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Eva Joly und Francois Hollande nach Fukushima ?

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Die Grünen in Frankreich setzen die Parti Socialiste (PS) unter Druck.

Eva Joly, Präsidentschafts-Kandidatin der Grünen Frankreichs will mit Francois Hollande nach Japan, um die Folgen der Reaktorkatastrophe zu besichtigen.

Trittin hatte übrigens kurz danach im Bundestag die Aufbauleistungen in Fukushima gelobt.

Nicht desto trotz ist die Landwirtschaft rund um den Reaktor für Jahre nicht zu nutzen.

Die Nuklearwolke nach Tschernobyl und Fukushima über Frankreich soll damals verschwiegen oder heruntergespielt worden sein.

Martine Aubry hatte schon während der Wahlen des PS – Präsidentschaftskandidaten(in) sich für einen langfristigen Ausstieg aus der Kernenergie ausgesprochen.

Joly will jetzt mit der PS und Hollande konkrete Schritte und Zeiträume besprechen und festlegen, denn die PS benötigt wahrscheinlich in einem 2. Wahlgang bei den Präsidentenwahlen die Stimmen der Grünen und aller linken Gruppierungen.

Die Kernkraft hatte de Gaulle 1960 eingeführt, um Frankreich nach der Besetzung und Befreiung wieder als Grande Nation neben die USA und die UdSSR zu stellen.

Die Einführung der Atombombe und ihre Erprobung zum Beispiel in Algerien verlief unter ähnlich leichtsinnigen Bedingungen wie in der Wüste Nevada, wie sich später herausstellte.

Ferner wurde die Atombombe quasi an die „friedliche“ Nutzung der Kernenergie angekoppelt, d.h. als eine Art Staatsgeheimnis bis heute gehandelt.

So behandelt der französische Energiekonzern EDF die Daten über die Atomkraftwerke wie Militärgeheimnisse, das behindert die politische Auseinandersetzung und die ökonomisch ökologische Entwicklung erheblich.

Die Medien sind da vielleicht auch zu wenig hinterher.

Nukleartechnik wird schließlich auch in der Medizin angewendet und man assoziiert dann nicht automatisch die Atombombe und den militärischen Bereich mit der friedlichen, gesundheitlichen Nutzung.

Ferner hat der EDF Konzern schon vor Jahren Programme initiiert, wo z.B. Erdwärmeanlagen durch Kredite unterstützt werden.

Frankreich hat auch nicht das große ökonomisch/ökologische Potential zum Ausbau der Wirtschaft erkannt, weil in den Köpfen der Strom noch nicht von der Bombe abgekoppelt ist.

Diesen wirtschaftsstrategischen Fehler hat Sarkozy und die UMP (Konservativen) auch noch nicht eingesehen, obwohl mit einem keynesianischen Wirtschaftsprogramm Frankreich nicht nur im Inneren eine technologische Wende einleiten könnte, die dringend benötigt wird, weil dann wissenschaftliche Kräfte ausgebildet würden, die auch in anderen Betätigungsfeldern Innovationen liefern könnten.

Abgesehen davon hat Frankreich durch mehr Sonne, viel Wasser und Windkraftmöglichkeiten und die Nähe zu seinen afrikanischen Kooperationspartnern gute Wirtschaftsmöglichkeiten.

Diesen Aspekt des ökonomisch/ökologischen Umbaus der Gesellschaft sollte man vielmehr betonen.

Dadurch können auch die anderen europäischen Staaten durch die Konkurrenz und schnellere gemeinsame Entwicklungsmöglichkeiten neue Wirtschaftssektoren, Arbeitsplätze und Kaufkrafterhöhungen bekommen.

Die Reproduktion des gesellschaftlichen Lebens und die Wirtschaft kann wieder auf eine höhere Stufe ökologischer Ergriffe etc. gebracht werden, wo die soziale, ökonomische Verteilung, Aus- und Bildungschancen, sowie die Kreativität allgemein gefördert wird.

Außerdem ist der Kernstrom mit Endlager und allem drum und dran nicht nur ein Risiko, das zum Beispiel durch Krankheiten, Umweltveränderungen auch bezahlt werden muss, sondern langfristig eine kaufmännische Fehlkalkulation.

Die Kernkraftwerke liegen auch in Frankreich in gefährlichen Erdbebenzonen und sind zum Teil wie die deutschen zu alt.

Der EDF – Bericht über die Gefahren bei Terroranschlägen, Flugzeugabstürzen wird auch nicht lautstark und breit in den Medien behandelt, sondern wie ein militärisches Geheimnis betrachtet.

Für das große Land der bürgerlichen Aufklärung ist das eine Schande.

Die PS soll mal vorsprinten, wenn auch noch nicht alle auf der Straße waren wie in Deutschland, werden selbst die Konservativen einlenken müssen wie Frau Angela Bismark, die, nach Fukushima, das Ruder rumgedreht hat, dessen Schiff jahrelang Grüne, Sozialdemokraten und andere Bewegungen gerudert haben.

Kein Fukushima in Frankreich – einen Übergang in die ökonomische/ökologische/soziale/interkulturelle Zukunft schaffen.

In diesem Sinne in sinnlich-praktischer Tätigkeit mit materialistischer Vernunft die politisch/ökologische Wende in Anknüpfung an die große Revolution einleiten:

Allons enfants de la Patrie, Le jour de gloire est arrivé!

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 02. November 2011 um 10:36 Uhr  

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