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Papandreou, der griechische Arzt trifft eine Therapieentscheidung

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Was macht Papandreou?

Politischen Selbstmord, wie es einige Leitmedien behaupten?

Wenn er die Griechen über die Annahme der Bedingungen des Rettungspaketes abstimmen lässt, öffnet er noch einmal alle Optionen, die Griechenland hätte, mit der Schuldenkrise umzugehen.

Ob etwas Besseres dabei herauskommen würde, als die jetzige Lösung, möchte ich persönlich bezweifeln.

Aber dennoch wird am Ende die bessere Lösung für das griechische Volk stehen.

Die Lösung, wie sie sich auch entwickeln mag, heißt nach einer Volksabstimmung, Demokratie.

Papandreou wird vom gesamten Politik-Establishment für verrückt erklärt. Er setzt alles auf die eine, die richtige Karte: Das Volk!

Nach meiner Meinung hat er die zutreffende Diagnose gestellt und strebt die richtige Therapie für die Griechen an.

Hinter dem griechischen Finanzschlamassel steht eine Vertrauenskrise in die Demokratie.

Erst werden die Bürger mit Wohltaten gekauft und dann sollen sie die überhöhten Rechnungen an die Finanzmärkte bezahlen.

Griechenland hat sich hoffnungslos in das westliche Demokratiemodell verstrickt.

Dies lautet, niemandem zu sehr weh zu tun, um den grundsätzlichen Status Quo der Machtverteilung zu erhalten.

Das ist in Deutschland nicht anders.

Nicht umsonst fordert Merkel jetzt Mindestlöhne.

Diese so genannte Konsensdemokratie ist aber nichts anderes als eine korrumpierte Demokratie, in der alle wegschauen und die Mächtigen machen lassen, so lange es ihnen selbst noch gut geht.

Papandreou hat aber nichts mehr zu verschenken, was die Massen ruhig stellen könnte.

Eine endlose Kette von Generalstreiks und Massenprotesten wäre vorprogrammiert, alternativ würde das Land in Lethargie versinken, wie wir es zunehmend in der Ukraine beobachten.

Die Zeiträume bis zur Konsolidierung des Landes, die hier gehandelt werden, sind lang, viel zu lang.

Die Griechen bräuchten schon eine extrem starke Motivation um diese Sparstrapatze bei fehlendem Wachstum zu überstehen.

Die Griechen würden sich in Grund und Boden sparen.

So etwas muss man wollen!

Dafür braucht man Überzeugung, dass nur dies der richtige Weg sei.

Deshalb ist dies eine Frage von höchster nationaler Bedeutung und meines Erachtens durch die griechische Verfassung gedeckt.

Dieses Dilemma mit Demokratie zu beantworten, ist der absolut richtige Weg.

Griechenland wird in Europa nicht das einzige Land bleiben, das Wohlstand durch mehr Demokratie ersetzen muss.

Anstatt eines finanziell korrumpierten Mitlaufens der europäischen Völker wird es zu direkteren Demokratieformen kommen müssen, wenn der Wohlstandsverlust durch politische Identifikation ausgeglichen werden muss.

Überzeugte Völker vermögen viel, zum Guten und zum Schlechten.

Aber an der intensiveren Beteiligung geht trotz aller Risiken kein Weg vorbei.

Papandreous Entscheidung ist in dieser aktuellen Situation richtungsweisend für ganz Europa!

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 03. November 2011 um 05:08 Uhr  

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