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Die tatsächlichen Arbeitsmarktzahlen

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Obwohl der Begriff "Markt" schon reichlich daneben ist.

Erststellt von Sybilla am 02. 11. 11

Jeder darf diesen Bericht unter Hin­weis auf die Autorin frei verwenden

Die regel­mä­ßige Ana­lyse von Sybilla.

Die Ver­sion der Bun­des­agentur gibt es als sepa­raten Bei­trag.

Siehe auch hier:

Analyse: Die tatsächlichen (!) Arbeitsmarktzahlen Oktober 2011 (Teil 1: Die Analyse)

Auf der Schnell­straße zur Voll­be­schäf­ti­gung oder werden wie in der DDR nur alle irgendwie beschäf­tigt sein ? Die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung und der aus­ufernde Nied­rigst­lohn­be­reich senken die Zahl der Arbeits­losen ab.

"Es wird ein­fach weg­de­fi­niert, dieser hohe Berg von Arbeitslosen"

"Es wird ein­fach weg­de­fi­niert, dieser hohe Berg von Arbeits­losen" Pro­fessor für Sta­tistik über den Zah­len­schwindel der Bun­des­agentur für Arbeit.

(Die gewonnen Erkennt­nisse des Inter­views vom Mai 2011 sind auch im Oktober 2011 zutreffend.)

Die Politik die Wirt­scha­tin­sti­tute und die Medien spre­chen gerne von einem Job­boom obwohl ihnen bewusst sein sollte, das viele von ihrer Arbeit nicht leben können.

3 Euro 18 in der Stunde ver­dient eine Fri­seurin in Thüringen,

oder 4 Euro 58 in der Stunde für eine Flo­ristin in Brandenburg.

Mehr als 20 Pro­zent aller Erwerbs­tä­tigen sind im Nied­rig­lohn­be­reich beschäf­tigt, Ten­denz strak anstei­gend.

Einen unbe­fris­teten, sozi­al­ver­si­cherten Arbeits­platz haben nur noch 60 % aller Erwerbs­tä­tigen.

Der „Job­boom findet vor allem in der Leih und Zeit­ar­beit statt.

Die BA Sta­tistik ver­steckt viele Men­schen in Ein-​Euro-​Jobs, Bür­ger­ar­beit oder anderen arbeits­markt­po­li­ti­schen Maß­nahmen oder in der Gruppe der über 58 jäh­rigen die in der Regel aus der offi­zi­ellen BA Sta­tistik ebenso wie andere Gruppen her­aus­ge­rechnet werden.

Andere haben sich nach dem aus­laufen des Arbeits­lo­sen­geldes von den Job­cen­tern zurück­ge­zogen, sie sind zwar Arbeit­su­chend aber nicht im Sinne des SGB II bedürftig.

Dazu gehören Frauen/​Männer die über „Ver­mögen“ ver­fügen oder deren Partner ein „Ein­kommen“ erzielen das über der Grund­si­che­rung liegt.

Viele Arbeits­lose werden mit pre­kären Job­an­ge­boten im Nied­rigst­lohn­sektor über­häuft.

Nach dem Motto:

Kann die Arbeit von anderen noch bil­liger erle­digt werden?

Deutsch­land auf dem Weg in eine Niedriglohn-​Gesellschaft

In Deutsch­land dehnt sich der Nied­rig­lohn­sektor immer mehr aus. Die "Leip­ziger Volks­zei­tung" zitiert bisher unver­öf­fent­lichte Zahlen der Bun­des­agentur für Arbeit, wonach der Anteil der Voll­zeit­be­schäf­tigten mit Nied­rig­löhnen im ver­gan­genen Jahr auf knapp 23 Pro­zent gestiegen ist.

Gegen­über dem Vor­jahr bedeutet dies 2010 eine Stei­ge­rung um 0,5 Pro­zent oder, in abso­luten Zahlen, um 199.762 Arbeit­nehmer. Die Nied­rig­lohn­schwelle liegt bei der­zeit bei 1379 Euro für Ost­deutsch­land und bei 1890 Euro für Westdeutschland.

Eigent­lich war es schon immer so, dass eine „Voll­be­schäf­ti­gung“ mit dem absenken der Arbeits­löhne erreichbar ist.

Denn 0 € Arbeits­plätze sind unend­lich vorhanden.

Je bil­liger eine Arbeits­kraft ein­setzbar ist, desto öfter wird diese nachgefragt.

