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Es kochte in mir

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Irgendetwas ist mittlerweile faul in diesem Staate.

Als halbwegs fürsorgender Vorgesetzter sprach ich vor meinem Arbeitsende mit fast allen Kollegen, die ich fast ein Jahrzehnt um mich hatte, da plaudert man etwas lockerer vom Hocker, man geht ja und macht die Tür von außen zu.

Mir fiel nur etwas auf, motorisiert waren die fast alle,was sie genau verdienten konnte ich ahnen, wollte es aber gar nicht mehr so genau wissen, interessant war für mich allerdings die Feststellung, dass mehr als 30% von ihnen ihre KfZ Haftpflichtversicherung monatlich bezahlten.

Zunächst erzählte mir das einer und ich konnte es nicht glauben, deshalb versuchte ich nachzufragen und dem war so.

Das zweite Anliegen aller war natürlich die Sicherheit um den Arbeitsplatz, darum ging es stets, allerdings fragte mich keiner danach ihn zu empfehlen meine Arbeit weiterzuführen, sieht man mittlerweile die Sicherheit des Arbeitsplatzes nur noch konzentriert auf den eigenen?

Wir sprachen auch über die Entlohnung und den Trend nach unten um den entgegen zuwirken gibt es immer den Aufstieg in die nächste Tarifgruppe, das muß man allerdings begründen.

Daher man mir auf meiner Ebene dieses Arbeitsgebiet bereits vor Jahren aus dem Zuständigkeitsbereich nahm, eröffnete ich ihnen allerdings einen Weg, nämlich einen eigenen Antrag mit Begründung einzureichen.

Bot mich an, darauf noch einen Blick zu werfen, von fast 15 Kollegen kam einer nach 3 Wochen nach diesem Gespräch zu mir und meinte, wichtiger wäre es um seinen Arbeitsplatz zu kämpfen und seine Arbeitskraft anzubieten und zudem was sollte er eigentlich begründen?

Das hörte sich sehr interessant an, am Abend darauf setzte ich mich mal mit meinem alten verdi Freund aus längst vergangen Zeiten zusammen, na ja, der Kampf um die Erhaltung des Arbeitsplatzes ist ein primäres Anliegen und ein richtiges, was ich aber vorschlug, war ihm auch Neuland nur stand er dem nicht abgeneigt gegenüber und meinte meine Idee wäre gar nicht mal schlecht.

Daraus kann man also folgern, der Arbeitgeber wäre demzufolge in der Pflicht, zu reagieren auf eine begründete Forderung.

Die traute sich allerdings keiner zu verfassen, nun saß ich da und blickte die letzten Tage in die Runde und ein Jeder fragte mich, was machst du danach?

Es ist doch etwas faul in diesem Staate, wenn der Arbeitnehmer keinen Mut mehr besitzt um begründete Forderungen zu formulieren.

Manches ist mittlerweile unbekannt geworden, ich dachte eigentlich auch nicht mehr daran, wurde aber vom verdi Freund erinnert, Zwischenzeugnisse zu schreiben.

Die Texte kennt man, die Passagen auch und ich wählte die jeweils angenehmen, setzte darunter noch meine persönlichen Wünsche und las ihnen das einzeln vor, bevor ich es mit Briefkopf und Stempel versehen wollte.

Der nächste Witz, ich wurde gefragt, warum ich das tue und einigen war meine Formulierung ein Erstaunen wert, dem war so 20% brauchte ich das Original nicht geben, da sahen keinen Sinn darin.

Irgendwann ist man soweit und macht die Tür von außen zu und weg mit dieser Schublade.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 13. Dezember 2011 um 07:04 Uhr  

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