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In der K-Frage wird der Stein der Weisen nicht gefunden werden

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Irgendetwas mit Stein wird es schon werden.


Es könnte allerdings auch sein, dass sich die Steinfrage als Holzweg erweist. Was dann?


Die Frage nach dem Kanzlerkandidaten ist für SPD der wunde Punkt.


Im Augenblick wird in der Partei zwischen zwei neoliberalen Politikern hin und her oszilliert.

Weder Steinbrück noch Steinmeier sind Kandidaten einer geänderten SPD.

Keiner der Kandidaten wird der faktischen und notwendigen Linksverschiebung der Partei gerecht.


Die Wahl zwischen Stein und Stein ist in Wirklichkeit keine Wahl, sie ist ein Holzweg.

 

Wie soll man den Wählern zwei Politiker, welche über vier Jahre genau auf der Wellenlänge von Angela Merkel lagen, als Alternative zur derzeitigen Politik verkaufen.


Abgewählt wird dann vielleicht die FDP, aber die CDU bleibt in einer Führungsrolle.


Es blüht uns dann die Neuauflage der Großen Koalition, sogar mit denselben Akteuren.

 

An dieser Stelle ein Schnitt. Steinbrück ist der Kandidat der Wirtschaft und wird derzeit von den Leitmedien gepuscht.


Die Tatsache, dass er sich selbst nach der Bilderberg-Konferenz ins Spiel gebracht hat, zeigt, dass er nicht der Kandidat der Partei ist.


Steinmeier ist der Ex-Wahlverlierer 2009 und in der Öffentlichkeit alles andere als ein Hoffnungsträger.


Sollte er Kanzlerkandidat werden, wäre das Beste, was ihm passieren kann, die Wahl zu verlieren und danach in einer großen Koalition wieder Außenminister zu werden.

 

Es macht also überhaupt keinen Sinn, mit Steinen nach der CDU zu werfen.


Die SPD muss den Mut aufbringen, eine echte Alternative zu Angela Merkel aufzustellen.


Deshalb ist es unbedingt erforderlich, die K-Frage nicht länger auszusitzen.


Die Partei muss ins Rotieren kommen! Leider wurde mit dem Wahldebakel der letzten Bundestagswahl nicht gründlich sauber gemacht.


Der Wahlverlierer bekam mit Wowereit und Nahles ein paar linke Accessoires zur Seite gestellt.


Der eine war mit Berlin und die andere mit ihrem Privatleben beschäftigt und Gabriel stand engelhaft dazwischen.


Dieses Vakuum gab Steinmeier die Möglichkeit, sich an seinen Posten zu klammern, was er bekanntlich am besten kann.


Er machte, wie nicht anders zu erwarten, eine regierungsfreundliche Opposition.


Glück der SPD, dass diese Regierung diesen gewaltigen Selbstzerstörungsfaktor hatte.


Eine echte Opposition war fast nicht nötig und wo sie stattfand, feierte man riesige Erfolge. Ich meine die Grünen.

 

Die Strategie Gabriels, die Sache offen zu halten, ist angesichts dieser verfahrenen Situation durchaus verständlich.


Dennoch kann es so nicht weiter gehen.


Wenn Wowereit nicht will und Nahles nicht kann, dann muss eben in der zweiten und dritten Reihe gefischt werden. Macht Vorschläge!


Wir haben hoffentlich noch ein Jahr Zeit, Talente nach vorne zu lancieren.

 

Meine persönlichen Vorschläge sind.

 

Olaf Scholz wäre durchaus ein Angebot für beide Flügel der SPD auf bundespolitischer Ebene.


Er ist populär und kämpferisch, er ist pragmatisch genug und hat zumindest eine deutliche, linke politische Biografie.


Zurzeit müsste er allerdings aufpassen, dass er nicht zum Brechmittel für die Linken in der Partei wird.


Vermutlich aber wird er nicht so gerne in eine Rettungsboot-Mannschaft der SPD einsteigen wollen.


In Hamburg hat er vielleicht eine bessere Zukunft.

Nordrhein-Westfalen darf man natürlich nicht vergessen.

Hannelore Kraft kann möglicherweise gegen Merkel antreten.

Sie kann auf die bundespolitische Ebene und dort ihre Dynamik einbringen, wenn sie ein paar Leute um sich hat, die sie zügeln.

Aber auch Kraft wird sich nicht gern in ein Team begeben, welches nicht von vornherein eine Favoritenrolle hat.

Die schwierige Situation in Nordrhein-Westfalen muss auch irgendwie gestemmt werden.

Kraft hat aber ihren Biss und ihren Charakter in Nordrhein-Westfalen jetzt schon bewiesen.

Charakter meint dabei nicht, starr an einer Position fest zu halten, sondern flexibel agieren zu können.

Sie ist mein persönlicher Favorit für die Kanzlerkandidatur.

Der Vorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller.

Der Mann hat die richtigen Gedanken und achtet dabei nicht zu sehr auf links oder rechts.

Er ist unideologisch.

Er hat eine Partei zusammen gehalten, die unter äußerst schwierigen Umständen regiert hat.

Er gehört meiner Meinung nach auf die bundespolitische Bühne und kann für eine neue SPD stehen.

Ob er aber den Willen und den Ehrgeiz hat als Strippenzieher auf bundespolitischer Ebene aufzutreten, weiß ich nicht.

Er wäre mit Sicherheit ein guter Generalsekretär.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 27. September 2011 um 19:50 Uhr  

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