Aller­dings muss die Soli­dar­ge­mein­schaft der Steu­er­zahler die Grund­si­che­rung dieser bil­ligen Arbeits­kräfte finan­zieren und somit die Gewinne der Arbeit­geber subventionieren.

Im Übrigen die Mär der Wirt­schaft und Wirt­schafts­in­sti­tute, Politik und Sys­tem­me­dien vom Auf­stieg oder dem „Sprung­brett Nied­rig­lohn“ wird durch den exor­bi­tant hohen Anstieg der pre­kären Beschäf­ti­gung in Voll­zeit­be­schäf­tigten mit Nied­rig­löhnen durch die BA – Sta­tistik ein­deutig widerlegt.

Deutsch­land: Wirt­schafts­aus­sichten 2011 Oktober:

Pres­se­mit­tei­lung Nr.357 vom 27.09.2011 — Zum Jah­res­ende 2010 war der öffent­liche Gesamt­haus­halt (Bund, Länder, Gemeinden/​Gemeindeverbände und gesetz­liche Sozi­al­ver­si­che­rung ein­schließ­lich aller Extra­haus­halte) beim nicht-​öffentlichen Bereich mit 2 035,9 Mil­li­arden Euro ver­schuldet.(+/​-​Rechen­fehler)

Pres­se­mit­tei­lung Nr.397 vom 27.10.2011

Ver­brau­cher­preise im Oktober 2011: Vor­aus­sicht­lich + 2,5 % gegen­über Oktober 2010

…. Der für euro­päi­sche Zwecke berech­nete Har­mo­ni­sierte Ver­brau­cher­preis­index für Deutsch­land wird im Oktober 2011 vor­aus­sicht­lich um 2,8 % höher liegen als im Oktober 2010. Gegen­über Sep­tember 2011 wird der Index vor­aus­sicht­lich unver­än­dert bleiben.

Pro­pa­ganda bezeichnet einen absicht­li­chen und sys­te­ma­ti­schen Ver­such, Sicht­weisen zu formen, Erkennt­nisse zu mani­pu­lieren und Ver­halten zu steuern, zum Zwecke der Erzeu­gung einer vom Pro­pa­gan­disten erwünschten Reaktion.

Neues vom Auf­schwung XXl und vom ima­gi­nären Jobwunder

Nach der Krise in 2009 und der Rekon­va­les­zenz (Auf­schwung xxl) in 2010 befindet sich das bun­des­deut­sche BIP zur­zeit in etwa auf den Niveau von Sommer 2008.

Brut­to­in­lands­pro­dukt Preis­be­rei­nigt, ver­kettet Ursprungs­werte 2005 = 100

2008

2. Vier­tel­jahr 109,22

2011

2. Vier­tel­jahr 108,53

Aller­dings droht eine neu­er­liche Rezes­sion also ein "Double-​Dip"

ZEW-​IndexKonjunkturerwartungen stürzen auf Drei-​Jahrestie

Der ZEW-​Index für Kon­junk­tur­aus­sichten sank im Oktober um 5,0 auf minus 48,3 Punkte und damit den achten Monat in Folge. „Ein noch nied­ri­gerer Wert wurde zuletzt im November 2008 verzeichnet“,

Ifo-​IndexDie Stim­mung der Unter­nehmer wird immer mieser

Die deut­sche Wirt­schaft stellt sich auf eine Kon­junk­tur­flaute ein. Der Ifo-​Geschäftsklimaindex fiel zum vierten Mal in Folge. Nun treffen die Firmen erste Vor­be­rei­tungen, um für einen Abschwung gewappnet zu sein. …Der Ifo-​Geschäftsklimaindex fiel um einen Zähler auf 106,4 Punkte, …. Zit­tern im Einzelhandel….

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Deutsch­land: Arbeits­markt Oktober 2011:

Offi­zi­eller BA — Zah­len­be­richt für Oktober 2011 Seite 47

Die Zahl der offi­ziell sta­tis­tisch erfassten Arbeits­losen in Deutsch­land ist laut BA auf

2.736.926 Per­sonen abge­sunken zusätz­lich waren 1.154.293 (Sept. 1.121.326) Per­sonen in Maß­nahmen aktiver Arbeits­markt­po­litik beschäftigt.

