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Der Staat, die Steuern und die Reichen

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Der Anteil des Bruttoeinkommens aus unselbstständiger Arbeit am Volkseinkommen (Tatsächliche Bruttolohnquote) erlebte in den 10 Jahren von 2000 - 2010 einen dramatischen Einbruch von 72,2 auf 65,5 Prozent.

Dementsprechend ist die Bruttogewinnquote als Summe aller Gewinn- und Vermögenseinkommen von 27,8 auf 34,5 Prozent gestiegen.

Beide Quoten zusammen ergeben immer 100 Prozent.

Das ist die größte Umverteilung von unten nach oben, die je in der Geschichte der Bundesrepublik stattgefunden hat.

Rund 2,1 Mio. Menschen in Lohnarbeit erhalten zurzeit weniger als 6 Euro Stundenentgelt, davon die Hälfte gar weniger als 5 Euro.

Die Regierung und die sie tragenden Parteien unterlassen alles, um einen auskömmlichen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen.

Wer aber über Reichtum nicht sprechen will, sollte über Armut schweigen.

Zurzeit sieht es in Deutschland - und nicht nur hier - so aus, als ob dein Hausarzt dir eher zu ewigem Leben verhelfen kann, als dass die Regierung auch nur das geringste Interesse daran hätte, den Primat der Ökonomie infrage zu stellen.

Trotz mehrfacher dringlicher Aufforderung auch durch Vermögende, weigert sich der Staat noch immer hartnäckig, seine Einnahmen zu eröhen.

Immer an vorderster Front im ideologischen Kampf um die Verhinderung des Primats der Poltik der nationale Wächterrat der Besserverdienenden - die FDP.

Die Liberalen schicken sich mit ihrem gebetsmühlenartig vorgetragenen Steuersenkungsunfug gar an - paradox genug - Karl Marx zu überholen.

Der sah das Absterben des Staates für später vor.

Da sind die Liberalen schon weiter.

Der FDP-Finanzpolitiker Volker Wis­sing hat dem Appell für eine Vermögensabgabe, den reiche Mitbürger verfasst haben, einen besonders "originellen" Vorschlag entgegengesetzt.

Er sagte: "Wenn reiche Bürger nicht wissen, was sie mit ihrem Geld anfangen können, dann sollen sie nicht den Staat um Hilfe rufen. Sie können dem Finanzministerium schon heute Geld überweisen, das in den Schuldenabbau fließt. Dazu braucht man keine neuen Steuern."

Spenden statt Steuern?

So wird der Staat tatsächlich überflüssig und mit ihm solche Schlauberger wie Herr Wissing.

Währenddessen macht sich die Vereinigung der Steuerhinterzieher, die mit immenser krimineller Energie hunderte Milliarden in Parasitenstaaten transferiert hat, mit freundlicher Unterstützung des Staates einen schlanken Fuß.

Der für die Steuereinnahmen zuständige Minister Schäuble erteilt ihnen höchstselbst die Absolution.

Mit dem geplanten Steuerabkommen mit der Schweiz spendiert der Minister eine "Amnestie durch die Hintertür."

Aber vielleicht wird unsere Zeit ja doch noch in die Geschichte eingehen als diejenige, in der die Menschen sich die Frage stellten, ob es richtig war, einer Gauklertruppe die Regierung anzuvertrauen.

 

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