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Scheuklappen

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Ich kann mir nicht helfen, aber die EU-Euphoriker haben offenbar Scheuklappen vor den Augen.

Denn wie kann es sonst angehen, dass immer noch an der Totgeburt Euro und an der europäischen Gemeinschaft festgehalten wird, die erstens weder demokratisch noch ein freiwilliger Zusammenschluss gleichberechtigter Länder ist.

Die meisten Mitgliedsstaaten wurden von ihren Regierungen in diese Gemeinschaft gezwungen, das Volk wurde dazu nicht befragt.

Wenn man sich die aktuellen Vorgänge um Griechenland vor Augen hält wird klar wohin die Reise gehen soll.

Völlige Unterwerfung der Staaten unter das Dikat der EU.

So hat Griechenland unter dem Zwang des Hilfspakets praktisch sein Haushaltsrecht an die Bürokraten in Brüssel abgegeben.

Sie müssen überdies Staatsbesitz verscherbeln, es wird ihnen sowohl bei den Löhnen wie auch bei der Zahl der Angestellten und Beamten vorgeschrieben was zu tun ist.

Damit aber hat sich das griechische Parlament selbst entmachtet.

Es ist nur noch ausführendes Organ, die EU bestimmt.

Für mich stellt sich damit die Frage, wollen wir das wirklich, ist uns die berühmte Reisefreiheit das wert?

Denn eines sollte auch allen klar sein, auch bei uns werden bereits 85% aller Gesetze von Brüssel diktiert.

Und es wird bereits über eine zentrale EU-Wirtschaftsregierung diskutiert, womit wir auch noch den Rest unserer Souveränität aufgeben würden.

Die EU so wie sie sich heute darstellt ist völlig falsch aufgestellt.

Man kann nicht einfach völlig unterschiedliche Staaten, mit unterschiedlichen Standarts, unterschiedlicher Kultur und Wirtschaftskraft einfach per Order de Mufti zusammenschließen und glauben das könnte funktionieren.

Das war und ist einTrugschluss und hat nichts mit Skepsis zu tun sondern ist einfach eine Tatsache.

Selbst in den USA haben die einzelnen Staaten ihre Souveränität behalten.

Nur vergleichsweise wenige Gesetze sind für alle verpflichtend.

Um keinen Irrtum aufkommen zu lassen, ich habe nichts gegen eine europäische Union die demokratisch aufgebaut, in der die Völker bestimmen ob sie Mitglied werden wollen oder nicht.

In der das europäische Parlament die gleichen Rechte und Pflichten hat wie unser nationales Parlament, in der nicht ausschließlich Bürokraten die Richtung bestimmen, Lobbyisten keine Stimme haben und die Mitglieder des Rates, also die nationalen Vertreter nur Richtlinien und Gesetzen zustimmen dürfen die vorher im nationalen Parlament beraten und von diesem abgesegnet wurden.

So wie es sich heute darstellt ist die EU nicht demokratisch sondern eine von vielerlei Interessensgruppen unterwanderte und begleitete Staatsdiktatur.

Was wir brauchen ist daher eine völlige Neuausrichtung, einen echten Reformvertrag, der allen Ländern zur Abstimmung vorgelegt werden muss, und damit meine ich nicht die Regierungen sondern das Volk.

Dieser Vertrag aber darf sich nicht nur an den wirtschaftlichen Interessen ausrichten, sondern muss an erster Stelle die sozialen Aspekte beinhalten und sicherstellen, dass es den Menschen anschließend besser, nicht schlechter geht.

Hierzu ist der derzeitige EU-Reformvertrag in keiner Weise geeignet.

Machen wir uns doch nichts vor, die Intention der Gründer der EU war nicht das Wohl der Menschen, sondern sie wollten die USA als größte Wirtschaftsmacht überflügeln und den Euro zur Weltwährung machen.

Beides ist gescheitert, sie wollen es nur noch nicht einsehen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 07. Juli 2011 um 04:43 Uhr  

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