Aller­dings ist hierbei von einer erheb­li­chen Unter­er­fas­sung auszugehen

(BA  – Bericht Oktober 2011 Seite 79 Fuß­note 3) Es ist von einer Unter­er­fas­sung aus­zu­gehen, so haben bun­des­weit für Januar — Juni 2011, Daten­stand Sep­tember 2011, nur ca. 69 % der Träger Daten zum Ein­satz der kom­mu­nalen Ein­glie­de­rungs­leis­tungen (flan­kie­rende Leis­tungen) erfasst.

Unter 3 Mil­lionen Arbeits­lose und so

Die offi­zi­elle BA Zahl der Unter­be­schäf­ti­gung für Oktober 2011:

Wird auf 3.879.857 Per­sonen bezif­fert das ent­spricht einer Unter­be­schäf­ti­gungs­quote von 9,1 %

6.921.968 Leis­tungs­emp­fänger (Recht­kreis SGB II/​SGB III):

Dar­unter:

Arbeits­lo­sen­geld 709.009 Personen

erwerbs­fä­hige Hil­fe­be­dürf­tige (Alg II) 4.497.793 Per­sonen

nicht erwerbs­fä­hige Hil­fe­be­dürf­tige (Sozi­al­geld) 1.715.166 Personen

( nicht berück­sich­tigt sind Leis­tungs­emp­fänger von Wohn­geld, Kin­der­zu­schlag, Grund­si­che­rung im Alter, Sozi­al­hilfe SGB XII…)

23.09.2011 | 13:58 Uhr Stei­gende Sozi­al­lasten bleiben ein Haupt­pro­blem der finan­zi­ellen Schief­lage bei den Kom­munen. Von 1999 bis 2009 stiegen sie bun­des­weit von 29 auf über 40 Mil­li­arden Euro an. Ein Ende dieser bedroh­li­chen Ent­wick­lung ist nicht absehbar. Der Bund muss sich seiner Ver­ant­wor­tung stellen, for­derte Kom­mu­nal­mi­nister Ralf Jäger heute (23. Sep­tember) im Bun­desrat in Berlin. Die zuge­sagte Über­nahme der Kosten für die Grund­si­che­rung und bei Erwerbs­min­de­rung ab dem Jahr 2014 reiche nicht aus. Hiermit darf die Ver­ant­wor­tung des Bundes nicht enden. Er muss sich zur Hälfte an den sozialen Lasten betei­ligen, mahnte Jäger.

Allein in NRW sind die Sozi­al­lasten der Kom­munen in den letzten zehn Jahren um 50 Pro­zent auf fast 13 Mil­li­arden Euro angestiegen….

Pres­se­mit­tei­lung Nr.270 vom 19.07.2011 — Beschäf­ti­gungs­zu­wachs 2010 zu großen Teilen von Zeit­ar­beit getragen

2010 Abhängig Beschäf­tigte 30.904.000 Personen

2010 Nor­ma­ler­werbs­tä­tige 23.069.000 Personen

2010 Aty­pisch Beschäf­tigte 7.835.000 Personen

Die Zahl der aus­schließ­lich gering­fügig ent­lohnt Beschäf­tigten ist nach Hoch­rech­nungen der Bun­des­agentur für Arbeit im Juli auf 4,93 Mio, angestiegen.

Ent­wick­lung: ATY­PI­SCHE BESCHÄFTIGUNG

Der Job­motor brummt weiter, in den letzten Jahren wurde de Wert der Arbeit in Deutsch­land massiv ent­wertet.

In 2011 ist die Zahl aty­pi­sche Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nisse, in Teil­zeit­stellen, in Leih– und Zeit­ar­beit und in Mini­jobs weiter exor­bi­tant angestiegen.

ILO warnt vor Beschäf­ti­gungs­krise und sozialen Unruhen

Gering­ver­diener: Aus wenig wird weniger — Sie ver­dienen ohnehin nicht viel — und selbst das wird weniger. Gering­ver­diener müssen seit dem Jahr 2000 dras­ti­sche Lohein­bußen ein­ste­cken. Obwohl die Wirt­schaft wächst. Teil­weise haben sie bis zu 22 Pro­zent weniger in der Tasche, offen­bart jetzt eine Studie. … Seit dem Jahr 2000 betrugen die Lohn­ein­bußen zwi­schen 15,6 und 21,9 Pro­zent. Die Net­to­ein­kommen aller Beschäf­tigten gingen hin­gegen nur um 2,5 Pro­zent zurück.

