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Die Demokratie in Deutschland – Deutsche Zustände

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Seit dem 1. Und 2. Weltkrieg lebte Deutschlands politische Mitte, Rechte und Liberale von der Angst vor dem Kommunismus.

Linke wurden systematisch verfolgt und ermordet, seit dem sie die Novemberrevolution 1918 gewagt hatten.

Im 19. Jahrhundert mussten linke Demokraten und Kommunisten noch ins Exil gehen, vor allem, wenn sie an den auch im Vergleich zu Frankreich klein geratenen Revolutionen 1830 und 1848 teilgenommen hatten.

Zu den berühmtesten Exilanten gehörten Heinrich Heine und Karl Marx.

Die Bewunderer, Anhänger  der großen französischen Revolution 1789 verschlug es bisweilen in andere deutsche Grafschaften und Königreiche.

Der Jakobiner Hegel landete über die Bamberger Zeitung in Jena und Berlin auf dem Lehrstuhl und „versöhnte“ sich da mit dem preußischen Staat, nicht ohne vorher Napoleon als den Weltgeist zu Pferde bewundert zu haben.

Goethe ging es gut, während Schiller und Büchner zu leiden hatten.

Linke die auf der Flucht waren oder Stand gehalten hatten, hatten  es nicht leicht in Deutschland.

Ebenso ging es den Arbeitervereinen und der deutschen Sozialdemokratie.

Von der Bespitzelung bis zur Verfolgung war kein weiter Weg.

Nun sind wir wieder soweit, dass Abgeordnete der Linkspartei beobachtet werden.

Eine Folge von Antikommunismus und rechtem Nationalstaatsbewusstsein, das in einem vereinten Europa eigentlich keinen Platz hat.

Eine kommunistische, totalitäre Gefahr ist in Europa vielmehr auszuschließen.

Da sind die vielen Rechtspopulisten und Neonazis wohl doch gefährlicher, die trotz Verfassungsschutz in der Szene Migranten, eine deutsche Polizistin und vielleicht noch andere ermorden können oder schon ermordet haben.

Dass der Antisemitismus in Deutschland auch noch neue Anhänger nicht nur in der rechten Scene, sondern auch in islamischen Kreisen findet ist nach dem Mord von mehr als 6 Millionen Juden, Sintis, Systemgegnern u.a. eine besonders beschämende Sache.

Hier fehlt es an politischer Bewusstmachung und Antirassismus und Achtung seines Mitmenschen und der spezifischen deutschen Geschichte.

In der Weimarer Zeit haben sich linke und rechte Gruppen Straßenschlachten geliefert und nicht selten wurden linke von Nazis ermordet.

Dies verschlimmerte sich in der NS-Zeit, wo viele Linke in den KZs und Gefängnissen gefoltert und umgebracht wurden.

Nach 1945 haben die Amerikaner auf die Erfahrungen der Gruppe Gehlen (Wehrmacht-Hauptquartier-fremde Heere Ost) im Kampf um die Abwehr des Kommunismus gebaut und viele aus der Wehrmachtsspionageabwehr im Kampf gegen den Kommunismus angeheuert.

Diese Gruppe durfte auch den Verfassungsschutz aufbauen und hat damit vielen alten Nazis Tür und Tor geöffnet.

Die Verfolgung von NS-Verbrechern wurde abgeblockt.

Hier hatten die Amerikaner einen Fehler gemacht.

Die Alliierten wollten Westdeutschland schnell wieder als Bollwerk gegen den sich ausbreitenden Kommunismus aufbauen.

So kam auch 1956 das Verbot der KPD. Mitglieder wurden aus dem Lehrerberuf entlassen.

Antiatombewegung und Studentenbewegung der 60er Jahre haben die Bundesrepublik wachgerüttelt.

Jedoch kam es durch die Ermordung von Benno Ohnesorg und die Schüsse auf Rudi Dutschke, der später an den Folgen starb, zu einer linken Gegeneskalation der RAF, die die Wahrnehmung zur Veränderung der deutschen Verhältnisse allerdings verloren hatte und meinte wie schon Terroristen um die Jahrhundertwende mit Attentaten die Bevölkerung wachrütteln zu können.

Dabei suchten sie sich hochstehende Persönlichkeiten aus.

Aber diese Menschen waren auch nicht Hitler oder die Gestapo und die BRD nicht das 3. Reich.

Die Rechten und die Sozialdemokratie nutzten allerdings die Situation aus.

Es kam die Verfolgung der politischen Gegner, der Kommunisten, durch Berufsverbot.

Viele APO-Leute wurden zu Systemverweigerern und es wurde wieder eine Nische geschaffen für ehemalige Radikale durch die Gründung der Grünen.

Damit hatte die Sozialdemokratie als einst selber verfolgte Partei den Anschluss versäumt.

Sie nahm nicht genügend den Kampf gegen den Verfassungsschutz und sein marodes System auf ohne vielleicht zu ahnen, dass Mitglieder ihres linken Randes selber vom Verfassungsschutz beobachtet wurden.

Der Verfassungsschutz arbeitet zwar seine eigene Geschichte auf, aber verfährt offenbar mit den Linken wie in der Vergangenheit und kann keine Morde der Rechten verhindern.

Was soll dann noch die Unterwanderung.

So können aus Beobachteten schnell Verfolgte werden. Die Rechte und die Populisten müssen sich gestärkt fühlen und werden weiterhin ihre Angriffe auf Ausländer, Juden und Linke machen.

Wenn Leute im Parlament schon beobachtet werden, was muss dann erst an Beobachtungen und Diskriminierungen an der Basis stattfinden?

Schließlich haben es Linke schon immer schwerer gehabt einen Job zu finden.

Rechte haben bis in die höchsten Kreise Beziehungen über Burschenschaften u.ä..

Und wenn man in Deutschland nicht mehr seine Meinung äußern kann und dadurch beruflich diskriminiert wird, dann kann man bald nur noch die Flucht ergreifen und ins Exil gehen und im Ausland sein Glück versuchen.

Das erinnert an alte deutsche Zeiten und Heinrich Heine etc.

AIDA Archiv

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 26. Januar 2012 um 14:14 Uhr  

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