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Start Archiv 2009 Soziale Unruhen? - Der Bildungsstreik 2009!

Soziale Unruhen? - Der Bildungsstreik 2009!

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Ein Grund,wieso sich viele Linke gegen die Schuldenbremse im Grundgesetz gestellt haben, waren auch in der Zukunft sicherlich notwendige Bildungsinvestitionen.

In einer Diskussion habe ich darum gebeten, dass mein Diskussionspartner, der für die Schuldenbremse war und m.M. nach deshalb irgendwie hellsehen konnte - wie konnte er sonst sagen, dass wir später keine Investitionen in Bildung, Soziales, Familien o.ä. machen müssen - dass er mir mit seiner Gabe mal zeigt, dass die Schuldenbremse vernünftig ist und mich so überzeugt.

Hat er nicht geschafft, deshalb ist und bleibt sie unverünftig.

Und im Rahmen der weltweiten Wirtschafts-und Finanzkrise wurde auch kontrovers über sog. "soziale Unruhen" debattiert:

Die einen sagen, sie brächten gar nichts, wir Jusos sagen, bis zu einem gewissen Maße sind diese wichtig, um einfach die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Politik gegenüber deutlich zu zeigen und klarzumachen, dass wir nicht alles mit uns machen lassen.

Bildung ist einer der wichtigsten Punkte im SPD-Wahlprogrammentwurf und unglaublich wichtig für alle Menschen.

Deshalb gehen die Jusos, die Juso-SchülerInnen-Gruppe, die Juso-Hochschulgruppen mit vielen anderen Organisationen und Initiativen am 17. Juni 2009 auf die Straße - und zwar, um für Bildung zu streiken!

Ich glaube, das sind keine sozialen Unruhen, sondern eine Ausdrucksweise zur Notwendigkeit der Verbesserung des Menschenrechtes Bildung.

Wir SchülerInnen wollen:

  • Eine Schule für Alle – Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem
  • Kostenlose Bildung für Alle
  • Mehr Lehrer_innen, kleinere Klassen
  • Beendet den Einfluss der Wirtschaft auf die Schulen!
  • Gegen Schulzeitverkürzung! Wie dem G8-Abitur!
  • Schluss mit Repressionen gegen Schüler und Schülerinnen
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  • Für eine Demokratisierung des Bildungssystems!

Und die StudentInnen fordern:

Soziale Öffnung der Hochschulen

  • den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch den Ausbau von Studienplätzen!
  • die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit von Bildung!
  • die finanzielle Unabhängigkeit der Studierenden – ohne Kredite!
  • die Abschaffung jeglicher Diskriminierung, auch in ihrer institutionalisierten Form gegenüber ausländischen Studierenden!

Abschaffung von Bachelor/Master in der derzeitigen Form

  • die Abkehr vom Bachelor als Regelabschluss!
  • das Ende von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung!
  • die Möglichkeit individueller Schwerpunktsetzung im Studium!
  • die tatsächliche Umsetzung der Mobilität zwischen den Hochschulen!

Demokratisierung des Bildungssystems

  • den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich!
  • die Mitbestimmung aller Beteiligten im Bildungssystem, u.a. durch Viertelparität in den Hochschulgremien!
  • die Einführung verfasster Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern!

Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen

  • die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte!
  • die Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungsbereich!
  • die Aufstockung des Lehrpersonals auf ein pädagogisch tragbares Niveau! Dazu sind in den nächsten drei Jahren mindestens 8.000 Professuren, 4.000 Mittelbaustellen und 10.000 Tutor_innenstellen neu zu schaffen!
  • die Förderung aller Studierenden statt einseitiger Elitenbildung!
  • die Einheit von Forschung und Lehre statt der Exzellenzinitiative!


Viele Menschen teilen unsere Forderungen, weil sie zur Verwirklichung des Menschenrechts Bildung stehen.

Jede/r ist eingeladen, nicht nur Schüler, Studenten und Azubis.

Geht auf die Straßen, kämpft für die Rechte und für eine Zukunft emanzipatorischer Art - nehmt am Bildungsstreik 2009 teil!

Mehr Informationen findet ihr unter:

Bildungsstreik 2009

Juso-SchülerInnen verurteilen Gewaltaufruf der Schüler Union scharf

Junge Union muss sich von Schüler Union distanzieren

 


 

 

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