(BA Bericht Oktober 2011 Seite 9/​10 )

Nicht sai­son­be­rei­nigt belief sich der Bestand im Oktober auf 500.000 Arbeitsstellen.

Nach Wirt­schafts­zweigen dif­fe­ren­ziert beruht das Plus in der glei­tenden Jah­res­summe zu mehr als der Hälfte auf Mel­dungen aus der Arbeit­neh­mer­über­las­sung (+146.000 oder +23 Prozent).

(BA Bericht Oktober 2011 Seite 18)

Außer den Leis­tungs­emp­fän­gern gab es im Juni noch 317.000 Arbeits­lose, die im Berichts­monat keine Geld­leis­tungen aus der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung oder der Grund­si­che­rung bezogen.

BA Bericht Oktober 2011 Seite 21

Im Juni 2011 bezogen 29 Pro­zent (1,37 Mio) der erwerbs­fä­higen Leis­tungs­be­rech­tigten Einkom-​men aus Erwerbstätigkeit.

Bedarfe /​Leis­tungen /​Ein­kommen — sta​tistik​.arbeits​agentur​.de

Wenn das kom­plette Zah­len­werk der BA detail­liert betrachtet wird, ist das dann doch sehr ernüchternd.

Quelle der Zahlen: BA – Monats­be­richt Oktober 2011

Arbeits­mi­nis­terin Ursula von der Leyen meint gebetmühlenartig:

Der deut­sche Arbeits­markt ist auf­nah­me­fähig wie ein Schwamm

Dieser Arbeits­markt, ist der Arbeits­markt der wach­senden pre­kären Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nisse im Nied­rig­lohn­sektor wie Leih­ar­beit oder Mini­jobs dieser Arbeits­markt ist auf­grund der geringen Arbeits­kosten immer auf­nah­me­fähig wie ein Schwamm.

Aller­dings führt diese Art der Beschäf­ti­gung (Stun­den­löhne unter­halb von 10 €) auf direkten Weg in die Alters­armut, Fami­li­en­armut und Kin­der­armut. Die Reformen der Agenda 2010 waren eine gigan­ti­sche Umver­tei­lung von unten nach oben.

http://www.boeckler.de/img_struktur/…mp_2011_02.gif

Unter 3 Mil­lionen Arbeits­lose und so

Diese Gruppen werden nach wie vor in der BA Sta­tistik ver­steckt.

Des­halb sind die offi­zi­ellen Arbeits­markt Zahlen der BA die nied­rigsten August­zahlen seit Jahren.

Aller­dings ist ein Ver­gleich der Zahlen von 199x mit 2011 unsinnig und propagandistisch.

Rund 1, 5 Mil­lionen Arbeits­lose werden in der Sta­tistik ver­steckt.

Viele Medien — Franz Josef Strauß nannte diese einmal:jubelnd-​jaulende Hof­hunde ver­künden im medialen Gleich­klang im eupho­ri­schem Jubel, in tri­um­phie­render Ein­heit mit Politik und Wis­sen­schaft.

Die Mär vom robusten Arbeits­markt und eine Fort­set­zung der posi­tiven Ent­wick­lung am Arbeitsmarkt.

Auch der Blick auf die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung klärt auf.

Die Zahl der Per­sonen zwi­schen 15 und 65 ver­rin­gerte sich zwi­schen 2005 und 2009 um 1.040.300 Per­sonen.

Bis 2011 hoch­ge­rechnet ist das eine Zahl von rund 1, 4 Mil­lionen Per­sonen die aus dem Erwerbs­leben 15 – 65 Jahre aus­ge­schieden sind–

Demo­gra­fi­scher Wandel — Die Bevöl­ke­rungs­gruppe 15 – 65 Jahre

2005 waren 66.567.900Per­sonen zwi­schen 0 und 65 Jahre alt.

0 – 15 Jahre 11.649.800 Per­sonen und 15 – 65 Jahre 54.918.100 Personen

Letzte Zahlen 2009 waren 64.900.400 Per­sonen zwi­schen 0 und 65 Jahre alt.

0 – 15 Jahre 11.022.600 Per­sonen und 15 – 65 Jahre 53.877.800 Personen

Die Defi­ni­tion von Arbeits­lo­sig­keit von 1992 ist mit der Defi­ni­tion von Arbeits­lo­sig­keit in 2011 kei­nes­falls ver­gleichbar und die hohe Zahl der offenen Stellen erklärt sich vor allem auf Mehr­fach­nen­nungen vieler Stel­len­an­ge­bote.

