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Ouvertüre zum Maskenball

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War nach dem 1. Akt zu Ende, im Preußischem Herrenhaus verließ man versteinert die Bühne, der Vorhang senkte sich und der Drehbuchautor zog eine sagenhafte Fresse.

Der Anfang nach dem Ende eines neuen und richtungsweisenden unpolitischen Wahlkampfes, "die Angst vor dem Heidemörder Teil 2 "nahm unfreiwillig wieder einen Bestsellerrang ein.

Was war geschehen, eigentlich besaß die Bundeshauptstadt mit Rot/Rot eine zuverlässigen und funktionsfähigen Senat, eine relativ breite Mehrheit in der Gesellschaft sah diese Regierungsarbeit als eine gelungene Mischung aus Ost und West an, die Konstruktion der Machtverhältnisse in einer mitunter noch gedanklich und sozial gespaltenden Stadt wurde überwunden.

Die Bundeshauptstadt ist zum Ballungsraum der Interessen geworden, zum Magneten von fast 3,5 Millionen Einwohnern und von einem blühenden Speckgürtel um die Stadtgrenzen, man denkt mittlerweile überregional und das hat durchaus seine Gründe, denn immer steht der Mensch im Mittelpunkt.

Der Mensch denkt an sich,an seine Familie, an seine Wohnung und an seine Arbeitsstelle, dabei wurde dem Berliner einiges zugemutet, das Klischee des Westberliner Kleinstadtgeistes wurde vom Zeitgeist weggewischt, es gibt kein Zurück mehr in die geistigen Rückzugsgebiete der Laubenpiepergeneration.

Berlin ist zu einer Achse der Interessen geworden, zu einem Durchgangsbahnhof der der Arbeit und des Wohnens, die Konstante wich dem Experiment.

Ganze Bezirke sind im Umbruch und die soziale Bindung erweicht, die Infrastruktur wird eine andere werden, die Wiederentdeckung der Ost/West Achse, das Drehkreuz der EU in Richtung Osten wird Weichen setzen und wird eine Stadt prägen.

Eine Stadt die sich bewegt ist eine lebende und mobile Stadt, dazu benötigt sie den sozialen Bezug, denn nur eine soziale Stadt ist eine demokratische Stadt.

Hier gilt es gegen den Wildwuchs Farbe zu bekennen, gegen Größenwahn mobil zu machen und all den Verdrängern Einhalt gebieten, den Kampfradfahrern die sich eigenmächtig Gehsteige im Sechstagerennen erobern möchten und gegen Teile der Wirtschaft die sich als mitunter dem Erbe des Manchester Kapitalismus bedienen möchten.

In dieser Stadt fand Wahlkampf statt, er eierte los in einer relativ ruhigen kalten Phase, wo die Grünen im Zuge der Anti AKW Ereignisse in den ersten Umfragen bei sagenhaften 30% lagen.

Allerdings fragte die progressive linke Presse der Hauptstadt schon vor einem Jahr, wer sind die Berliner Grünen und wo stehen sie politisch?

Der kämpferische und frische Wind aus alten AL Tagen in Westberlin hatte die Hauptstadt Grünen des Jahres 2011 verlassen, das Generationenproblem der Grünen heißt:

Nach der alten Garde, die sich in den Parlamenten bewiesen hat, kamen die Softis, Kinder der Softis wandten sich ab , es entstand die Generation Internet.

Evtl. zu früh und auch nicht im Detail besprochen, legte man sich fest auf ein Zugpferd der Bundespolitik.

Allerdings verfügten die SPD sowiedie CDU über genug Erfahrungen, wie man solche sog. Zugpferde im politischen Import auf die Landesbühne zerlegen kann, Renate Künast lief ins offene Messer.

Nicht nur das, beobachten konnte man wie Berliner Grüne sie weder warnten noch regelten, das galt für ihre Auftritte während der Montagsdemo zum Flughafen, wo sie offensichtlich der Zeit um 10 Jahre hinterherlief und zudem zu den Infrastrukturmaßnahmen in der Hauptstadt.

Den Aufschrei nach mehr 30 Zonen in Durchgangsstraßen sollte man als biologischen Bumerang vergessen, schlimmer war die Verwechslung von Bundeszuständigkeiten und Landesaufgaben in der Hauptstadt.

Das ist sicherlich nicht einfach in einem Stadtstaat, dem Willen der Bezirksfürsten zu bedienen, doch andererseits geht es um das Ganze, dazu benötigt man einen Willen zum Detialwissen.

Gab das fehlende Detailwissen schließlich den Ausschlag oder war es die falsche Interpreation des Wählerwillens?

Nimmt man das Wahlergebnis zum Abgeordnetenhaus, so haben sich fast 70% aller Wähler gegen die CDU entschieden, das Problem woran Rot/Grün beim Motoranlassen zum Totalausfall wurde, stand bei Rot/Rot nicht zur Diskussion, nämlich die Verlängerung der A 100.

Tatsächlich ist jene Planungsstrecke derzeit schon zu 70% eine Brache, es geht um die Anbindung der Bezirke im alten Ostteil der Stadt.

Erwiesenermaßen dachten hier die Linken gesamtberlinerischer, denn eine im Kiez verankerte Partei, wie es nun mal die Linkspartei in den Ostbezirken der Stadt ist, weiß genau welche Wege der Bürger zur Arbeit nehmen muß.

Es war die Ouvertüre zum Maskenball und endete in einer Publikumsbeschimpfung.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 08. Oktober 2011 um 13:58 Uhr  

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