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Was bleibt übrig ?

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Garnichts, es sollte nämlich so sein, man packt seinen Kram und gibt den Schlüssel ab.

Das war es, das war ein Arbeitsleben voller Abhängigkeit, mitunter voller Zuversicht, mit enttäuschten Hoffnungen, mit mäßiger Bezahlung und mit einem regelmäßigen Warten auf den Zahltag.

Mit Kollegen, die man schätzte, mit denen man einiges teilte, mit Kollegen die versuchten einen anzuschwärzen, mit Vorgesetzen die man vorgesetzt bekam und man versuchte sich in der Arbeit.

Es gibt in jeder Arbeitsbiografie Schaltstufen, zunächst wie bringe ich mich ein am Arbeitsplatz.

Die Arbeitsplatzerkennung, die Gestaltung des Ablaufes und des Volumens, Vertrauen erzeugen und zu seiner Arbeit stehen, wer erkennt was an und was bietet sich daraus, was entwickelt sich?

Man benötigt nicht einen Anlauf sondern mehrere, warum sollte man keine Fehler machen, man sollte aus seinen Fehlern lernen, alles mögliche lehrten Dozenten aber nicht die Analyse der Fehler die bei einer Arbeitsplatzaufnahme beginnen.

Irgendwann sollte man die Leine ziehen, denn auch Arbeitgebern sollte klar werden, ihm gegenüber sitzen Menschen.

Dreimal ist kein Mal, nach der dritten oder vierten Stelle in den ersten Berufsjahren verfügt man über diese Erfahrung, man sieht einiges hinter der Bühne, man sieht hinter den Vorhang und findet sich zurecht.

Der Kampf mit den täglichen Einerlei beginnt, aus Einerlei kann Einheitsbrei werden, wann erkennt man seinen eigenen Wert, den Wert seiner eigenen Arbeit?

Der Kampf um das tägliche Brot beginnt, manche setzen einen Automatismus , die Annahme der Verführten, man will mehr erreichen und dieses auch sehen, der Reifeprozeß am Arbeitsplatz beginnt.

Die Schaltstufe wurde höher gelegt, tatsächlich befinden sich in dieser Phase ca. 60% aller Kollegen die einer außertariflichen Gehaltserhöhung hinterherlaufen, man gewährt Einmalprämien, man erzeugt Zufriedenheit zum Stichtag, irgendwann bemerkt man das war garnichts und Faktor Streß kommt hinzu.

50% vom Streß am Arbeitsplatz entsteht hierdurch, die Deckelung der berechtigten Unzufriedenheit.

Nur die Hälfte aller wird mit einer außertariflichen Gehaltserhöhung rechnen können, die andere Hälfte wird zum geduldeten Mitarbeiter abgestempelt werden.

Das erste Zwischenzeugnis wird diese Situation genau beschreiben, mit Mühe allein ist es nicht getan, man muß sich den Herausforderungen stellen, der Wandel am Arbeitsplatz vollzieht sich rasant.

Obrigkeiten und Zuständigkeiten werden wechseln, Direktoren kommen und gehen, es knarrt im Gebälk und die Spatzen pfeifen mitunter mehr vom Dach als man wissen möchte.

Man nennt diese Phase auch die Bereicherungsepoche oberhalb der Geschäftsleitung, die Kassierer kassieren ab.

Man wird zum wehrlosen Zuschauer im Ausverkauf eines Unternehmens, es stellt sich Jedem die Frage welchen Wert habe ich am Markt?

Funktioniert der Markt noch oder werde ich Spielzeug in einem Verschiebebahnhof?

Ein Ende mit Schrecken ist mitunter besser als ein Schrecken ohne Ende, wie kommt man heraus und womit und was kommt danach?

Die geistige Trennung von einem Unternehmen was mal die Bühne des Beteiligten war, vollzieht man die Trennung folgt die Neuorientierung.

Alleine in dieser Phase bleiben 30% der Kollegen hängen, das ist nicht gewollt aber mittlerweile Realität geworden, sie werden zum Spielball der Ämter.

Man schafft niemals den unmittelbaren Anschluß, denn man muß sich stellen, man ist aber auch nicht bereit alles über sich ergehen zu lassen.

Der mittelbare Anschluß an eine Arbeitswelt mit Beständigkeit wird sich erst nach der 2 oder 3. Stelle ergeben, wohlgemerkt man kann bis zu 20 oder 30% weniger verdienen als in dem Betrieb der abgewickelt wurde.

Man sagt zu vielen ja und fordert sich nochmals heraus, etwaswas man ein paar Jahre danach sehr bedauert, aber was hätte man tun sollen?

Die Abstriche summieren sich, man lernt ein Verzichten, man verzichtet auf Freizeit und auf angemessene Bezahlung, auf Vorsorge und Gleitzeitausgleich, denn mal erfolgt ein Ziel:

Den sicheren Verkauf seiner Arbeitskraft gewährleisten zu wollen.

Ein Ziel was ausgenutzt wird, man bemerkt es zu spät und ist zu alt um zu wechseln, man bliebt der kleine Mann mit dem man alles machen kann.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 06. August 2011 um 05:24 Uhr  

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