politik, die Wiederentdeckung der parteilichen Ausrichtung, das schlagende Herz des handelnden Politikers muss im Kern der Partei verankert sein.

Es sind sonst politische Softballspiele, die zwar wiederum dem einen oder anderen Mitspieler in Stellung bringen werden, doch der wiederum wird sich kaum wandeln, mitunter ziehen es jene vor sich zu sonnen.

Die Berliner Republik bringt das erkennbare Mittelmaß an vorhandener politischer Ehrlichkeit deutlich an den Tag und der dort mitspielt und sich nicht wandelt legt den Grundstock für eine Politikverdrossenheit der Masse.

Wer sich gehen lässt und wer den Versuchungen nicht standhält wird anfällig für eine Presse, die mittlerweile näher dran ist am Geschehen, die man andererseits auch näher an sich heranläßt.

Würden diese Vielzahl von der Lobby abhängigen Politiker die Presse weniger an sich heranlassen und sich andererseits mehr um ihre politische Arbeit kümmern, dort hingehen wo es weh tut, müsste die Presse nachziehen, wer sich aber stets in der Presse sehen möchte wird von der Presse getrieben.

Wie viel an politischen Wert hat ein von der Presse getriebener Politiker?

Kann der vor lauter Rechtfertigungen noch vordenken, vermag der querzudenken?

Auf dem Opfertisch des Neoliberalismus landet fast eine ganze Generation von Politikern, die eigentlich langweilig sind, die Parteien benutzen um ihre Macht zu fundamentieren aber nicht zu operieren.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 21. Februar 2012 um 04:24 Uhr  

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