Die Zahl der Leis­tungs­emp­fänger ALG I, ALG II. Sozi­al­geld ver­harrt bei sieben Mil­lionen Per­sonen.

Darin sind Per­sonen die Kin­der­zu­schlag, Sozi­al­hilfe SGB XII oder Alters­grund­si­che­rung erhalten nicht enthalten.

Die Zahlen zur Erwerbs­tä­tig­keit und zur Arbeits­lo­sig­keit werden in den Medien ver­kürzt wie­der­ge­geben und von der Politik ein­seitig ten­den­ziös inter­pre­tiert.

Wir brau­chen Glas­nost (russ.) Offen­heit, Trans­pa­renz, Informationsfreiheit

So ist nicht nach­voll­ziehbar trans­pa­rent dar­ge­stellt, das neben der Gruppe der Maß­nahmen Teil­nehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jäh­rigen und über 58 jäh­rigen aus der Sta­tistik der Arbeits­losen ver­schwunden sind, obwohl auch diese Per­sonen arbeitslos sind.

Als Erwerbs­tä­tig­keit zählt:

Tätig­keit (Mini-​Job) einem Ein-​Euro-​Job nach­gehen und Per­sonen in Mut­ter­schutz oder Elternzeit.…!!!

Und selbst­ver­ständ­lich wird die die Zahl der Erwerbs­tä­tigen nicht durch zählen son­dern durch eine Schät­zung ermittelt.

Die Erwerbs­tä­ti­gen­zahlen der Erwerbs­tä­ti­gen­rech­nung stützen sich auf eine Viel­zahl von sta­tis­ti­schen Quellen, um mög­lichst alle ver­füg­baren Daten­quellen in die Schät­zung ein­fließen zu lassen.

Die Propaganda-​Aussage das die Erwerbs­tä­tig­keit und die sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tige Beschäf­ti­gung auf immer neue Höchst­stände steigt, können wir guten Gewis­sens der Pipi Lang­strumpf Welt der Mär­chen und Mythen zuordnen.

Auf Sand gebaut — Die Schat­ten­seiten des Aufschwungs

Auf Sand gebaut — Die Schat­ten­seiten des Auf­schwungs | Zeit­fragen | Deutsch­land­radio Kultur

Manu­skript zur Sen­dung als PDF-​Dokument Deutsch­land Radio Berlin Zeit­fragen – Das Poli­ti­sche Fea­ture Redak­tion: Con­stanze Leh­mann 2. Juni 2011 Auf Sand gebaut ? Die Schat­ten­seiten des Auf­schwungs Von Ruth Jung

Audio zum Nachhören

Lügen mit Zahlen

Lügen mit Zahlen — Die schein­bare Objek­ti­vität von Sta­tistik | Stu­dio­zeit • Aus Kultur– und Sozi­al­wis­sen­schaften | Deutschlandfunk

Lügen mit Zahlen — Audio mp3

Gewerk­schaften beklagen die Aus­wei­tung des Niedriglohnsektors

TARIF: Regale füllen für 1,86 Euro die Stunde.

Woran erkennt man moderne Sklaverei?

Woran erkennt man moderne Sklaverei? — Berliner Tagung Arbeits­aus­beu­tung und | Stu­dio­zeit • Aus Kultur– und Sozi­al­wis­sen­schaften | Deutschlandfunk

Woran erkennt man moderne Sklaverei? — Audio mp3

Studie Armut trotz Arbeit nimmt zu — In Deutsch­land fallen immer mehr Arbeit­nehmer unter die Armutsgrenze.

Pre­käre Beschäf­ti­gung anstei­gende Armut im Auf­schwung — Der Boom der Bil­lig­lohn­ar­beits­platze immer mehr Arbeit­nehmer die jeden Tag früh auf­stehen und zur Arbeit gehen leben in Armut oder sind armutsgefährdet.

Ärger im Land der Minijobber.

Erstellt von Sybilla am 02.11.11

Jeder darf diesen Bericht unter Hin­weis auf die Autorin frei verwenden

Teil II: Das Fazit

Beitragsdetails

Sybillas Kom­mentar:

Das Pro­blem der Arbeits­lo­sig­keit war augen­schein­lich immer ein Pro­blem der sta­tis­ti­schen Erfas­sung und der Defi­ni­tion von Arbeits­lo­sig­keit.

