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Die Macht der Marktschreier

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Börsenmanager, Börsenhändler, Finanzanalysten, Marktbeobachter, Kaffeesatzleser, Fondsmanager, Bankensicherheitsbeauftragte, Kaptialanleger, Chefanalysten, Wanderer zwischen den Welten es sind die Marktschreier der Reaktion, es sind die Wertevernichter.

Diesem gesammelten Spektrum von sog. Mächte des Darseins, die nur Kurven und Verkäufe tag täglich verfolgen, die Staaten und Regierungen, die Regionen und Systeme blankstellen, die eine geschleuderte Macht, unsichtbar verpacken, ohne Formeln kommentieren, nicht nachvollziehbare Kommentare allabendlich dem stauenden Fernsehzuschauer darbieten, all diesen verzweifelten engstirnigen Funktionären des Kapitals muß man die Frage stellen, was sind eure eigentlich Interessen?

Was verfolgt ihr für ein Interesse und wer sind euere Auftraggeber, die Antwort ist bekannt, sie stehen auf dem Parkett.

Ein Parkett der Darbietungen, der einseitigen Show zur unmittelbaren Teilnahme an der Freunde des Zockens, wenn Regierungen in Europa und in den Industrieländer es jahrelang genossen sich am Tun dieser Gilde zu sonnen, wirft das den Schatten der einseitig justierten Interessen auf Manager, Politiker und Unternehmer.

Die Macht der Marktschreier sind nicht der Zustandsbericht, sondern dient der Demontage des Nationalstaates, insbesondere das allabendliche inhaltslose und mitunter widerliche Gequatsche vom Handelstag an der Frankfurter Börse, die eigentliche Rechtfertigkeit eines Ablaufes, dessen Sinn und dessen Formeln der Kommentator weder versteht noch interpretieren kann.

Eine Erläuterung der Situation findet nicht im realen Übersetzungsverhältnis dieses unredlichen Gewerbes statt, " der Handel hat sich leicht erholt", heißt soviel, zuvor war man zu dämlich und hatte Schnupfen um zu reagieren, "die Werte der großen deutschen Industrieaktien gerieten unter Druck", aber wer zum Teufel will sie erdrücken?

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, natürlich verschauckeln Manager Beträge, natürlich operiert man mit geliehenem Geld, denn in der realen Wirtschaft geht es um die Erzeugung von Werten, den Verkauf von Waren und Dienstleistungen, die Anpassung zur bestehenden Nachfrage, das Wechselspiel am realen Markt.

Ein offentsichtlich funktionierender internationaler Parketthandel allerdings operiert ohne den Bezug zur Werteerzeugung und zur Werteerhaltung, die Operation Börenhandel erfolgt nach dem Herdentrieb.

" Geld machen durch Geldverschieben",unkontrollierbar und nicht durchschauar, die Herde ohne den Leithammel, alles vorbei an Staatsmännern und Regierungschefs, an Lenkungsausschüssen und an Leitthesen.

Wirtschaftspolitik der Nationalstaaten wird der Lächerlichkeit vorgeführt, das ohnmächtige Volk frißt, die eigentliche Macht dieser Marktschreier ist das Geschäft mit der Gier, dieses Geschäft ist das Erfolgsmodell des globalen Neoliberalismus, das Spiel zur Erweckung der Gier im Menschen, das Bankenproduktprogramm, wenn andererseits Anlageberater im Verkaufsprogramm die Risikobereitschaft des Kunden abklopfen folgen sie der Skala der Gier.

Das Geschäft zieht sich durch einen Vertrag der Unvernuft, wo die Gier der Menschen eine staatliche Förderung bekommt, nennt man das systemrelevante Maßnahmen zur Unterstützung des Vertrauens, was andererseits lautet: das war Mist doch wir können den Bürger als Kunde der Banken nicht erziehen, denn wir bauen selber Mist.

Was dringend geboten wäre, ist nicht die nichtssagende tägliche Zustandsanalyse sondern darüberhinaus die Interessenvermutung, wer hat Interesse daran an der Börse mittels Herdenverhalten die reale Wirtschaft in einem Nationalstaat zu schwächen?

Zuletzt aktualisiert am Montag, 15. August 2011 um 06:10 Uhr  

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