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Die Hobrechtstraße, eine Straße in Kreuzkölln

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Eine Straße die in Bewegung ist, eine Stadt die von der Szene entdeckt wird und eine Szene die weder Respekt noch Toleranz zeigt.

Man sucht die Nähe nicht mehr zum Kiez sondern zur Arbeit und zum Leben, der Morgen beginnt hier kaum noch vor 6 Uhr, die Szene gönnt sich den Frühmorgenschlaf, man vertrieb alteingebrachte Mieter und Geschäfte, installierte Bars und Galerien, benutzt den Gehsteig als Vorhof der Wohnung und radelt, rücksichtslos und haltlos.

Eine Straße in einem Kiez der wiederentdeckt wurde, von Immobilienhaie und Anleger,man sanierte und machte aus Dachgeschossen Luxusimmobilien, Herr und Frau Neureich sparen nicht sondern setzen sich ab, der Einzug der Subkultur.

Die ungewollt steuernde Hand der Ökonomie selektiert hier, hier wird Laesing zum Tagesgeschäft, hier versucht man sich zu unterscheiden, die Wiederentdeckung des kleinkarrierten Kapitalismus auf labiler Basis.

Nirgendswo gibt es in Berlin soviel Wohnugswechsel wie hier, das neue Lebensgefühl einer Grünen Vollkorn FDP, der Tanz auf dem Vulkan.

Rechts und links der Straße verändern sich Häuser, mitunter von Etage zu Etage, der Sinn und Zweck des Staffelmietsvertrages.

Die neuen Mieter wirken in sich isoliert und fühlen sich erst in der Szene wohl, eine der Auswirkungen der gewonnenen Freiheit?

Welche, zunächst die Liberalisierung des Wohnungsmarktes, das bewußte Aufweichen der bewährten Berliner Mischung, dann die Umwandlung zum Mietsspiegel und die Preisgabe zum Wohnungserwerb.

Dagegen spricht allerdings die noch immer hohe Zahl von Hartz IV Beziehern in dieser Gegend, der Wandel des benachbarten Kottbusser Dammes, die Creme der Billigläden ersetzen durch Hotels und Speisegaststätten, die Konzentration von Bäckereien und Cafes und der immer noch vorhandene Wohnungsleerstand.

Eine geduldete Hochburg der Spekulanten,man versucht und modifiziert, man setzt nun auf Hostals und auf alte Fabrikhallen der preiswerten Übernachtung, vollgefercht mit Wohnwagen.

Das Ziel der Rucksackurlauber, die jene Orientierung suchen, wo einige Wertschöpfung noch ein Fremdwort ist.

Bekannt solche und andere, sie ziehen am Bankautomat max. 50 Euro und sie verkaufen sich, nie unter Wert, nur können sie ihren Wert nicht einschätzen, das brachten ihre Eltern ihnen nicht bei.

Es gibt den Sozialatlas und der zeigt nicht gerade den Nettoeinkommensanstieg, immer noch sind in diesem Kiez die monatlichen Einkommen kaum höher als 1200 Euro , trotzdem passen sie sich nicht an sondern reagieren besitzergreifend.

Eigentlich das Rekrutierungsfeld der Berliner Arbeitgeber mit den Middi Jobs, denn hier kann man auf Bildung und Einbildung setzen, die neue Mischung der berechnende Rechtsanwalt Tür an Tür mit der WG aus der Provinz.

 

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