Nach der Umstel­lung der sta­tis­ti­schen Erfas­sung der Arbeits­lo­sig­keit 2005 weist die BA Sta­tistik seit Monaten die nied­rigste Arbeits­lo­sig­keit seit 20 Jahren aus.

Aller­dings sind nach wie vor rund 4 Mil­lionen Per­sonen von Arbeits­lo­sig­keit oder Unter­be­schäf­ti­gung betroffen.

Das Ziel der Voll­be­schäf­ti­gung also dem urei­genen Bedürfnis eines Men­schen, das ein Erwerbs­tä­tiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst­be­stimmte Exis­tenz für sich und seine Familie (ohne ergän­zende Hartz IV ALG II Leis­tungen) gestalten möchte/​können muss, bleibt auch im „Auf­schwung der Mini und Bil­lig­jobs“ am deut­schen Arbeits­markt ein uner­fülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesell­schaft augen­schein­lich aufgegeben.

Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der ver­öf­fent­lichten Zahlen über­er­füllt.

Aber es ist zu ver­muten, dass die Zahlen zur Erwerbs­tä­tig­keit und zur Arbeits­lo­sig­keit in den BA Berichten ver­kürzt wie­der­ge­geben und von der Politik und den Medien ein­seitig ten­den­ziös inter­pre­tiert werden.

Ich ver­mute gar, die Sta­tistik des Arbeits­marktes gleicht einen potem­kin­schen Dorf, sie wird durch das ver­ste­cken vieler Arbeits­loser (Ein Euro Jobber; Bür­ger­ar­beiter, 0 Euro Prak­ti­kanten…) mit 7,8 Mil­lionen Per­sonen in pre­kären Arbeits­ver­hält­nissen fein her­aus­ge­putzt, um den tat­säch­li­chen Zustand des Arbeits­marktes zu ver­bergen.

Ober­fläch­lich wirkt die Sta­tistik durch die Zahl der Unter­be­schäf­tigten aus­ge­ar­beitet und beein­dru­ckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

Sozi­al­aus­gaben steigen weiter — 2010 mussten die Kom­munen 5,4 Mil­li­arden Euro aufbringen

Die Lage älterer Arbeits­loser in Deutsch­land ist weitaus schlechter, als von Bun­des­ar­beits­mi­nis­terin Ursula von der Leyen (CDU) bis­lang dar­ge­stellt. Das zeigen Recher­chen der Redak­tion “Report Mainz” für das ARD-​exclusiv “Alt, arm, arbeitslos – immer mehr Ältere rut­schen ab”,…. So geht aus zwei bis­lang unver­öf­fent­lichten Stu­dien hervor, dass sich die Job-​Chancen älterer Arbeits­loser in den ver­gan­genen Jahren nicht ver­bes­sert haben.

Was haben ergän­zendes Hartz IV/​ALG II und Kobra­schwänze gemein Viele dachten und manche „Experten“ for­derten ein Kom­bi­lohn­model (ergän­zendes ALG II/ ​Hartz IV) zur Redu­zie­rung die Arbeits­lo­sig­keit in D. Als in den 1930ern Indien von einer Kobrain­va­sion heim­ge­sucht wurde, setzten die Behören eine Fang­prämie auf Kobra­schwänze aus, was dazu führte das Kobrasch­lange gezüchtet wurden, aber deren Redu­zie­rung nicht förderte.Den glei­chen Effekt ist nun am Arbeits­markt zu beob­achten, mit ergän­zenden ALG II Leis­tungen züchtet der Arbeits­markt Kom­bi­lohn­ar­beits­plätze, aber die Zahl der Leis­tungs­emp­fänger wird dadurch kaum redu­ziert, die Belas­tung der Kom­munen und die Belas­tung der Soli­dar­ge­mein­schaft der Steu­er­zahler steigt weiter an. Die Sozi­al­kassen ver­lieren Einnahmen.

Ren­te­ver­si­che­rung: Alters­armut, sin­kende Bei­träge, Mini-​Rentenerhöhungen

Das Fazit ergän­zende Hartz IV/​ALG Leis­tungen setzen die fal­schen Anreize, besser wäre es die Arbeit­geber zur Schaf­fung von sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tiger Arbeit zu moti­vieren, somit würden die Kom­munen und die Soli­dar­ge­mein­schaft der Steu­er­zahler ent­lastet, auch die Sozi­al­kassen pro­fi­tieren mehr von sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tiger Arbeit als von Nied­rig­löhnen.

