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Endlich die Altersarmut im Griff

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Wir hatten ja seit 1998 eine bunte Farbenpalette der Regierungen die uns als Souverän regiert haben.

Diese Farbtabelle sieht wie folgt aus:

  • Rot steht für die SPD,
  • Grün für die Bündnis 90 die GRÜNEN,
  • Schwarz für CDU/CSU,
  • Gelb für die FDP.
  • Die Regierungen seit 1998 wie z.B. Rot/Grün, Rot/Schwarz und Schwarz/Gelb dürfen sich brüsten, ihre Reformen fruchten.

Die Anpassung des Renteneintrittsalters, die Schaffung eines Niedriglohnsektors und zusätzlich die Umsetzung des SGB II, haben Deutschland wieder wettbewerbsfähig gemacht.

Die Lebenserwartung von Geringverdienern hat sich in den letzten zehn Jahren nennenswert verschlechtert.

Zwei Jahre weniger als damals leben sie durchschnittlich – und sie sollen später in Rente gehen als damals, zum Ausgleich sozusagen.

Zwischen theoretischem Renteneintritt und Ableben lagen 2001 noch zwölf Jahre.

Heute haben sich die Zahlen dramatisch verschoben: zwischen angestrebten theoretischem Eintritt und Ableben sind noch etwa acht Jahre zu füllen.

Mit Grundsicherung vermutlich.

Womit sich zynisch festhalten lässt, dass die oben genannten Reformen ein mildtätiges Programm sind, denn sie halten Senioren nicht in Altersarmut, sondern katapultiert sie aus ihr heraus. Geradewegs in den Tod.

Das sind die oft zitierten Initiativen aus Sonntagsreden, die effektiv herauskommen:

Altersarmut abschaffen, indem man arme Alte abschafft.

Ökonomisch verordnete Euthanasie!

Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich, plappern die Medien seit Jahren der Wissenschaft nach.

Demographen sprechen von der Vergreisung und (Alp-)träumen von Gesellschaften, in denen es von Hundertjährigen nur so wimmelt, in denen Fünfundachtzigjährige als die Benjamins fröhlicher Wandergruppen gelten.

Davon ist nur wahr, dass all jene, die ein Auskommen hatten, die sich wenig finanzielle Sorgen machen mussten und vielleicht durch Sonderkonditionen bei Betriebskrankenkassen relativ gesund und fit halten konnten, wirklich auch älter werden.

Alle anderen, die in der zweiten Chance des Niedriglohnsektors waten, von prekärer Beschäftigung in Niedriglohn und von Niedriglohn zu prekärer Beschäftigung wechseln, ständig in Sorge leben und für die auch Gesundheit etwas ist, was man nur schwer erhalten kann, weil beispielsweise im Krankheitsfall zuerst der Leiharbeiter fliegt - all diese anderen, sie sterben allerdings früher und nun noch früher.

Die Wirtschaft, die sich die Politik als Handpuppe hält, jubiliert alle Monate.

Die Reformen waren richtig und zielführend. Der Niedriglohnsektor sei wertvoll, bringe Menschen in Arbeit (Wegwerfangestellte) und erlaube den Unternehmen Flexibilität. Über den Preis haben sie nie berichtet.

Die Arbeitnehmer und Erwerbslosen bezahlten es mit zerschlagenen Hoffnungen und enttäuschter Zuversicht.

Es kostete die Selbstachtung und sozialen Abstieg - und es kostete, keiner will es so deutlich sagen: vielen Menschen in einigen Jahren.

Vielmehr muss der Reichtum angetastet werden und eine Umverteilung von oben nach unten stattfinden, wenn die Armut wirksam bekämpft werden soll.

Will man der tiefen sozialen Spaltung begegnen, die sich in Deutschland abzeichnet und auch hier auf Dauer „Jugendunruhen“, fanatischen Hass und blinde (Zerstörungs-)Wut hervorbringen kann, reichen die wirksamen Lohnuntergrenzen eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns und Erhöhungen der für Millionen Menschen existenzsichernden Sozialleistungen nicht aus.

Davon, dass die Stagnation der Löhne, der von seiner Partei geöffnete Niedriglohnsektor, die Unternehmensteuersenkungen der Regierung Schröder und die Deregulierung der Finanzmärkte durch den potentiellen Kanzlerkandidaten Steinbrück die wirklichen Ursachen für die derzeitige Überlagerung der Krisen sind, hat der sich so gerne arbeitnehmernah gebende politische Wellenreiter Gabriel offenbar nie etwas gehört.

Bei ihm „ist Hopfen und Malz verloren“, schreibt Albrecht Müller nur noch voller Enttäuschung.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 18. Dezember 2011 um 05:38 Uhr  

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