Die Krux ist, das trotz des „Erfolgs der Mini­jobs und Nied­rig­jobs“ am Arbeitsmarkt.

Alleine die finan­zi­ellen Mehr­aus­gaben der Kom­munen und des Bundes seit 2005 spre­chen eine deut­liche Sprache, das ange­strebte Ziel der Ent­las­tung der Sozi­al­haus­halte wurde trotz des „Erfolgs“ nicht nur nicht erreicht son­dern das die Sozi­al­haus­halte der Kom­munen mit der Ein­füh­rung von Hartz IV sprich­wört­lich — wie die Zahl der Per­sonen in Armut/​Armutsgefährdung – sind ebenso wie die Mini­jobs und Bil­lig­jobs explodiert.

In einen Satz die Gemein­schaft der Steu­er­zahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leis­tungs­emp­fänger erhalten weniger. (als 2004)

Das Geld ver­si­ckert in Arbeitsmarkt-​Maßnahmen (Bürgerarbeit/​Ein Euro Job/​…) und ergän­zenden ALG II/​Hartz IV Zah­lungen von ca. 1,4 Mil­lionen Per­sonen (Mini­jobber, Leih und Zeit­ar­beit, pre­käre Beschäftigung…)

14.2.2011 — Städte so hoch ver­schuldet wie nie Erpres­sung am Arbeits­platz — Wie Leih­ar­beiter aus­ge­nutzt werden den Ein Euro Jobs (Städte miss­brau­chen Ein-​Euro-​Jobs) und in der so genannten Bür­ger­ar­beit diese Art der Beschäf­ti­gung ist und bleibt meines Erach­tens Blend­werk und Men­schen­un­würdig.

Wem außer der Politik der BA Zah­len­sta­tistik oder den chro­nisch klammen Kom­munen, ist diese Art der Beschäf­ti­gung hilfreich?

Den/​Der Arbeits­losen? Den/​Der Steuerzahler/​in George Fitz­hugh publi­zierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte:

„Einige Men­schen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestie­felt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“

Wieder einmal eine Initia­tive der INSM der Nied­rig­lohn­sektor ist in Wirk­lich­keit eine gute Sache, zumin­dest aus der Sicht der Arbeitgeber.

Niedriglohn-​Jobs Ein­stieg oder Sackgasse?

Arbeit­geber finden, Nied­rig­löhne sind eine Chance für höhere Bezah­lung und legen eine neue Studie des arbeit­ge­ber­nahen INSM vor. Doch die Gewerk­schaften protestieren.Der wach­sende Nied­rig­lohn­sektor in Deutsch­land ist ein Pro­blem – so lautet bisher die vor­herr­schende Mei­nung. Jetzt haben die Arbeit­geber eine Studie in Auf­trag gegeben, die zeigen soll, dass der Nied­rig­lohn­sektor in Wirk­lich­keit eine gute Sache ist. Auf­trag­geber des Gut­ach­tens ist die Initia­tive Neue Soziale Markt­wirt­schaft (INSM), die von den Arbeit­ge­ber­ver­bänden der Metall– und Elek­tro­in­dus­trie finan­ziert wird…

Fazit der Zahlen

Der Ver­gleich der Leis­tungs­emp­fänger Per­sonen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leis­tungs­emp­fänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Per­sonen bezif­fert + 1.200.000 Per­sonen in Sozialhilfe)

Im Oktober 2011 waren laut offi­zi­eller BA Zahl 6.921.968 Per­sonen alleine im Recht­kreis SGB II/​SGB III Per­sonen als Leis­tungs­emp­fänger im Leis­tungs­bezug (ALG I, ALG II, Sozi­al­geld)

Das ist ein Plus von ca. 2,65 Mil­lionen Per­sonen oder ca. 62 % ( ( nicht berück­sich­tigt sind Leis­tungs­emp­fänger von Wohn­geld, Kin­der­zu­schlag, Grund­si­che­rung im Alter, Sozi­al­hilfe SGB XII diese rund 1 Mil­lion Leis­tungs­emp­fänger erhalten…)

Nun wird oft behauptet das vor 2005 die Zahl der Sozi­al­hil­fe­emp­fänger getrennt erfasst wurde und somit die Zahl der Leis­tungs­emp­fänger ver­zerrt dar­ge­stellt wird.

Das ist so nicht zutref­fend denn auch nach 2005 gibt es viele Leis­tungs­emp­fänger in der Sozialhilfe.

Zahl der Emp­fänger von Grund­si­che­rung 2010 um 4,3 % gestiegen

Am Jah­res­ende 2010 erhielten in Deutsch­land rund 797 000 Per­sonen ab 18 Jahren Leis­tungen der Grund­si­che­rung im Alter und bei Erwerbs­min­de­rung nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozi­al­ge­setz­buch (SGB XII „Sozi­al­hilfe“). Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­desamt (Destatis) weiter mit­teilt, stieg die Zahl der Hil­fe­be­zieher im Ver­gleich zum Vor­jahr um 4,3 %.

Sozi­al­hil­fe­aus­gaben in 2010 um 3,9 % gestiegen

Im Jahr 2010 wurden in Deutsch­land 21,7 Mil­li­arden Euro netto für Sozi­al­hil­fe­leis­tungen nach dem Zwölften Buch Sozi­al­ge­setz­buch (SGB XII „Sozi­al­hilfe“) aus­ge­geben. Nach Angaben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amtes (Destatis) ent­sprach dies einer Stei­ge­rung von 3,9 % gegen­über dem Vorjahr.

Zahl der Emp­fänger von Hilfe zum Lebens­un­ter­halt 2010 um 1,7 % gestiegen

Pres­se­mit­tei­lung Nr.401 vom 28.10.2011 — Zahl der Emp­fänger von Hilfe zum Lebens­un­ter­halt 2010 um 1,7 % gestiegen . WIES­BADEN – Am Jah­res­ende 2010 erhielten in Deutsch­land rund 319 000 Per­sonen Hilfe zum Lebens­un­ter­halt (nach dem 3. Kapitel des Zwölften Buches Sozi­al­ge­setz­buch – SGB XII „Sozi­al­hilfe“). Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­desamt (Destatis) weiter mit­teilt, stieg die Zahl der Hil­fe­be­zieher im Ver­gleich zum Vor­jahr um 1,7 %.

Die Zahl der Leis­tungs­emp­fänger steigt inklu­sive der Leis­tungsemp­fänger von Sozi­al­hilfe auf über 8 Mil­lionen Per­sonen an.

Fuß­noten

5. Sta­tis­ti­sche Hin­weise zur Arbeits­markt­po­litik — Ent­las­tung durch Arbeits­markt­po­litik und Unter­be­schäf­ti­gung — BA Bericht Oktober 2011

Fol­gende arbeits­markt­po­li­ti­sche Instru­mente werden aktuell in die Ent­las­tungs­rech­nung der BA einbezogen:

- Beschäf­tig­ten­äqui­va­lent der Kurz­ar­beit: Zahl der Kurz­ar­beiter mal durch­schnitt­li­chem Arbeitszeitausfall,

- Maß­nahmen des zweiten Arbeits­marktes: Arbeits­ge­le­gen­heiten, ABM, Beschäf­ti­gungs­zu­schuss, Beschäf­ti­gungs­phase Bürgerarbeit

- beruf­liche Wei­ter­bil­dung (ein­schl. Reha), Maß­nahmen zur Akti­vie­rung und beruf­li­chen Eingliederung

- Fremd­för­de­rung, das sind arbeits­markt­po­li­ti­sche Maß­nahmen, die nicht von den Arbeits­agen­turen oder Job­cen­tern durch­ge­führt werden (z.B. Inte­gra­ti­ons­kurse durch das Bun­desamt für Migra­tion– und Flüchtlinge)

- Vor­ru­he­stand­s­ähn­liche Rege­lungen: Inan­spruch­nahme des § 428 SGB III ggf. i.V.m. § 65 Abs. 4 SGB II und § 252 Abs. 8 SGB VI (Rest­ab­wick­lung), Per­sonen in geför­derter Alters­teil­zeit, Rege­lung des § 53 a Abs. 2 SGB II — För­de­rung der Selb­stän­dig­keit: Grün­dungs­zu­schuss, Ein­stiegs­geld Vari­ante Selbständigkeit.

Außerdem werden Per­sonen, die kurz­fristig arbeits­un­fähig sind, zur Unter­be­schäf­ti­gung gezählt.

 

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